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Geschlechts-, Namen- und Wappensagen des Adels deutscher Nation
Entstehung
Seite
89
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Güter an der Donau und Heiligenkreuzthal gegeben worden, sowiean der Alb; dort bat auch eine Burg gelegen, wo seine Nach-kommen gewohnt und sich Grafen von Landau genannt haben.Nachher sind sie aber verarmt, ihre Güter an das Kloster Heilig-kreuzthal gekommen und aus der Burg Landau ist ein Meierhofgeworden.

Larisch, von.

S. Sinapius. II. S. 363; nach Okolski. T. II. p. 41. n. Paprocki. F. 440.

Dieses alte angeblich aus Irland nach Polen übergegangeneRittergeschlecht führt im rothen Schilde zwei gegen einander ge-kehrte eisenfarbene krumme Messer oder nach Andern Pflugeisenmit goldenen Heften oder Griffen, zwischen denen sich eine gol-dene Säule befindet. Als Ursache wird folgende Begebenheit ge-nannt. Als .der Böhmenherzog Jaromir wegen der Verfolgungseines Bruders Herzog Wradislaw sich zum König Boleslas nachPolen flüchten musste und dieser zu seiner Wiedereinsetzung 1062einen Zug nach Böhmen unternahm, ist dem König auf demMarsche ein entschlossener Mann begegnet, Namens Laryssa, derzwei Pflugeisen bei sich hatte, die er beim Schmied schärfenlassen wollte. Dieser hat dem König Sieg und Glück prophezeit,worauf der König ihn mit sich nahm. Jener wagte sich nun desNachts auf der Erde hinkriechend bis ans Lager der Feinde, fanddie Wachen schlafend, und trieb ihnen die Pferde weg, also dassdie Feinde überfallen und geschlagen wurden, worauf dieser La-ryssa diese Bilder in sein Wappen erhielt.

Nach einer anderen Sage hätte der Herzog Piast I. seinerStammlinie von väterlicher Seite die besagten zwei Messer, welchedie Familie Kroje in Polen im Wappen führt, verdankt und seinerGemahlin Bzepissa und deren mütterlichem Hause die zwei Pflug-scharen ins Wappen gegeben, auch diesem letztgedachten Stamm denNamen seiner Schwiegermutter Larissa beigelegt, weil die Vorfahrenbeider arme Leute gewesen, welche Acker und Gärten angelegt, Bäumebeschnitten etc. Andere erzählen aber, die Gemahlin Piast's undihre Familie hätten deswegen die zwei Pflugeisen angenommen, weil