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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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C;o Dach

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dieselbe Stelle 1723. Ob das Geschlecht noch blüht, möchte zu be-zweifeln sein, da weder v. Zedlitz noch v. Ledebur desselben gedenken.

(Sinap l. 324. II. 573. v. Mcding II. n. 162. SiebmacherI. 57. Spencr, theor. insign. p. 286. Zedier VI. >385. v. H.)

Czororowski, s. Szochorowski.

Czudnochowski , Michael Cölestin, Hofgcrichtörath, erhielt1786 Adclserneuernng u. Bestätigung als Biegen v. Czudnoch;auch seinen Nachkommen und anderen Mitgliedern dieser preuß. Fa-milie wurden 1866 am 29. Sept., u. 1821 am 17. März dem preuß.Lieutenant Samuel Friedrich Biegen Adclserncncrungsdiplome zuTheil. so. Zedlitz. v. Ledeb. I. 155. III. 232- Preuß. Wppb. III- 2-1

7 C)»»genbcrg , Zungenbcrg. Den Kommandanten von Ofen,einen Türken, nahm der Herzog Kasimir von Bayern mit seinemSohne 1686 gefangen und brachte sie mit nach Wien, wo er Beidetaufen ließ und ihnen den Namen C. gab. Der Sohn wurde kaiscrl.F. M. L. und sezte den Kaiser zum Erben seines Vermögens von369,666 sl. ein, da er ohne Erben starb. Im I. 1734 war er in denFreihcrrnstand erhoben worden. (Zedier VII. 786. Gauhe II. 155-1

llhvik. Vincenz v. C. befand sich 1857 unter den unangestclltcnk. k. öste r r. Obersten. Die Familie mag wol dem unga r. Adel an-gehören.

Czuialinna, Zwalinnen, ein in Ostpreußen auf Zwalin neubegütertes Geschlecht. Wappen? fv. Ledebur III. 232.)

An Dagiio, italienisch. Marquis Karl da B- befand sich1835 unter den kais. österr. Kämmerern.

Dabclow. Der Staatsrath zu Kothen, Dr. Kristof Kristian D.,wurde 1311 vom Herzog Kristian August von Anhalt - Köthen in denAdel- u. Freiherrnstand erhoben mit der Beschränkung ans das Rechtder Erstgeburt für seine Nachkommen. Diese Standeserhöhung wurde1831 ohne Beschränkung vom Herzoge Heinrich von Anhalt - Köthenden Nachkommen bestätigt. Angeblich soll dessen Vater schon 1778vom Kaiser geadelt worden, diese Vergünstigung aber nicht benüztworden sein. (E. S. v. Hefner, anhalt. Adel.)

Dalum», Donbowa, Donbrowa, schlcs. Geschlecht; dessenWappen beschreibt Sinap II. 579.

Dabrowsbi , gaI i zisch. Michael v. D. war 1835 kais. öfter r.Landrath zu Stanislaw ow, und Alexander v. D. 1857 österr.Lieutenant im 36. Inf. Reg.

Dabsky. Heinrich Ritter v. D. war 1857 Kadet im 2. österr.Inf. Reg.

1. st Dachau, Stammgcnosscn der Wittelsbach er. Die BurgD. nicht weit von München an der Amper. Arnoldus und Conradcomites deD. 1136. Gedachter Konrad hat von Kaiser Friedrich dasHerzogthum Dalmatien als Lehen erhalten, daher er sich auch durschrieb. CuonraduS dur de Dachowe testis in einem Brief Pfalz-graf Hugo's von Tübingen 1181. Er war der Lezte seines Stam-mes und ist 1182 gestorben. Seine Gemahlin Uchthild verkaufte dieGrafschaft an die WittclSbacher. Bei Hund, 1.43, steht, derlezte Graf v. D. sei 1175 gestorben. Im oberbaycr. Archiv, VI. 56,wird sogar angeführt, dieser Konrad sei 1159 gestorben, also in denAngaben ein Unterschied von 23 Jahren (!). In den M.B., IV. 78 ff.,kommt der Herzog Berthold von Dalmatien, Markgraf v. Jstrien,welchem das elftere Herzogthum (nach Konrad'S v. D. Tod) verliehenworden, von 1195 an häufig vor. Im Register steht dieser Bertholdsub voce Dachau. (Mone 1. 105. M.B. X. 234 ff.)

2. st Dachau, auch Dachauer. (Ter Schild vou S. und R. miteiner Scharte getheilt.) Ihr Name von Dachau bei München, warenein Dicnstmannengcschlecht der Grafen v. Dachau; haben später auchLauterbach in dortiger Gegend besessen und sich davon geschrieben.Fridericus de Dachowc et Hcinricus filius ejus stehen ad 1144 imscheierer Traditionsbuche. Cuonradns de D. um 1156 in tegcrn-seer Briefen n. s. w. Konrad v. D. zu L., der Lezte seines Ge-schlechts, ist 1439 gestorben und zu Fürsten seid begraben. DurchHcurath einer seiner Töchter, Martha'ö, kam L. und das dachauerWappen an die Hundt.

(Hund I. töl ff. - M. B. VI. IM. X. 338 ff.)

st Dachauer. Des Namens finde ich ein altbaycr. Geschlecht,hat ein anderes Wappen, als die v. Dachau (2.), aber doch vielleichtgleiche Heimath. Der Schild gespalten silb., blau mit zwei Hirsch-stangen in verwechselten Farben. fO. S.)

Dachcnhaufcil, Tachenhausen, ein schwäb. Adclsgeschlccht, wel-ches sich auch in Hannover findet, wohin es sich gewendet hat.

(Wappcnb. des kostnitzer Konzils. Siebmacher I. I II). v. MedingIII. l l3. o. d. Knesebeck. Grote. v. Hcfner, sächs. Adel S. 24.)Vergl. auch Dachhausen.

st Dachcnjtein, gen. Truchstß, altbaherisch; Schild getheilt,oben mit Spizen gespalten, unten leer. fO. S.)

Dachcröbcn, Dachröden, thüring. Geschlecht, dessen Stamm-haus gleichen Namens an der Unstrut, eine Meile von Mühl-hausen, gelegen. (König I. 16484. v. Ilcchtritz, Geschl. Erz. I.Taf. 9l. Sicbmacher I. 149. v. Mcding I. 158. v. Hcfner, sächs.Adel S. 24. T. 25; mccklcnb. Adel S. 7; Erg. Bd. S. 30. - Gauhe l. 297. v. Schvnberg IV. f. 749. V .Zedlitz. Zedlcr VII. 10. GriesingerS. 1369.)

Dachhaustii, Hanns Georg, kaiserl. Gcncralstabsqnarticrmeistcr,wurde 1651 geadelt. fE. S.) Vielleicht mit Dachenhauseneinerlei.

st Dachpcckh, ein ursprünglich österr., in den ersteren Jahrendes 16. Jahrh. erloschenes Nittergeschlecht.

(Wisgrill II. 183-85. - v. H.)

1. st Dachs, altbaycrisch. Fridericus DahS um 1256 inBriefen des Klosters Geisenfeld als Zeuge neben Anderen vonAdel. fM. B. XIV. 258.)

2. st Dachs (im Schild ein Dachs), eines der ältesten Nathsge-schlechter von Augsburg. Heinrich D. 1242. Sie haben sich späterunter die Zünfte begeben und sind mit Heinrich D. um 1536 st.

(v. Stetten, augsburger Geschlechter S. 50. T. II.)

3. st Dachs, Dar Polsnitz gcnaunt, sch lesisch es Geschlecht.(Spener, theor. insign. p. 246. Sicbmacher II. 50. n. 2. v. MedingIII. 146.) Das Geschlecht ist um 1766 erloschen.

st Dachsaucr (ein halber Dachs alias Dachshund an einer Kette),altbayer. Uradel. Wolf der D. Richter zu Landau a. d. Isar1565. fO.S. Hund III. 270.)

1. st Dachslnich , ein erloschenes Geschlecht im fränkischen KantonSteiger Wald. (Biedermann, Steigerwald Tab. 196.)

2. st Dachsbach, ein voigtländ. Geschlecht. fSiebm. V. 86.)

1. st Dnchsbcrg, ein altbaycr. Geschlecht, von dem nachfolgen-den verschieden, führte einen geschachtcn Pfahl im Schild. Es sinddie häufig in Urkunden der M. B. vorkommenden D. beider Familiennicht leicht auseinander zu theilen, da die Siegclangabc fehlt. Uebri-gens ist anderwcits sicher, daß die Dachsberg 2. nach Absterbendieser D. 1. deren Wappen zu dem ihrigen angenommen haben.

(O. S. v- Hefncr, st bayer. Adel.)