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Geschlechts-, Namen- und Wappensagen des Adels deutscher Nation
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wärts von ihm war eine Felsenhöhle, wohin er sich in der Nachtzurückzog. Albrecht von Trautenberg nahm sich nun vor, demDrachen ein haldiges Ende zu bereiten. Man legte dem UngeheuerSchlingen aus dicken Seilen und hielt Reisig mit trockenem Holzin Bereitschaft. Zuerst warf man dem Scheusal ein Paar Kälberhin, das eine frass es sogleich, aber nicht lange, so war es mitHals, Füssen und dem Schweif in die Schlingen gerathen, die esjeder weiteren Bewegung beraubten. Dann trug man Reisig undHolz herzu, zündete es an und der Drache erstickte im Rauche.Der Ritter Hess ihn ausweiden, mit trockenem Moos und Baum-flechten ausstopfen und in dem Thurme zu Trautenberg aufhängen.Nicht lange darauf versammelte Herzog Ulrich alle mährischenLehnsleute nach Brünn, Ritter Albrecht als Burggraf der Trauten-berger Bürgerschaft beschloss, seinen ausgedörrten Drachen mit-zunehmen und ihn dem Herzog zu verehren. Dieser nahm dieGabe wohlgefällig auf und liess den Lindwurm mittels dreierKetten am Thore des Rathhauses aufhängen. Seit jener Zeitführen die Trautenberge alle den Drachen als Wappen, auf Kleinodwie in Siegeln.

Trautson von Falkenstein.

S. Sinapius. II. S. 262.

Dieses Geschlecht stammt von den edelnHerren von Matray in Tirol (um 1100) abund hat sich in zwei Linien getheilt, dereneine sich von Matray genannt hat, währenddie andere aber den Namen Trautson erhielt,nachdem Peter Herr von Matray bei seinemLandesherrn, dem er Anfangs als Edelknabediente, sich so beliebt gemacht hatte, dassihm derselbe deu Namen eines vertrautenSohnes oder Trautsohnes beilegte.