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Gross von Trockau.
S. Schöppner, Bairisches Sagenbuch. Bd. II. S. 159, nach Hoffmann, Annal.
Bamberg, p. 61.
Als die Wenden unter Konrad dem Salierin Sachsen einfielen, sendete dieser den GrafenGünther von Schlüsselberg mit einem grossenHeere gegen sie. Als sich aber bald daraufbeide Theile einander gegenüberstanden, trataus dem Heere der Wenden ein grosserKrieger hervor und forderte den Grafenvon Schlüsselberg zum Kampfe heraus. Nach-dem dieser es angenommen hatte, suchte jener den Grafen durch Listaus dem Sattel zu heben, allein dieser sah sich vor und es gelangihm seinen Gegner durch einen tüchtigen Lanzenstoss vom Pferdezu stürzen. Hierauf stieg er vom Rosse und fing den Zweikampfzu Fuss an. Der Wende aber erhielt bald einen gefährlichen Sticliin den Unterleib und stürzte zu Boden, bat auch den Grafen, ihmdas Leben zu schenken, er wolle sich taufen lassen. Der Grafhob hierauf denselben auf und liess ihn in sein Zelt bringen undheilen. Dann wurde er in eine Kirche geführt und unter demNamen Günther getauft. Hierauf nahm ihn der Graf Günther vonSchlüsselberg mit nach Unterfranken und gab ihm jährlich hundertGoldgulden zu seinem Unterhalte. König Heinrich III., KonradsNachfolger, aber gab ihm folgendes adelige Wappen. Als er gegenden Grafen von Schlüsselberg in den Zweikampf gegangen war,hatte er auf seinem Kopfe einen Helm mit Reiherfedern verziertgetragen und am Arme einen blauen Schild, daher gab ihm derKaiser einen Schild, der mit Weiss und Blau in die Länge ge-theilt war, darauf setzte er ihm einen offenen Helm und daraufzwei Büffelhörner, von denen das eine weiss, das andere blau war,jedes Horn von aussen mit vier Reiherfedern besteckt. Die weisseFarbe sollte das neu angenommene Christenthum, die blaue dasvorige Heidenthum und die Hörner und Federn seine Tapferkeitanzeigen. Nachmals hat sich dieser Ritter, der Urahnherr derGross von Trockau, auch im Kampfe gegen die Sarazenen her-