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abwesend gewesen war, als todt. Da begab es sicli, dass einst einalter Pilger an das Thor des Schlosses kam und Einlass begehrte.Es war der todtgeglaubte Schlossherr, allein Niemand erkannte ihnwieder, weder Gemahlin noch Kinder noch Dienstleute, nur ein alterHund wedelte ihm entgegen und bezeigte seine Freude über seineRückkehr. Dadurch ward man aufmerksam. Er gab sich zu erkennen,erzählte seine Schicksale und weil er lange in Gefangenschaft undbitterer Noth gelebt, nahm er für sich und seine Nachkommenden Namen Nothaft an, das Bild des treuen Hundes aber setzte erals Helmzierde auf sein Wappen.
Oesterreich.
S. Fi v. H., Die Bnrgvesten der österr. Monarchie. Wien, 1839. Bd. I. S. 51.
Im Herzschilde des österreichischen Wappens erblickt maneinen silbernen Streifen im rothen Felde. Dieses Zeichen soll füralle Zeiten an die Tapferkeit des Herzogs von Oesterreich, Leo-polds des Tugendhaften von Babenberg, erinnern, der in einemTreffen gegen Sultan Saladin (1190) im gelobten Lande mit solchwildem Muthe sich durch das dichteste Gedränge der Ungläubigendurchschlug, dass sein ganzer weisser Waffenrock, bis auf denTheil, den um die Hüften das Wehrgelienge bedeckte, blutig ge-färbt war. Dies ist der Ursprung der Farben und des Wappen-schildes von Oesterreich.
Oertzen, von.
Poetisch behandelt von Hesekiel, Wappensagen. S. 205.
Das Oertzensche Wappen zeigt im rothenSchilde zwei in Silber geharnischte Arme,welche einen Ring halten. Der Urabnherrdieses Hauses soll dieses Wappen vom Kaisererhalten haben zum Andenken, dass er alsder einzige aller seiner Ritter nach einerneuntägigen Schlacht am Leben gebliebenwar. Weil er ganz in Erz gepanzert ge-wesen war und wie Erz den Feinden widerstanden hatte, gab ihmder Kaiser den Beinamen: Erzen oder Oertzen.