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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
Seite
203
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Zinsen aber die Pension ausgezahlt würde, ohne daß dadurchdie Kasse des Waisenhauses berührt würde. Das leuchtetedein Grafen ein, und er gab dazu nicht nur seine Ein-willigung, sondern übersandte mir auch folgende eigenhändigeZnschrist:

Ans die dringenden Wünsche des Herrn Waisen-vaters Eckart hinsichtlich des Witthums der FrauWaisenmnltcr Bestimmungen zu treffen, habe ichmich entschlossen, wenn der Waisenvater als solcherund als Vorsteher der Gräflichen Anstalt verstirbt,ein Witthnm von alljährlich 20 Thaler Conrantzuzusichern.

Hardenberg, den 22. Januar 1868.

A. Gr. Hardenberg.

Wegen Aufnahme in die Lebensversicherung meldeteich mich bei dem Agenten der Gothaer, erhielt auch vonnnscrm Hansarzte vr. Nidderhoff ein gutes Zeugniß, wurdeaber dennoch nach einer Untersuchung des Bankarztes vr.Langcnbeck in Güttingen abgewiesen und erst im Septemberd. I. in der Stettiner Gesellschaft aufgenommen. Aller-dings war ich im Februar, wo meine Anmeldung bei derGothacr erfolgte, etwas angegriffen in Folge der mancherleiAnstrengungen, welche die vergangene Zeit mit sich gebrachthatten, und welche auch bei dergleichen Veränderungen nichtohue Einfluß auf den Körper sind.

Inzwischen erfuhren wir, daß die Gräflichen Brüdersich dahin vereinigt hatten, durchs Loos den künftigenBesitzer der Herrschaft Hardenberg zu bestimmen, da derverstorbene Graf kein Testament hinterlassen und also auchin dieser Beziehung keine Bestimmung getroffen hatte, derälteste Sohn aber früh verstorben war. Daß man natür-lich auf das Resultat gespannt war, läßt sich denken Derentscheidende Tag kam und das Loos siel auf den zweit-jüngsten Bruder, den Grafen Carl, bis dahin ans demGräflichen Gute Drännewitz in Mecklenburg wohnhaft,früher kaiserlich österreichischer Major und als solcher auchmitkämpfend iu der berühmten Schlacht bei Königgrütz.

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