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2 (1893) Vom Jahre 1867-1878
Entstehung
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Freundesherz uns entgegcnschlug; wenn ich mich imGeist setze auf mein Sonntagsplätzchen in dir, dukleines, einfaches, altes Kirchlein, wo meine Seeleso oft gestillt wurde mit dem Worte des Lebens;wenn mein Herz weilet in stillen Stunden an eurenGräbern, ihr heimgegangeneu Lieben, die ihr dortruhet bis zum großen Auferstehungsmorgen desletzten Tages; wenn ich noch manchmal gern weilenmöchte unter euch, ihr lieben Freunde und Kollegenin Kirche und Schule in euren Sitzungen und Con-ferenzen; wenn ein Brieflein von euch, ihr liebenVerwandten, in mir den Wunsch erregt, die so großeEntfernung mochte verkürzt sein, um euch doch dannund wann einmal zu sehen und zu sprechen: danngeht ein wehmüthiges Gefühl durch mein Herz, ver-bunden mit der süßen Hoffnung:

Einst kommt die Zeit, die ewig uns vereint;

Wo keine Trennung ist, da hier das Auge weint;Wo wir uns unverwandt, ihr Lieben, werden sehn,Wenn wir nur unverrnckt im Glauben fest hier steh».

Und so sei denn unser ferneres Leben dem HErrnbesohlen für Zeit und Ewigkeit.

Nörten, am Tage St. Johannis des Täufers 1868.

Th. Eckart.