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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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347
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Ediktes von Nantes nach der Pfalz. Des ersten Auswanderers4 Söhne wendeten sich nach Hannover, Polen, Sachsen nndRußland. Derjenige, welcher nach Polen sich begab, wurde Ge-sandter in Petersburg. Joh. Hermann, welcher nach Nußlandgegangen war, diente Peter dem Großen. Er wurde von KaiserKarl VII. in den Neichsgrafenstand erhoben, mischte sich in die Peters-burger Hofbcgebenheitcu und starb nach Erduldung vieler Wider-wärtigkeiten im I. 1767 ohne Kinder. Der nach Hannover ge-kommene Sohn trat in preuß. Dienste als Oberstlicutcnant über.Sein Sohn August Wilh., geb. am 26. Aug. 1738, wurde der be-rühmte preuß. General v. l'Esto cquc, welchem gest. am 5. Jan.1815 im 1.1856 ein Denkmal gesetzt wurde. Er hinterließ 3 Söhne.

lJllust. Zeit. v. 1856. R. T. A. R. - v. Zedlitz. Dipl. Jahrb.f. d. preuß. Staat l841. Abth. 2. S. 79. v. Ledebur I. 209. III. 249.

Dorst, schlcs. Wappenb. n. 202.1

1. Estorsf, Estorp (schräggelegt eine Lilie), ein adl. braun -schweig. Geschlecht. Die Familie erscheint schon 1239, 1247, 1251.(v. d. Knesebeck. v. Zedlitz. Schmidt, Beitr. zur Gesch. des Adels.

Grote, hannövr. Wappeub. G. 8. v. Ledebur I. 209.) Ein v. E.besizt zur Zeit Schloß Jägers bürg, Oberfranken.

sJ. Burmcistcri Genealogia familia Estorfior. Hamburg! 1616.Pfeffinger I. 463 ff. Siebmacherl. 184. Köhler's Abt), von SchiffS. 24. Tab. I. N. 5. v. Meding I. 220. II. 725. Gauhc I. 388.)

2. st Estorsf. Die b r c m e n'schen Estorffod. Esdorpe stehenmit vorstehenden in gar keiner Verbindung und sind wahrscheinlich im18. Jahrh. erloschen. Sic führten auch ein anderes Wappen als die

braunschweig. Estorff. sMußhard 229. - M. v. M., Erg. 3.

p. Krahne I. 284 u. f. v. Meding l. 221. Gauhe I. 383.

v. H.)

ch Ehtcben. (Im Schild ein Kessel mit Handhabe.) S. B. v. E.Oberstwachtmeister zu Idstein 1686. Sie waren 1681 auch mainz.Lehcnslcutc. (O. S. Vogl, Top. 253.)

ch Ehler, ein adliches nürnberger Geschlecht. Gramlieb E.1226. Konrad E. Schultheiß 1314. Im I. 1348 sind die E. mitden Kattens) eckhen n. Geuschmidten,weil sie an den Er-barn (dem Rath) treulos geworden nnd es mit dem Pöbel gehalten",aus der Stadt verbannt worden. Um 1396 sind sie gänzlich ch.sO. S.) Ihr Schild: Ein schwarzer Esel, schreitend in Silber.

1. ch Ehlingen, schwäb. Adel. Schild gespalten von Blau u.Silber. sO. S.)

2. ch Ehlingen, schlesische Familie, wahrscheinlich erloschen,sv. Zedlitz. Zcdler VIII. 1962- v. Ledebur I. 203.) Führte imSchild eine Schildkröte. Vcrgl. oben Aißlingcr.

(Sinap II. 614. Gauhe II. 262. Siebmacher I. 51. v. H.)Ehlingcr n. Ehlingen. Der österr. Artilleriehanptmann JakobE. wurde 1853 mit v. Eßlingen geadelt.fA. A. Zeit. v. 1853. ^ Ocsterr. Milit. Schein, v. 1853-i

ch Ehmeijlcr, ein nieder österr. Geschlecht, das zwischen 1473

1513 vorkommt, sv. H. - Wisgrill II. 432.)

ch Ehwurm, altbayer. Adel. Stammw.: Im Schild ein Lind-wurm, später mit ch Ottenhofen vermehrt. Friedrich E. Unter-richter zu München 1563. Junker Onosfrius E. war 1665 Stadt-fändrich zu M ünche n. sO. S.)

Ettlingen, s. Etlinger.

Ethelcn, kommen unter den adlichen Dienstmanncn des StiftsPaderborn im 12. Jahrh. vor. sFalke, trad- corb. p. 232.)

Etlingcn, Ethlingcn, Octtlingcn, Edelleute, denen das Dorf,nachhinge Reichsstadt dieses Namens gehörte, welche der Kaiser

Ett Z47

Friedrich II. 1234 nebst Durlach dem Markgrafen von Badenschenkte. (Bürgermeister, de ord. seq. p. 493. Zcdler VIII. 2039.)

1. ch Etlingcr, altbayer. Adel, waren Küchenmeister desKlosters Roth 1361; führten in Gold einen halben blauen Bock.Ihr Stammhaus Etlingcn, Niedcrbayern, Landau an der Isar.Wahrscheinlich gehören zu diesem Geschlecht Gotfrit de E., Geb-hart und Heinrich, welche bereits 11561166 urkundlich vorkommen.

(O. S. - Hund III. 302. - M. B. II. 302. 303. III. 446.)

2. ch Echinger, ein anderes altbayer. Geschlecht, führten denSchild mehrmals schräggethcilt von Silber und Roth. sO. S.)

3. ch Echinger zu Hemhof und Zautburg, waren nordgau'scherAdel. Georg E. zu H. u. S. 1574. Diese führen im Schild einLindenblatt mit Stiel. (O. S. Hund III. 302.)

Ctfchfcld, s. Brandhub er.

ch Cttciilicrg. Rudolfus filius quondam Burcardi militis deEttenberch 1288 und 1298 in salcm'schcn Briefen.sMone III. 237. 484.)

Ettenberg, s. Biermann.

ch Ettendorf, elsäss. Uradel. Das Stammhaus bei Elsaß-Zabern. Boemunt von Stendorf, Herr zu Hohenfels, ver-pfändet sein Grundeigenthum im Elsaß an den Markgrafen vonBaden 1388. fMone II. 327.)

ch Ettcnfeldcn. Ein altbayer. Geschlecht dieses Namens kommtin den M. B. 11461366 vor.

Ettenhordt- Die Gebrüder v. E. in kais. Civil- und Militär-diensten erhielten 1641 Adelöbestätigung. fR. T. A. N.)

ch Ettcnhort, ein tirol. Geschlecht, das aus dem Bürgcrstandin Bozen stammt. Sie sind 1646 in Tirol landständisch ge-worden. Ihr Schild: Schräggethcilt von Blau und Silber.sO- S. v. Mayerhofen, Mss.)

ch Ettcuhoscn. Das Stammhaus E. im Gericht Starnberg.Die de Etcnhovcn kommen 11361298 urkundlich vor in M.B.IV. 29. X. 266.

Ettcnrcich, Georg, Bürger zu Wien, Retter des Kaisers FranzJosef von Oesterreich, wurde im Mai 1853 in den rittermäßigenAdelsstand erhoben und erhielt zum Wappen einen geviertctenSchild, dessen 1. u. 4. Feld den kaiserl. Reichsadler zeigt, das 2.u. 3. eine Bürgerkrone und zwei verschlungene Hände, als Sinnbilddes landesherrlichen Wahlspruchs. S. auch Neumann.

Ettcnrcicher v. Ettcnrcich. Der Tuchhändler Heinrich E. wurdeim I. 1755 mit v. Ettcnrcich geadelt. fM. v. M. 179. v. H.)

ch Ettenstat, kommen unter den bayer. Adelsgeschlechtern vom12. bis 14. Jahrh. vor. (Ried, cod. dipl. Ratisb. p. 188. 903. 990.)

ch Etterschlag (das Stammhaus bei Inning am Ammcrsee),soll ursprünglich Ettesloh geheißen haben. Otto v. Ettisloh 1315.(Oberb. Aich. VIII. 214. - M. B. IX. 128.)

ch Ettenhausen, war ein Geschlecht, dessen Stammhaus gleichenNamens im Nordgau. fv. Neisach 172.)

Ettinghausen. Der Generalfeldwachtmeister Konstantin E. wurdeim I. 1812 geadelt. sM. v. M., Erg. 279.) A. v. Ettingshau-sen, österr. Negierungsrath und Professor an der Universität zuWien, wurde 1857 in den Rittcrstand erhoben.

(A. A. Zeit. v. l857. v. H.)

Ettinhauscn, s. Brunnen.

Cttmannsdors, eine alte adl. Familie in Meißen, die wahr-scheinlich abgegangen ist. (Gauhe II. 262. v. H.)

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