Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
302
Einzelbild herunterladen
 

302

Duck Dür

Duckcr, auch Dückhcr, n. Haslan. Diese aus dem Erzstifte Kölnstammenden Edelleute haben sich in Bayern, Westfalen, Licf-land u. Schweden ausgebreitet, und zwar in lezterem auch alsFreiherren u. Grafein Karl Gustav D. winde im J> 1715 Freiherr,und am 17. April 1719 Graf. fv. Ledebur I. 183. III. 242. - Sieb-machcr III. 132. v. Hefner, prcuß. Adel S. 4t). T. 49. Hupel 'sMaterial. 1788. S- 139. Suea Nikes.) Joh- D-, Dückher, wurde1634 unter Nr. 267 auf dem Ritterhause zuStockholm als Edel-mann eingetragen, sv. Stiermaun 's Matr.s Bernhard D., auchDücker, erhielt 1687 das Prädikat als Edler Herr (u. seine dreiBrüder nach der N. T. A. N. ein Adelödiplcm, was eigentlich nurein Bcstätigungödiplom wird gewesen sein). Alfons v. D-, welchervon den Schweden 1632 aus Bayern vertrieben worden, trat insalz bürg. Dienste, und wurde am 8. Sept. 1671 von K- Leopoldmit Anlegung des h cySberg'schen Wappens in den Frciherrustanderhoben. fSiebmachcr V. 24. Seifert, Ahnentafeln. Gauhe I. 347.II. 223. v. Lang 115. Tyrvff. Fahne II. 34. v. Hefner,baycr. Adel S. 32. Taf. 23. Frhrl. Taschcnb. von 1856. v. H.)

Dnckhof v. Dercnthnl. Der österr. Hauptmann Karl D. wurdemit dem Prädikate v. Derenthal 1782 in den Nitterstand erhoben.fM. v. M. 105. - v. H.)

Duckwitz, Friedrich Adolf, sächs. Lieut., wurde im I. 1796am 18. Sept. vom sächs. Reichsvikariat geadelt. sE. S.) Im Schildzwei Duckenten, wovon sich die eine gerade taucht.

Du Crcur. Der österr. Stabs- und Lcibwundarzt Joh. BaptistDu C- wurde im I. 1775 geadelt. fM. v. M., Erg. 271. v. H.)

Duickcn, eine adliche hannövr. Familie, vormals in der Graf-schaft Spiegelberg begütert. Philipp D-, fürstl. ostfriesländ.Drost des Amtes Esens, dann Stallmeister Kaiser Fcrdinand's III.,wurde von Lezterem 1652 in den Adelstand erhoben. Ferdinand Zil-hard v. D. erhielt von Kaiser Karl VI. Bestätigung des Adels mittelsErncuerungsbriefcs von Wien am 16. Sept. 1733.

fv. Wolframitz, Collekt. zur Gen. B. 3. S. 1. Dessen Zusäze n. Nachr.zn v. Meding, von adl. Wappen; Mspt. B. 2. n. 245.)

st Dudcickorne, adliche Dieustmäuner des Stiftes Quedlinburgim 13. Jahrh. fErath, cod. dipl. Quedl. 14. 147.)

st Düderode, auch Harzhorn n. D., waren Rcichserbfeuerherren,starben bereits unter K. Heinrich I. aus (?). Ihre von den KaisernLothar, Karl dem Kahlen, Ludwig I. :c. zu Lehen getragene Graf-schaft u. übrige bedeutende Allodialbesizuugen gingen durch Kuno'sGrafen und Herrn zu Harzhoru-Düderode Erbtochter Flo-rentius auf die Edeln Herren zu West erHoven, die heutigenFrhru. v. MeierSHausen, über, und blüht jenes Geschlecht nochin Lcztercu fort. Das Rcichsfeuerherrn - und Chürmeramt wurdedagegen nach Abgang des männl. Stammes Heinrichen v. Schwan-rigen, Edeln Herrn v. Plesse, verliehen, sv. H.)

Dudersbcrg, in Ostpreußen seßhaft,fv. Ledebur III. 242 ohne Wappen-Angabe.)

st Dickingc», Dusiugcu, altes, unter dem braunschweig.Adel im 14- Jahrh. vorkommendes Geschlecht,j Falke, trad. corb. p. 890. 904.)

Dickitz, Dudithius, eine in Schlesien u. Polen im 16tenJahrh. vorkommende Familie.

fSinap II. 598. Siebmacher II- 53. v. H.)

Dnlckiewicz v. Traunstein. Stefan Raimund D. wurde im I.1762 mit dem Beinamen v. T. in den galiz. Adclstand erhoben.fM. v. M., Erg. 271. - v. H.)

Duck, A-, Präsident der Handelskammer in Wien, wurde imApril 1854 geadelt. sA. A. Z. v. 1854.)

Ducke, Karl, Joh. Ehreureich, Karl Friedrich und Bernhard,Gebrüder, wurden 1769 geadelt. sR. T. A-N.)

Duckcr, s. Duck er. Düderode, s. Düderode,st Dicking, Duidink, Duyuk, westfäl. Geschlecht,fv. Ledebur I. 134. v. Steinen I. 1236. Tab. XII. Sicbmacher

II. 118. v. Meding I. 194. v. H.)

Dufort. Der österr. Oberst Franz Frhr. v. D- wurde im I.1737 in den Neichsgrafeustaud erhoben. fM. v. M., Erg. 13. v.H.)Döhren, in Ostpreußen seßhaft,fv. Ledebur III. 242 ohne Wappen-Angabe.)

Dülfus, Dulfus. Ein Edelmann dieses Namens kam aus Kur-land u. erhielt 1768 das schles. Jnkolat. fv. Zedlitz. v. Ledeb.1.184.)S. Tollfuß.

Dülmen, Dulman, finden sich im 12. Jahrh. unter dem west-fälischen Adel. fFalke, trad. corb. p. 230. v. Ledebur I. 184.Sicbmacher V. 295. Fahne I. 84. II. 34.)

Düniinique. Diese Freiherren stammen aus den Niederlandenund wendeten sich auch iu's Breisgau. Joh. Ferdinand v. D-, kais.Rittmeister aus den Niederlanden, wurde 1714 in den Freiherrn-stand erhoben. sE. S. Hörschelmann, Samml. v. Stamm - u. Ahnen-tafeln S. 17. N. gen. Hdb. v. 1777. S. 198. 1778. S. 261. - v. H.)Düna, s. Thüna.

Düne n. Lüllingen, ein altes rheinländ. Geschlecht,fv. Hattstein I. 614.)

st Dünewald, Dünnewald, ein im I. 1727 auSgestorb. gräfl.Geschlecht, das ansehnliche Güter im grüncberg. Kreise Schlesiensbesaß, und seit 1639 auch iu Oesterreich ansässig war- Eineraus diesem ursprünglich cleve'schen u. g cld ern'schen Geschlechte,der kais. Gencralfeldmarschall Heinrich Johann v. D., wurde vonK. Leopold I. am 15. Nov. 1675 in des hl. röm. Reichs Grafen-stand erhoben. fGauhe I. 348. Sinap II. 70. v. Ledebur I. 185.

III. 242. Vchse, Gesch. des österr. Hofes VI. 71. v. Zedlitz.v. H. - Wisgrill II. 295 u. f.)

st Düngcln, ein adlicheö Geschlecht, welches um 1466, 1522 u.noch später im Cleve'schen vorkommt. Sie waren Erbschenken. Joh.Gisbert v. D. stand bei den prcuß. Dragonern des Markgrafen vonBayreuth, fv. Zedlitz. v. Ledebur I. 185; auch D. gen. v. Essen. Sicbmacher III. 191. v. Steinen, westfäl. Gesch. Taf. I5XIV. 9.)Dünger», s. Dräger v. D. Düickirchc», f. Ebeling v. D.Dünwald, zuweilen auch Düncwald. Philipp Franz Dünwald,Schösse des kurtrier'schcn weltlichen Hofgerichts, dessen Vorelternstets sich in ansehnlichen Gcrichtsämtern befunden, wurde 1728 am14. April von Kaiser Karl VI. in den Adelstand erhoben. Sein SohnFerdinand Heinrich». D., kais. Reichskammergcrichtsbeisizer, erhieltvon K. Franz I. am 26. Juni 1759 die Panucr- u. Freiherrnwürde.Die Familie wurde 1749 in die Reichsritterschaft aufgenommen.fRcbmann, Mspt- Zedier VII. 1551.)

st Dürlihcim , das Stammhaus D. auf d. Hcubcrgc, O.A. Spai-chin g e n. Wernerus deTirbeheim 1683 in Briefen des KlostersSt. Georgen am Schwarzwald. Conradus dictus de Dirbcheim,nobilis vir, in einem Brief des Klosters Salem 1211.fMone III. 460. IX. 199.)

Dickels. Der sachsen-koburg-meiningcn'sche HosjunkerJoh. D. zu Misselwarden wurde am 18. Sept. 1785 nebstseinem Bruder Johann Friedrich geadelt, sv. d. Knesebeck.)