Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
204
Einzelbild herunterladen
 

204

Burgf Burgl

tz

(Bucelini II. 14. Jugler, Bcitr. zur jurist. Biographie III. 319 u. f. Zedier IV. >889. Sicbmacher II. 82. Griesinger 237.v. Meding II. n. 149.)

's Durgftld, waren adliche Bürger zu Villingen. Konradde Burcvelt uror Adelheid, die Wittwc Konrad's v. Wald-hausen, in einer villingen'schen Urkunde 1244 und 1251.

(Mone VIII. 365. 369.)

1. 4 Durggraf v. Doriishcim , straßburgcr Adel. Fritscho B.v. D. u. Johann, sein Sohn, Edelknechte, 1324. sMone VIII. 393 .fj

2. s Diirggrnfv. Kliitenthai, ihr Stammhaus K. bei Stuttgart,waren Ministerialen der Grafen v. Wirtember g. 1287 kommt ineiner herrenalb'schen Urkunde Henricus miles de Kaltental u.Waltherus dictus Burcgraue de K. vor.

(Mone II. 239. IV. 193.)

3. -s Durggrafv. Vjthostn, ein adliches Geschlecht zu Straßburg.Johannes B. de O., miles, 1359 bereits todt; seine Wittwe Greda,geb. K egin. (Mone VIII. 393.)

Durghagcn, eine märk. Familie, von welcher mehrere Mitgliederim preuß. Kriegsdienste standen.

sv. Zedlitz. v. Ledebur I. 124. III. 222.)

1. Durghard , Burckard. Im B r esla u'schen war eine Familiev. B. seßhaft, welche einen getheilten Schild führte, oben S., darinein wachsender schw. Greif, der einen r. Thurm hält, unten in R. einsilb. Balken; aus diesem Geschlechte war Johann Bnrkart im 1.1632kaiserl. Pfalzgraf. (Siebmacher IV. 32. 37.)

2. -s Durghard. Um 1611 lebte Hanns B. v. Lewenburgauf Kauer; er war breslau'scher Obcrkriegskommissär u. starb1677. Hanns B. v. Löwenburg auf Born, vielleicht des VorigenSohn, war Rath der Stadt Breslau und ist 1691 1°; er warein sehr gelehrter Mann, führte: in R. eine silb. Mauer mit dreiThürmen, darunter in einer schw. aufsteigenden Spize ein gold. Löwen-kopf mit einem Ringe im Maule zu sehen war.

3. Durghard. Johann v. B. u. Löwenheim, war auch Rathzu Breslau. Seine Tochter Anna Dorothea, gest. 1711, war desHeinrich Reichel v. Schmolz, Präses der Stadt Breslau,Hausfrau. (Sinap II. 557. v. Ledebur I. 124. u. I. v. H.)

4. Durghard v. Löwenhos. Andreas B. erlangte am 5. Okt. 1673den Adelstand von K. Leopold mit dem Beinamen v. L.

sv. Ledebur I. 124. n. II. v. H.)

Durghart, Vettern, wurden 1557 geadelt. (N.T. A.N.)

1. -f Durghaustu (im Schild ein Lindwurm oder Drache), einuraltes bayer. Dinastengeschlecht, das Aventin von dem bekanntenGrafen Babov. Abensberg herleitet, der mit seinen 32 Söhnenden älteren Genealogen gar tüchtig herhalten mußte, wenn eS galt,den Ursprung eines alten Geschlechtes zu finden, resp. zu bestimmen.Man kreirte dann einen der 32 gewöhnlich zum Stammvater desfraglichen Geschlechtes und brachte es zulezt dahin, daß man denDinastenadel von ganz Bayern in dem einen Babo v. Abensbergals AnHerrn konzentrirtc. Was nun die Grafen v. B. betrifft, sowar ihr Stammhaus ohne Zweifel die bayer. Stadt gleichen Namensan der Salzach. Der erste Graf v. B. ist urkundlich Graf Sighartum 1656. Er oder sein gleichnamiger Sohn erheurathete um 1696mit Markgraf Leopold's von Oesterreich Tochter die HerrschaftSchall oder Schallaburg in Oesterreich, davon sich seine Nach-kommen auch geschrieben. Gebhard Graf v. B. u. S. war Vogt(Schirmherr) des Klosters Admont in Steyer; er ist 1165 zuRaitenhaslach bei Burghausen ohne männliche Erben -s, darauf

Heinrich der Welfe, Herzog in Bayern, die Grafschaft Burghauseneingezogen, obwol noch zwei Neffen gedachten Gebharts, Heinrichund Sigmund, Herren v. S., am Leben waren. Um diese Zeitverschwindet das Geschlecht in Bayern und taucht kurze Zeit daraufunter dem Namen de la Scala in Verona wieder auf (f. untenv. der Leiter). (Aventin, Chronik VI. Buch. Hund I. 49 ff.)

2. -s Durghaustn < wahrscheinlich Ministerialen der gleichnamigenGrafen. Heinrich de B. wird 1196 ausdrücklich advocatus, Vogt,genannt. Werner de Purchusa, miles, 1278. Friedrich v. B. warDekan zu Kirchdorf (Roscnheim). Auf seine Bitten schenken seineBrüder Dietmar und Otto de Purchusen dem Kloster Herren-Kiemsee ein Gut in Pfaffing 1145. (M.B. II. 357. III. 389.)

3. -s Durghaustu. Diese stammten vielleicht von dem Dorfe B.im pfaffenhof er Gerichte. Ich finde ihr Wappen: Im Schildein Mauereck, sieht aus, wie ein halb aufgeschlagenes Buch. fO. S.)

1. Durghaufj, schles. Adel. Johann v. B. urkundlich 1476.Nikolaus v. B., Kammerpräsident in Schlesien und kais. Landes-hauptmann in Münstcrberg, erhielt 1617 die frhrl. Würde, unddem Ur-Enkel von Nikolaus, Nikolaus Konrad, Herr auf Stolz,Gciersdorf, Wiltsch, Sulan u. Friedland, wurde 1691 dervon seinen Voreltern geführte (man war nämlich unkritisch genug, dießGeschlecht von den alten Dinasten von Bnrghauscn in Bayern ab-zuleiten !) Grafenstand erneuert oder ihm crthcilt. Dermalen besiztdie Familie die Herrschaft Laasen als Majoratsgut.

(Sinap I. 19 u. f. II. 59. Zedier IV. 1968. v. Zedlitz. Gauhe

I. 222. Taschenb. der grcifl. Häuser 1843 u. f. Dipl. Jahrb. despreuß. Staats 1841. Abth. 2. S. 28. Desgl. 1843. S. 246. Jahrb.des deutschen Adels 1843. 248. v. Ledebur I. 124. III. 222.Dorst, schles. Wappcnb. u. 119. v. Hcfncr, preuß. Adel S- 5. T- 7.)

2. Durghauß, Ida, vermählte v. L'Estocq, Tochter einer 1841verstorbenen Gräfin v. B., wurde geadelt.

(v. Ledebur I. 124. Preuß. Wappenbuch II. 93.)

-s Durghcim. Das Stammhaus wahrscheinlich bei Oberehenheimim Elsaß. Wolfgang v. Burkhaim in einem Brief dcS StiftsSt. Blasius (Basel) 1113. Herr Hug v. B. Abt des KlostersSelß 1348. (Monc II. 196. VIII. 189.)

1. Durghoff, Karl Kristof u. Joh. Friedrich Heinrich, Gebrüder,in Hess, und preuß. Kriegsdiensten stehend, wurden 1747 in denAdelstand erhoben. (R. T. A. R. Gen. Staatshdb. v. 1748. S. 327.)

2. Burghofs. Der geh. Oberfinanzrath B- wurde am 6. Juli 1798in den Adelstand erhoben; vielleicht war es nur eine Adelserneuerungund Bestätigung, (v. Zedlitz. v. Ledebur I. 125. Preuß. Wappb.

II. 93. v. H.)

Burgk, f. Dathe v. B.

s Durgkircheu. Des Namens zwei Orte in Oberbayern.Das eine wird B. am Wald, das andere B. an der Alz genannt,liegen beide in der Gegend von Oetting und Burg Hausen.Hermann v. Purkchirchen in ranöhofer Briefen 1236.

(M. B. III. 286.)

-s Durglcchncr v. Thicrlicrg u. voliandscgg, stammten ans Natten-berg. Mathias B. hat 1571 einen Wappenbrief (im Schild eine ge-stürzte Spize von zwei Löwen beseitet) und 1594 den Adel erhalten.Dessen Sohn Mathias v. B. war ein eifriger Genealoge und hatüber den tiroler Adel ein großes Manuskript hinterlassen; er hatThierburg (bei Kufstein) u. VollandSeck bei Hall erworben.Jgnaz v- B., Korherr zu Milien bei Innsbruck, -s 1797 als derLezte seines Geschlechts. (Zeitschrift des Ferdinandeums XII. 151 ff.)