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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Düre Dürr

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1. -j- Düren, ein im Nitterkcmtcn Rhön u. Werra begütertgewesenes, aber ausgestorbenes Geschlecht.

(Biedermann, Rhön u. Werra Tab. 380 u. f. v. H.)

2. Düren. Herr Leonarb Ludwig v. D., jülich'- und berg'scherHofrath, Land- und Gerichtsschreiber zu Rav enstein 1784; Herrv. D. der Jüngere, Beigeordneter. (Kurbayer. Staatskalender.)

Düren, s. Dürn.

Dürfcld, ein in Meißen und im Magdeburgischen be-gütertes Geschlecht. Joachim D. wurde 1659 geadelt. (R. T. A. R.Zcdler VII. 1565.) Unterm 3. Juni 1718 wurde von Preußender Adel des Geschlechts anerkannt, nachdem der k. Rcgierungsrathzu Magdeburg, Johann Kristian v. D., darum nachgesucht hatte.Auch in Licfland ist die Familie angesessen. (Siebmacher V. 59;Suppl. I. 83.) Der Generalkriegskommissariatssekretär Jgnaz v. D.erhielt im I. 1761 die Bestätigung seines Adels.

(M. v. M., Erg. 27 l. Tyroff I. 83. v. Hefner, scichs. AdelS. 25. T. 26. v- Ledebur I- t85. lll. 242. v. H.)

st Dürggciiftldcr. Ihr Stammhaus, jezt Türkcnfeld geschrieben,im Gericht Bruck. Primus Otto de Durngvelt in schcftlar n'-schen Briefen 1159. Alius Otto 1269. Herr Chunrad der Durgcn-velder 1362 in p o llin g'schcn Briefen ist der Lezte, dem ich in Ur-kunden begegne. Nach Hund hat dieser Konrad die Beste D. 1392 andie v. Kammer verkauft und wird das Geschlecht wahrscheinlich mitihm abgegangen sein. Die D. führten im Schild zwei Strcitkolbengeschrägt, und meine ich deßhalb, daß die Aresinger v. D. dasWappen von denselben, etwa mit veränderten Farben, angenommen.

(O- S. - M. B. VIII. 305 ff. X. 134. Hund III. 279.)

Dürhcim, auch Dürhcimb, Franz, bischöflich kon stanz. Rath,wurde 1699 in den Adelstand erhoben. (E. S.)

Düringen, ein im Brcmcn'schcn u. Braunschweig'schen be-gütertes altes Geschlecht, dessen Stammhaus gleichen Namens in demKirchspiele Loch stcdean der Lue gelegen ist. (Mußhard S. 202.Siebm. 1.185. v. Meding l. 195. Ganhc I. 349. Dan. Wappb.)Sinap führt im II. Bd. S. 593 ein schles. abgestorbenes Geschlechtunter dem Namen Düring an, welches aber ein ganz verschiedenesWappen führte und so wenig mit denen v. D. in Verbindung stand,als jene Düring, deren wieder verschiedenes Wappen Sicbmachcrim V. Th. S. 63 unter dem kärnthncr n. krainer Adel aufführt.Die v. Düringen erscheinen übrigens schon 1244 und 1279 in Ur-kunden; ein Zweig hat sich auch nach Dänemark und Schwedengewendet. (v. Zedlitz. v. Hefncr, meckl. Adel S. 8. T. 5; Erg. Bd.S. 31. - Grote 27. v. Ledebur I. 186. III. 242. v. H.)

st Düriiighaustn. 1432 obiit Henricuö de Döring hu sin,cauonicus zu Erfurt. (Mone IV. 254.)

Aüringsseld. Der prenß. Husarenlientenant Schmid wurdeam 29. Sept. 1811 unter dem Namen v. D. geadelt.

(v. Zedlitz. v. Ledebur I. 186. Prcuß. Wappb. III. Igst

Düringshoft», ein uckermärk. Geschlecht. (Grundmann 21.v. Zedlitz. Lebensbeschreibung des k. prcuß. Generals v. D. auchDieringshofen in den fortges. n. gen. hisior. Nachr. Th. 168. S. 819.- Siebmacher III. 141.) Die Familie scheint auch in Oesterreichseßhaft gewesen zu sein, da Siebmacher, III. 64, ihr Wappen unterdem östcrr. Adel anführt, (v- Hcfner, waldecker Adel. v. LedeburI- 186. III. 242. - v. H.)

Dürkheim. Das Stammhaus D. a. d. Haardt, Pfalz. Nennensich auch Eckbrecht v. D. Sind zu unterscheiden von denen v. Türk-heim (s.d.). Johannes de Durenkein, miles, u. Sifriduö, gen.

Buozhamer v. D., tcstes in einem frankenthaler Brief 1257.Jakobus de D. 1331. Ulrich, gen. Chunich v. Durncheim, wirdneben zwei anderen Edelleutcn von Kaiser Ludwig IV. aller Schuldenledig gezält, die solche bei den Juden in ganz Elsaß hatten. (MoneV. 321. VII. 49. Böhmer, regest. Ludowici p. 53.) Kais. Franz I.erhob seinen Reichshofrath Karl Ludwig v. D. am 3. Sept. 1764 zumNeichsgrafen. Jezt schreiben sie sich D.-Montmartin deshalb, weilKarl aus diesem Geschlechte sich mit einer Tochter des württemb»Ministers Montmartin vermählt hatte. Der Großhcrzog vonBaden erthcilte dem Rittmeister im 2. Dragoner-Reg. v. Strauß,Eckbrechtv. D., am 22. Juli 1829 die frhrl. Würde.

(Bad. Reggsbl. von 1820. Nr. >6. Cast, Adelsbuch von Baden.Geneal. Jahrb. des deutschen Adels von 1844 u. f. Tyroff II. 4.v. Woltern I. 69. Taschenb. der gräfl. Häuser 1842 u. f. v. Hefncr,bayer. Adel S. 9. T. 3; Erg. Bd. S. 1. - Siebm. I. 123. v. Lang 21. v. Meding II. 200. III. >78. M. v. M., Erg. 13. v. H.)

st Dünnen). Das Stammhaus D. im Enzgau, Maulbronn.Ulrich v. D. (116164) Bischof zu Spcier. Heinrich deDur-mcnze 1232 in einem herrcnalb'schcn Brief. Elisabet v. Dor-ne entz st 1438, Johannes, ihr Sohn. Das Geschlecht hat bis zu

seinem Ausgang im 17. Jahrh. zu den württemb. Vasallen gehört.

(Mone II. 218. Griesinger 269.)

st Dürn. Das Stammhaus Walldürn, fränk. Dinasten(drei mehr mals gctheilte Schildlein im Schilde). Ulrich v. Durneschenkt 1291 dem Kloster Bronnbach ein Gut in Würzburg.Boppo et Ludowicus fratrcS de Thurnc, nobilcs, 1277. Wilhelmv. D.,oberster fautherre zu Gothartzdorff" 1395. HeinrichHumprccht v. d. Pfaffe zu Sulzfcld 1421.

(Monc II. 63. 166. 297. IX. 45. 52.)

st Dürinm. Das Stammhans vielleicht D. im O.A. Ried-lingen. Robcrtns de Dinrna 1193, B. de Diurnon 1239und 1246 in Kloster Salem'schcn Briefen. Kommen bis Endedes 15. Jahrh. urkundlich vor.

(Mone II. 90. - v. Hcfner, st schwäb. Adel S. 10. Taf. 2.)

1. st Dürncr, oberpfälz. Adel. Wernher und Heinrichv. Thürn 1316 zu Niedenburg. Konrad D. 1343. KasparD. zu Dürn u. Ottmaring, Pfleger zu Dietfurt 1574.Im Schild ein Widder. (O. S. Hund III. 278.)

2. st Dürncr sivc Dürn, ein anderes altbayer. Geschlecht,führt nach v. Eckher in Blau einen gold. Schrägbalken. Zu diesemWappen gehörte vielleicht der von Hund, III. 279, aufgeführteLeonhard D. zu Maspclhueb 1413. sO. S.)

Dürnih. Den Sohn des straubinger Bürgermeisters Dürnitzladelte der K. Rudolf II. am 2. Jan. 1696; im I. 1686 erhielt erdie Edelmannsfreiheit mit dem Prädikatev. D.", u. der KurfürstMar Emannel erhob ihn am 24. Mai 1689 zum Freihcrrn.

(v. Laug 115 u. f. Taschenb. der frhrl. Häuser 1849 u. 1853.v. Hefner, bayer. Adel S. 32. Taf. 29; Erg. Bd. S. 12. v. H.)

Düriistein, s. Schweiger.

st Dürpachcr, Dürnbacher, altbayer. Adel. Das Stammhaus,jezt Dirnbach, im Gericht Tegernsee. Ihr Schild gespalten u.mit einem Balken überlegt. Primus: Hainricus de Dnrnpach integernsee'schen Briefen um 1169. Otto de Durinpac ibidem1299. Wolfgang D., Pfleger zu Burghausen, 1454. Siekommen auch bis 1596 in Niederösterreich vor. (O- S- M. B.VIII. 128. 149. Hund III. 280. v. H. unter Dürrnbach er.)

1. Dürr, ein in Schlesien, Böhmen, Krain, Elsaßund Franken seßhaftes Geschlecht. (Wagcnscil, Norimbcrg. 183-Histor. Nachrichten von Nürnberg 134.) Georg Tobias D., kurpfälz.