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Der Ertrag des Klingelbeutels fließt in die GräflicheArmenkasse, und diese Einrichtung besteht wohl seit demJahre 1841. Das Tragen des Klingelbeutels oerrichtetder Waisenvater, wofür er jährlich 1 Thalcr bekommt.Diese Einrichtung kommt den Armen in der Grafschaft znGute. Neben dem Altar rechts befindet sich der Pastoren-stnhl und am Ende der Kapelle der Stuhl für die Gräf-liche Familie, mit grünem Tuch ausgeschlagen. Auf demMannhause (der Priche) ist eine kleine, aber ziemlich stark-tönende Orgel, welche Sonntags von den Schullehrern ausGroßenrode und Bühle gespielt wird. Seit einer Reihevon Jahren nimmt mit Erlaubniß des Herrn Grafen auchdie evangelisch-lutherische Gemeinde Nörtens an den Sonn-tags-Gottesdiensten Thcil, wiewohl sie eigentlich in Bühlecingepfarrt ist, und deshalb noch keine eigene Kirche hat,da die einzige Kirche Nörtens im Besitz der Katholiken ist.Nachmittags ist an jedem Sonntage Katechese mit derJugend, welche der Lehrer in Nörten hält und woran auchdie Waisenkinder Theil nehmen.
Die übrigen Räume des Waisenhauses enthalten imuntern Stockwerk rechts die geräumige Wohnstube für dieWaiseneltern und die Kinder. Der in dieser Stube sichöffnende Gang führt zu den Schlafkammern der Waisen-cltern und der Knaben. Die Küche nebst Speisekammerbefinden sich neben der Wohnstube in der nach hintenliegenden Seite des Hauses, und unter denselben der Keller.Zum obern Stockwerk führt eine eichene Treppe. Dasselbeenthält noch eine kleine Stube für die Waisencltern, die,weil Sonntags die Pastoren darinnen verweilen, den NamenPastorenstnbe führt. Hinter derselben ist die Krankenstube.Außerdem befinden sich im obern Stockwerk die Schlaf-kammer der Mädchen und 4 Borrathskammern. Die Bödendes Hanfes sind geräumig groß und mit Gips ausgegossen,der obere gedielt. Durch die imJahre 1868 geschehcneNmlegnngder Dachziegeln sind in der hintern Dachseite eiserne Dach-fenster eingelegt, wodurch dasselbe nicht nur an Dichtigkeitgewonnen, sondern auch eine bessere Ansicht erhalten hat.