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Die Geschichte des gräflich Aldenburg-Bentinck'schen Erbfolgestreites in einem Umrisse ...
Entstehung
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Interesse also auch das ihrige war. Ein Schwager jenes Herrn,gleichfalls Advokat, war Gräflicher Hofrath und Bevollmächtig-ter bei den Verhandlungen über das Berliner Abkommen. DessenBruder, Amtmann zu Varel, wurde später Seele und Leiteraller gegen die rechtmäßige Familie zugleich auch im Beamten-und Gläubigerinteresse unternommenen Schritte. Ein andererSchwager kam als Kammerrath in die Gräfliche Finanzverwal-tung, und ein vierter als Landrichter an die Spitze des Vareler Land-gerichts. Herr Bruder zur Rechten ! Herr Schwager zur Linken!

Es konnte nicht fehlen, daß der letztregierende Graf beiallem Eigenwillen, von dieser unter einander verwandten undverschwägerten Umgebung abhängig wurde. Aus ihrem Gesichts-punkte betrachtet, mochten sich diese Herrn auch wohl vor ihremGewissen entschuldigt finden. Ihre Forderungen waren zu be-trächtlich, als daß sie nicht hätten darauf bedacht sein dürfen,für dieselben eine Sicherheit zu gewinnen. Ihr Interesse liefmit dem des Grafen, wenigstens was die Erbfolge seiner legi-timirten vorgeblichen Söhne betrifft, zusammen. In ihrem da-hin gerichteten Streben konnten sie eine Pflichterfüllung gegenihren Herrn finden. Der legitime Nachfolger stand ihnen per-sönlich fern, und wie leicht täuscht man sich über das Recht,wenn das Interesse befiehlt und eine kontroverse Jurisprudenzdazu einladet. Dennoch wird dadurch das Rechtswidrige ihresVerfahrens gegen die legitime Familie nicht geändert.

Der nächste, durch jene bald sich verrathenden Absichten ge-fährdete Agnat, war der Bruder des letztregierenden Grafen,Graf Johann Carl, Großbritannischer Generalmajor, derfür seine Rechte besorgt, dieselben schon gelegentlich des BerlinerAbkommens geltend machte, und als der Deutsche Bund diesesAbkommen garantirte, durch seine Reklamationen es dahinbrachte, daß, mit Beziehung auf dieselben, der übernommenen