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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Fre Frey

zu Ulm drei Höfe auf demGries" gelegen. Von da aus erwarbensie beträchtliche Güter u. Herrschaften, in welche sie sich, nach altemalemannischem Herkommen, stets thciltcn, und sich davon nannten.So entstanden die Linien: Alt - u. NcustcußIingcn 7, Achste t-ten 7, Althcim, Allmendingen, leben gegenwärtig in München,Aepfingen 7, Wcnncdach, mit 9 Dottern, 7> Hürbel, 7 1816,Mietingen st, Lanphcim st, Oep fingen, leben im AnS-bach'schen, Justin gen, Kling enstein 7, Steinbach s-,Wellen dingen, steht auf zwei Augen in Augsburg, Nel-lingens-, Wieland st ein, genannt Stn benrauch -f. Fernerdie Linien: Bannau in Bayern, Pfaffenhofen 7, Knöringen(Bayern), Hopferaus-, Hellsbcrg (Bayern), Hohenaschaus-(von diesen f. unten), Angelb crg s-, Ambras s-, mit dem Erb-bcgräbniß zu Kloster Stambs; Winden s- (von diesen f. unten),Löwenfcls s- (von diesen f. weiter unt.). Die v.F. waren von ihremErscheinen an als Panncrherren geachtet, haben der Kirche und demStaate manche tüchtige Männer geliefert, und besaßen im Umfangeder v. Mittnacht'schcn Karte von Württemberg in 4 Blättern112 Dörfer, Weiler, Höfe, Schlösser w. Freiherrndiplome erhieltdie Familie in verschiedenen Linien am 21. März 1586, am27. Sept. 1655, am 3. Okt. 1664.sCrnsius, schwäb. Chronik, soweit er aus einer freybcrg. Chronik schöpfte.

Stälin, württ, Gesch. Ferdinandeum, Schriften. Plcickhardt.

Stumpf, Bayern. Sattler, Gesch. v. Württemberg. Statistisch-topograph. Bureau in Stuttgart, Bcschr. der württ. Oberämter. Paulv. Stetten, Chronik von Augsburg. Vanotti, Geschichte der Grafenv. Montsort zc. Stillfricd - Rattvnitz, monum. Zollcrana. v. Stetten,Befchr. der augsbnrger Geschlechter. Reichert, Gesch. von Ulm.Hayd, Gesch. von Ulm. F. Weng, das Ries, wie es war und wiees ist. Bürgermeister, cod. dipl. cg. Kausbcuren, Stadtarchiv orig.

Arch. Urk. in München. Beschreibung des Konzils zu Konstanz.v. Thumb, Orig. Urk. Geschichte der Familie v. Gumppenbcrg.v. Martens: KgSgesch. in Württemberg. Kreisvcrein für Schwabenn. Neuburg, Schriften. Gräfl. v. prcysing'schcs Archiv zu Hohenaschau.

v. Hcfncr, Orig. Bilder ans Münchens Vorzeit. - Urkunden undArchiv zur Schweizcrgeschichte. v. Hcfner, baycr. Adel S. 35. T. 32;württ. Adel S. 7. T. 3; Erg. Bd. S. t3. Sicbmachcr I. 36. 78. 83.III. 41. V. 3tiS. VI. II. - v. H.)

2. Frcybcrg, eine anh alt. u. sächs. Familie (im Schild einStrumpf), soll angeblich aus Franken stammen, von wo aus1564 ein v. F. sich nach Anhalt begeben haben soll. Solches istaber nicht wahrscheinlich, da es in Franken nie eine Familie v. F.gegeben hat. Vielmehr scheinen diese v. F. von den Freybergerim Meißnischen abzustammen. (Zedier IX. t843, wo auch dasWappen angegeben ist. v. Ledebur I. 232. III. 254. v. H- Beck-maun's anhalt. Historie VII. 222. D. A. Müller's Nachr. von diesemGcschlechte, Mspt. in der ponikan'schen Bibliothek. Gauhc II. 23836(>. - Seifert's Gencal- adl. Eltern u. Kinder n. 163.)

3. -s Frcisbcrg, ein Mecklenburg. Geschlecht. Auch in Pom-mern soll sich diese Familie befunden haben; sie scheint erloschen zusein. UebrigenS erwähnt kein Schriftsteller dieser Familie, als Gauhe,I. 426, ohne das Wappen anzugeben, sv. Ledebur I. 232.)

4. Freybcrg. Herzog Ludwig der Bartige erzeugte mit einerv. F. einen natürlichen Sohn, Wieland, der bei ihm am Hoseblieb u. Kammermeister war. Er schrieb sich Wieland v. F., auchSchweich er, gen. v. F. sv. Lang, Gesch. Ludwig'ö des Gcbartctcn.)

5. 7 Freybcrg v. Hohenaschau, waren auch eine Linie der F. 1.,sind durch Erbhcurath um 1356 nach Bayern gekommen, wo sieHohenaschau vor'm Gebirg erwarben und bis zu ihrem Aussterbenum 1766 besaßen. Ich finde zulezt Adam Kaspar Frhrn. v. F. zuH. 1679. Diese Linie hat ihr Stammwappen in etwas verändert, das

heißt statt der Dotter drei Sterne in den Schild gesezt, daher »tan sieauch kurzweg dieF. mit den Sternen" nannte. Ihre Besitzungen u.Wappen sind an die Preysing v. H. gekommen, welche nnnmehrauch im Mannsstamme erloschen sind. Hohenaschau gehört jezt(1859) den Grafen v. Bassenheim. sO. S. Hund II. 95.)

6. s- Freybcrg ». Löiucnfcls. Eine freiberg. Kronik sagt darüber:1258, Donnerstag vor St. Georgen Tag, hat Herr Ebcrwcin v. L.,der Lezte seines Stammes, seinem Tochtcrmann Konrad v. F. seinSchild n. Helm n. Wappcnkleinod erblich übergeben. Der Brief liegtim Kloster St. Georgenim Schwarzwald." Diese F. v. L. warenin Kärnthen landständisch, haben neben ihrem freybcrg. Stamm-wappcn auch das löwcnfclS'sche in G. ein aus einem Felsen wach-sender schw. Löwe, der einen Ast hält geführt, und sind 1636 imMannsstamme F. sO. S.)

7. Freybcrg u. Winde» oder Winnenden, waren auch des Wappensund Stammes, wie F. 1., haben aber auch das durch Erbhenrathmit der Lezten v. Winnenden in Oestcrrei ch erworbene Wappendieses Geschlechts getheilt, unten drei Winde übereinander zumihrigen genommen und auch ganz allein geführt. sO. S.)

1. Frcybcrgcr, ein adlichcs Geschlecht, welches ehemals umMeißen n. in Freybcrg gesessen und verschiedene Güter besaß.Um 1726 blühte solches im sächs. Kurkreise, wie auch in derMark. Es ist wahrscheinlich, daß auS diesem Gcschlechte die v. F.in Anhalt, Sachsen u. Preußen abstammen. (Zedier IX. 1858.Knauth, prodr. Misn. p. 566. v. Zedlitz. Gauhe II. 238.)

2. 7 Frcybcrgcr v. Gcißcnhouscn (im Schild ein Handkorb), ur-sprünglich bayer. Geschlecht, das nach NiederÖsterreich sichwendete n. daselbst 1589 abgegangen ist. (Wisgrill III. 36. v. H.)Noch 1517 siegelt Sigmund F. zu G. in Bayern.

sOberbaycr. Archiv VIII. 72.)

1. Frcyburg. Zu Löwenbcrg in Schlesien starb 1832 eink. preuß. Oberstlieut. Kristian Friedrich v. F.; zwei andere v.F.stehen im nämlichen Heere, sv. Ledebur I. 232. III. 254, wo dasWappen angegeben ist.)

2. Frcyburg, ein anderes Geschlecht mit anderem Wappen.

sv. Ledebur III. 254.)

3. 7 Freyburg, schwäb. 7 Geschlecht, saßen auch zu Mem-mingcn im Patriziate, haben sichzur Cappel" beigenannt u.einen Sparren mit einer Lilie besteckt im Schild geführt.

sO. S. Siebmacher V. 268. v. Zedlitz.)

4. 7 Frcyburg, Dinastengrafengeschlccht, deren Stammsiz Frei-burg im Breisgau war. Ucber die Geschichte dieses Geschlechts findensich zahlreiche Urkunden bei Mone I IX.

Frcqdmig. Franz Xaver F. wurde im I. 1777 mit Edler von ge-adelt. sM. v. M., Erg- 289. v. H.)

Frcydcucgg v. Monccli. Dem Jakob F. wurde im I. 1732 dieBewilligung zur Annahme des v. m oncell'schen Namens zu Theil.

(M. v. M., Erg. 283. v. H.) Vgl. oben Fray dt cnnegg-

Frcybciiftld , s. Böhm, Dietrich, Koschin.

Freybhoffcr u. Steinbruck. Der FcldkricgSkommissär und dessenBrüder Franz Josef und Anton F. wurden im I. 1746 mit Edlev. S. in den Ritterstand erhoben. (M. v. M., Erg. 141. v. H.)

Frcydors. Der Großhcrzog von Baden legte im I. 1866dem in ungleicher Ehe erzeugten Sohne des Markgrafen Kristofvon Baden und der Katharina Für (vermählt 1779), Karl Wil-helm, die Adelswürde und den Namen v. F. bei.

(Cast, Adclsbnch von Baden.)