Hinter dem Wohnhause liegt das Stallgebäudc undzwischen beiden der Hof, ans welchem sich der schöne, wasser-reiche Brnnnen befindet. Neben und hinter dem Hofe bisziemlich vor der Bahn liegt der Garten, der größtenteilsmit einer Hecke nmzäunt ist.
Das Patronat über das Waisenhaus fällt dem jedes-maligen Besitzer der Herrschaft Hardenberg zu, und dieAufsicht steht nun diesem und den von demselben ernanntenAdministratoren zu.
Die Bestallung der Waiseneltcrn geschieht vom Patron;ebenso hängt die Aufnahme der Waisenkinder von demselbenab. Jährlich wird eine Rechnung über Einnahme undAusgabe aufgestellt und wurde dieselbe auch der Landrvstei-Berwaltung vorgelegt. Die Administration über dieErziehung und den Schulunterricht im Waisenhanse führtder jedesmalige Pastor von Großenrode, wohin auch diezur Confirmation reifen Waisenkinder zur Pfarre gehen.Die im Waisenhause Verstorbenen werden ebenfalls ausdem Gottesacker in Großenrode beerdigt.
Die Umgebung des Waisenhauses ist interessant undtheilweise sogar romantisch-schön. Der Vorderfront des-selben gegenüber liegt die alte Ruine Hardenberg, dasStammschloß der Grafen, bis gegen Ende des 17. Jahr-hunderts noch bewohnt. Denn das jetzige neue SchloßHardenberg ist erst in den Jahren 1706—10 erbaut, biszu welcher Zeit die Familie theils in Güttingen, theils inNörten in dem jetzigen Schnhmacher'schen Hause wohnte.Die alte Ruine mit einem noch gut erhaltenen Thnrmebildet noch ein hübsches Bild mittelalterlicher Bauart undreicht mit ihrer Entstehung in die graue Vorzeit, wie diesder Canonicus Wolf in Nörten in seiner „Geschichte desGeschlechts Hardenberg" nachgewiesen hat. Se. Ex. derverstorbene Obcrhofjügermeister, der Vater des jetzigenBesitzers, hat die alte Burg »nieder aufräumen lassen unddamit den Besuchern derselben mehr zugänglich gemacht.Sie kann nun wieder zu Fuß und Wagen erreicht werden,und wird auch in der wärmern Jahreszeit von Hiesigen