Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
310
Einzelbild herunterladen
 

310

Ebers Eberst

vielleicht die Stammväter der Eber SP ecken (s. d.), um so mehr,als M. B. IX. tab. 6. (auch Siebmacher I. 92) daS Wappen wiedas eberspcck'sche aufgeführt wird.

3. h Ebcrsdoch, Truchfeß von. Das Stammhaus im Saulgau.Im Todtcubuche des Klosters Weißenau wird gedacht: DomineUrsule de AberSpach uroris legitime domini Johannis dapiferimilitiö, per tunc Advocati imperii per tcrram superioris Swevie etduorum filiorum ejus seil. Johannis et Udalrici. (Mone VIII. 318.)

1. 1 Edersberg, bayer. Dinastcngrafcn, deren Stammhausspäter Kloster E. bei Wasserburg. Als Wappen wird ihnenein schreitender Eber auf einem Dreiberg gegeben, wenigstens hat'sdas Kloster so geführt. Es sind nur wenige Sprossen dieses Ge-schlechts bekannt. Eberhart 1998. Adalbert znlezt noch 1948. AuchHund hält diesen A. für den Leztcu. (O. S- M.B. VI. ig.VII. 15 ff. Hund I. 138 ff.)

2. 1 Edersberg. Waren sehr wahrscheinlich Ministerialen derGrafen v. Edersberg u. Sempt in Oberbahcru. Sie kom-men in scheftlarn'schcn Urkunden von 1149 bis 1259 unter denadlicheu Zeugen vor. Insbesondere bcmcrkcnswerth scheint mir dereine (um 1295) vorkommendeOulricuö filius preconis Dietmar!de Eberöperch"., Diese E. führten einen aufspringenden Eberim Schild. (O. S. - M. B. VI. 93. VIII. 450 ff.)

3. s- Edersberg, schwäb. Adel, dessen Stammhaus im jezigcnwürttcmb. O. A. Tcttnang war. Rudi dc E. et Petrus mileö d eEberSpcrg um 1299. Das Geschlecht ist 1415-j-. Von der Burg,welche zulezt an Württemberg kam, sind kaum noch die Ruinensichtbar. (Griesinger S- 226. Mone VIII. 318 sf. v. Hefner,1 schwäb. Adel S. 16. Taf. 2.)

4. 1 Edersberg, ein anderes schwäb. Geschlecht, dessen Stamm-haus im württ. O.A. Backnangbei Murrhart liegt. DerLczte dieses Stammes, Engelhard v. E., verkaufte seine Herrschaft1328 an W ürttembe r g. (Griesinger S. 275. Crusius, schwäb.Ehronik. v. Hcfner, 1 schwäb. Adel S. 19. Taf. 2.)

5. Edersberg, westfäl. Adel. Heinrich Buße v. E., Freigrafdes Stuhls zu Arnsberg 1429. In einem anderen Brief desselbenJahres kommt ebenfalls als Freigraf daselbst vor Heinrich Busemannv. Eversberg. sMoue VII. 413 ff.)

6. Edersberg, österreichisch. Im I. 1835 war August Frhr.v. E. Mitglied der medizinischen Fakultät zu Wien.

7. Edersberg, Marschall: oo». Theodor marscalcus de Ebe-harSberge, am Hofe des Landgrafen Albert von Thüringen1289. (Ilrk. Buch für Niedersachsen II. 532.)

8. Edersberg, Vogt von. Ludovicus advocatus de Eversberg,milcs, testis in einem walken rieb er Brief 1269.

(Nrk. Buch für Nicdcrsachsen II. 231.)

9. 1 Edersberg, gen. Weyers, Hess. Familie, auch in Frankenu. am Rhein. Sic wurde im I. 1734 in den Frciherrnstand erhobenund ist 1837 im Maunsstamme ch. (O. S. Biedermann, Rhön. u.Wcrra 142 ff. Salvcr 219 ff. v. Hattstein III. 152 ff. Neuesgen. Hdb. 1777. S. 54 ff. Schannat, fnld. Lehnhof 75. SiebmacherI. 193. v. Mcding I. 198. 199. v. Lang, Suppl. 93. v. H.)

Edcrschlngcr v. Hoslcgg. Jakob E. wurde 1651 mit v. H. in denAdelstand erhoben. (R- T. A. R. v. Hcfner, tiroler Adel S. 4;Erg. Bd. S. 22. Taf. 9.

1. f Edcrsdors, altbayerisch; führten im Schild eine Rose.

(O. S.)

2. 1 Edcrsdors, ein Dorf Gerichts Mooöburg in Bayern,

hat vor Zeiten seinen eigenen Adel gehabt, wie dann Ebran v. E.1249, dann Kalhoch u. Nciubert 1288 urkundlich erscheinen. Sieführten ein Einhorn im Schild. (O- S- M. B. III. 146. V. 176 ff.)

Edcrsdors, s. auch Eberstorf.

-s Ebcrspcck, altbaycr. Uradel (im Schild ein halber Eber),sollen auch in Oesterreich ob der Enns geblüht haben. Friedrich1489. Jobst 1485. Sind um 1539 h.

(O. S. - Hund III. 281. - M. B. IV. 449. V. 288.)

ch Edcrspcmit, bayer. Uradel, der 11391291 in Urkundenvorkommt. (M. B. I. III ss.) Des Namens ist ein Ort bei Frei-sing, wird wol das Stammhaus gewesen sein.

Ebcrstndt, s. Janus.

1. s- Clmstall , Dorf und Hofmark bei Rottcnburg, Nieder-baycrn, hat vor Zeiten seinen eigenen Adel gehabt. Die Spitzel v. E.haben sich auch davon geschrieben. Sie sollen eine Schlange im Schildgeführt haben. (O. S.)

2. ch Ebcrstnll, ein Dorf Gerichts Burg au, Schwaben. Da-hin gehören wol Dominus Bruno de Eberstal et frater ejusDominus Oulricus de Risinsburch (in dem Abdruck M. B.X. 462 steht fälschlich NisiuSpach), welche im scheiern'schcnDiplomatarium 1299 erscheinen. Denn Risinsburch ist wol dieReiseusburg bei Güuzburg. Ebenso wird dazu gehören: Do-minus Hainricus de E., welcher in Begleitung mehrerer Schwäbi-scher von Adel als Zeuge in einem bischöflich augöburg'schen Brieffür Steingaden 1235 erscheint. (M.B. VI. 521.)

1. 1 Eberstein, nicdcrsächs. Dinastengrafcn. Im Schild cmLöwe. Adclbertus comcs de Eversten: testis in einem walken-rieder Brief 1184. Derselbe A. comes de Evirstein im GefolgeKaiser Friedrich'«? II. 1215. Dicß Grafeugeschlccht ist 1461 in derHaupt- und 1663 in der Nebenlinie erloschen.

(Ilrk. Buch für Nicders. II. 26. 75. Acltere Quellen s. bei v. Helldach,auch v. Spilakcr, Gesch. der Grafen v. E. 1833.)

2. Edelstein. Diese v. E. waren Dienstleute od. Vögte der Grafenv. E. 1. Hcinricus de Eversten: Zeuge in einem Brief der GrafenKonrad und Otto v. E. 1224. Dieß Geschlecht blüht noch heutzutagein frhrl. Würden. (Ilrk. Buch für Nicders. II. 196. v. Hcfner, sächs.Adel u. prcuß. Adel. v. Ledebur I. 189. III. 244.)

3. 1 Eberstcin, schwäb. Diuastcngrafen. Im Schild eine Rose,später mit einem Eber gevicrtct. Otto I- , der Sohn Eberhard's III.v. E., führt in einer herrenalb'schcn Urkunde vom I. 1148 zumerstenmal«: den Titel comes. Er ist (urkundlich) im I. 1279 in: sel-tenen Alter von 199 (einhundert und neun) Jahren gestorben. DerBischof Berthold von Bamberg nennt 1284 den Kanonikus Heinrichv. E. daselbstdilcctun: avuuculum suunV. Graf Kasimir v. E., derLezte seines Stammes, ist am 22. Dez. 1669 )-, worauf die Graf-schaft an Baden fiel. (Mone I. 96 ff. M. B. V. 175. v. Hefncr,deutscher Bund unter Baden. Acltere Quellen bei v. Hellbach.Diese drei Geschlechter (E- 1.-3.) sind von früheren Forschern weidlichdurcheinandergeworfen worden.)

Elmstein, s. Firn Hab er.

7 Eimstorf. Dieses sehr alte, von den clsasser Grafenv. Thier stein abstammende Geschlecht, das Namen und Wappenvon diesem Hause angenommen hatte, blühte fünf Jahrhundertehindurch in Oesterreich als eines der ansehnlichsten Herrenstands-Geschlcchter u. starb 1556 aus. Es besaß solches das Erbkämmerer-Amt in Oesterreich, und hatte noch 1553 mit kais. Genehmigungden Namen der Grafen v. Thier st ein wieder angenommen.