278
Die — Diep
Dicm v. Kinsbach, waren kraichgauer Adel, um 1639 schonerloschen. sMonc VIII. 392.)
1. st Dicmar, altbayer. Geschlecht, führte einen Mönchskopfim Schild. sO. S.)
2. 1 Dicmar (im Schild ein Einhorn), regensburger Pa-trizi er, welche mit der ritterlichen Familie in Bayern und Thü-ringen nicht zu verwechseln sind. sSiebmacher V. 224.)
3. Dicmar (ein Balken), thüring., fränk., anch bayer. Adel,zum Thcil freiherrlich; erscheint bereits 1995 in Urkunden, ist mitWalldorf in Hessen derzeit begütert.
(v. d. Knesebeck. — v. Zedlitz. — Taschenb. d. frhrl. Häuser 1853. 1856.
— v. Ledebur I. 166. — v. Hattstein II. 77. — Schannat, Client. Fuld.p. 69. — Dienemann, vom Johann. - Orden 187. — Biedermann, Rhönu. Werra Tab. 97-109. — Sachs. Wappcnb. VI. 3. — Salvcr 433.476. — Siebmacher I. 105. V. 224. - v. Meding II. 182. — GauheI. 321. — Sinap II. 587. — v. Hcfner, Hess. Adel S. 7. T. 6.)
4. st Dicmar zum Dirmstein. Jakob Diemar v. Dirmsteynunter den sponheim'schcn Vasallen um 1459. sMonc III. 167.)Gehörte vielleicht zu den D. 3.
Dicmaqer. Die Gebrüder D. wurden 1653 in den Adelstand er-hoben. sR. T. A. R.)
Dicmbowsky , s. bei Käpping; soll zweifelsohne Dziem-st owsky heißen.
st Diciiieringe». Jakob v. D. ein adl. Bürger zu Straßburg1397. sMone VIII. 393.)
st Diemmiting, altbayerisch. Sicgeloch deD. 1129; derselbeund Engelbrecht v. D. 1139 in baumburg'schcn Briefen.
(M. B. III. 8. 26.)
1. st Diener (im Schild zwei Wecken), ein Zweig des altenNittergeschlcchts der Sachsen!) aus er u. eine der ältesten Patrizier-samilien zu München, woselbst noch eine Straße der Altstadt, dieDienersgasse, ihren Namen erhalten hat. ChunraduS filiuS Dienerststeht als herzogl. Lehenträger im bayer. Saalbuch v. 1.1289.
sv. Hefner, Münchner Geschlechter. — v. Kreimer, die Siegel vieler Münch-ner Geschlechter. — M. B. XIX. XXXVI. 227.)
2. Diener v. Dienersperg, auch v. Dienersperg allein. ErzherzogKarl zu Oesterreich in Steyermark erhob den Burggrafen zu Lai-bach, Johann Diener, dessen Ane, ein Bürger u. Rathsherr allda,1459 einen Wappenbrief erhalten hatte, und dessen Vorfahr, Eber-hard Diener, ein kaiscrl. Grenzhüter zu Tübingen war, 1587in den Adelstand, und K. Ferdinand II. erhob'das Geschlecht, welchesdas Jnkolat von Krain erhalten hatte, 1636 in den Nitterstandmit dem Beinamen v. Dienersperg. Am 1. Juni 1766 erlangtesolches in der Person des Donat Alois und seiner 9 Brudersöhnein Steyermark den Freiherrnstand, u. verbreitete sich auch nachKärnthen. (DieNeichstaramtörechnung sagt, daß Michael Dienerim I. 1695 geadelt worden sei, und daß Hanns Kristof n. Dietrichin den kais. Erblanden im 1.1636 Adelsbestätigung erhalten haben.)
(M. v. M. 45. — Schmutz I. 233 u. f. — Sisbmachcr IV. 47. n. 10.
— Taschenb. d. srhrl. Häuser 1848. 1855. — v. Hefncr, krain. Adel S.7.)
st Dicngeil. Des Namens finde ich keinen Ort in Bayern, aberviele Edellente in alten Briefen der Klöster Tegernsee u. Di es-sen, als Adalprcht 1149, Ebermund u. Irmengard, seine Tochter,1169, Ulrich 1229; zulezt Konrad 1257.
IM. B. VI. 93. VIII. 132 ff.)
Dienhcim. Das Stammhaus D. in Rheinhessen. Helfrichund Wigant v. DYennheim 1375 Reichsburgmänner zu Opp eu-ch ei m. Joannes Heinricuö aDienhey m ein.Stiftsschulmcister zu
Bruchsal um 1699. Die Familie soll noch bei Mainz begütertsein, ist aber glaublich st. sO. S. — Mone II. 141. 310. — v. Le-debur I. 167. — v. H., woselbst die älteren Quellen.)
st Dieiijlnmmi, und Zollner v. Rotenstein u. v. Birke n-feld sind einerlei Ursprungs, wie solches ihre Wappen besagen, diesehr wenig von einander differiren, ingleichen eine Urkunde von 1355,woraus es Salver, S. 393, folgert. Sie sind fränk. Edelleute ge-wesen. Iv. Meding II. 185. — v. H.)
Diepenbroich, ein aus dem Stift Münster stammendes Ge-schlecht, wovon die Gebrüder Friedrich, Alex. Konrad Karl, Heinr.Ludwig, Bertram Philipp Sigismund Albrecht am 28. Juli 1749zu prcuß. Freiherren, und der Frhr. v. Diepenbroick-Empelim Herzogth. Geldern vom K. von Preußen am selbigen Tage inden Grafenstand erhoben wurden. Der Domdcchant, später Fürst-bischof zu Breslau, v. Diepenbrock, wurde 1845 vom K. vonBayern in den Freiherrnstand erhoben. Ebenso war am 15. Okt.1849 der Landrath v. Diepenbrpik - Grüter vom König vonPreußen mit Beschränkung in den Freihcrrnstand versezt worden.Nicht minder erlangte Einer ans diesem Geschlechte schon 1713 vomKaiser die frhrl. Würde; und auch 1653 hatte bereits Joh. Hermannv. Diepenbroik den Reichsfrciherrnstand erhalten. Joh. BertramArnold Frhr. v. D. zur Jmpel wurde mit dem Namen v. Grons-feld und einem vermehrten Wappen von Kaiser Karl VI. in denGrafenstand erhoben. In Urkunden erscheint die Familie 1359, 1381.
sv. Zedlitz. — v. d. Knesebeck. — Dipl. Jahrb. f. d. preuß. Staat 1341.Abth. 2. S- 63. — v. Hefner, nassancr Adel S. 11; bayer. Adel S. 31.T. 28; Hess. Adel S. 7. T. 6; württ. Adel im Erg. Bd. S. 12; preuß.Adel S. 40. T. 48. — Taschenb. d. frhrl. Häuser v. 1855. — v. LedeburI. 167. III. 237. - Grote, hannövr. Wappenb. — Fahne I. 78. II. 30.
— v. Steinen, wcstfäl. Gesch. III. 969. — Siebmacher II. 117. n. 12.
— Tyroff 163. — v. Meding II. n. 184. — Gauhe I. 323. — Köhnc,Notizen. — v. H.)
st Diependlict, Diepcnthal. Johann Baptist D., kais. Hauptmann,erhielt 1654 ein Rittcrdiplom. sR. T. A. R. — v. Ledebur I. 167.III. 237. — Fahne II. 31 führt auch eine Familie v. D. an.)
1. st Diepenow, Dcpenowe, de Pennu, ein Herrengeschlecht aufdem Schlosse dieses Namens in der Obergrafschaft Hoya.
sv. Krahne II. 405. — Gauhe II. 166.)
2. st Diepenow, alte abgestorbene Familie im Stifte Hildcs-heim. sGrupen, antiquit. Hannov. I. 116. — Gauhe II. 166. —I. C. Harenberg, von der niederstichst Herrschaft Depenau, in den brann-schweig. gel. Anzeigen 1751. n. 67. — " C. III. Grupen, de nobilibus do-minis de Depcnowe, in orig. Germ. T. II- n. IV. c. 13. p. 370—394. —Moser's Einleitung in das brannschwcig-lüneburg. Staatsrecht. — v. H.)
st Diepcrskircher, Diepoldskircher. (Im Schild eine Kirche.) DasStammhaus im Gericht Aibling. Friedrich D. fertigt den bayer.Brandbrief 1374. Ein Thcil des Geschlechts ist nach Tirol aus-gewandert u. dort 1474 landständisch geworden. 1531 kommt WolfD. zum leztenmal vor.sO. S. — Hund III. 274. — v. Hefncr, -s tirol. Adel Taf. 2.)
st Diepholz. Das in Westfalen, zwischen der Weser und demHasaflusse, zwischen den Stiftern Münster u. Minden gelegene Schloß,Stadt u. Grafschaft Diepholt, hat dieser gräfl. Familie den Na-men gegeben, die 1585 ausgestorben, worauf die Grafschaft anBraun-schweig-Lüneburg nach Zelle gekommen ist. Die Dicp holdsollen unter den Geschlechtern gewesen sein, aus welchen die Sachsenihre Vierfürsten erwählt haben. (Zedier VII. 841. — Histor. Berichtv. d. Abkunft n. Geburtslinie der Grafen u. Edeln Herren v. D. Mscpt.4. S. braunschw. Anzeigen 1754. n. 72. 73. — Gesch. die Grafen v. D.betr. in den gel. hannövr. Anz. 1751. n. 38. — Ob des Schwedenkvnigs