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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Brun — Brunn

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zu Brüssel, nachgehend? Plenipotentiarins in Deutschland, undwurde 1683 zum Vicomte erhoben. HL'ercct. de toutes lcs tcrres duBrabant. — Gauhe I. 195. — Rictstap, armorial.)

Drnncck, Brunegg, Kcgejscr n. Diese schweizer Familie besaßdas Erbscheukeuamt im Stifte Kostnitz. Die Stammrcihe beginntmit Rudolf Segiser 1331. Sein Enkel Joh. Rudolf erkauftedas Schloß Brun eck od. Brauncck, wovon seine Nachkommen, welchehänsig in päbstl. Kriegsdiensten standen, den Namen angenommenhaben. Ein Zweig dieses Geschlechts soll sich in Schwaben nieder-gelassen haben, ans welchem Kristof Segesser v. B. zu Anfangdes 18. Jahrh. fürstl. eichstädter Rath und Pfleger zu Alten-ste in gewesen. (Gauhe I. 136- — Bayer. Wappcnb. XVI. 48.)

Druncli. Kristof v. B. kauft 1654 das Gut Plav entin inPommern; er war schwed. Oberstlientenant u. hatte als schwed.Oberst am 8.Okt. 1650 den Adel erhalten, hv. Ledcb. I. III. III. 219.ss

Druncr, Johann, Dreißiger und Mauthner zu Neusidl amSee, wurde 1617 geadelt. HR. T. A. R.)

1. Drnnctti. Diese adliche, frhrl. u. neuerlich gräfl. Familie inSchlesien u. Oesterreich stammt ans Massa in Italien. La-zarus B. war 1623 toskan. Rittmeister; einer seiner 3 Söhne,Joh. Jakob, kam nach Breslau, erlangte daselbst 1677 die Stelleeines fürstbischöfl. Hofrichters, Mkarius Generalis in Spiritualibus,und zog seinen Bruder Johann, später Bischof zu Lacedämon u.Regierungspräsident zu Ney s, und seinen Neffen Lazarus Ambro-sius zu sich. Leztercr war zulezt kais. geh. Rath und erlangte 1727die Frciherrnwürdc, starb aber ohne Nachkommen 1734. Späterhatte ein B. die italienische — wahrsch. päbstliche — Grafcn-würdc erlangt, welche von Oesterreich in dem Gesandten diesesNamens, Lazar Ferdinand, um 1830 anerkannt wurde. (NachAndern wurde Lazarus Ambrosius B. u. seines Vaters Bruder Joh.Jakob B. vom Kaiser Leopold am 16. Jan. 1691 geadelt, und Er-stcrcr am 2. Dez. 1692 in den Frciherrnstand erhoben. Joh. Am-brosius v. B. erlangte imJ. 1727 von Karl VI. die böhm. Ritter-würde.) HM. v. M., Erg. 127. - Sinap II. 322. - Gauhe I. 196u. f. — v. Zedlitz. — Fortg. neue gen. Nachr. 72. Th. S. 615. Sicb-macher, Suppl. XI. 8. — v. Ledebur I. III. III. 219.) Dieser Leztcrevermengt die italien.-schles. B. mit den B. v. Tranenhofen,welche wol zwei verschiedene Familien bilden, da sie zu ganz ver-schiedenen Zeiten und in verschiedenen Personen geadelt worden sind.Uebrigens ist es wahrscheinlich, daß beide Familien aus einerleiStamm herkommen, da beide einerlei Stammwappcn haben. Mansehe das gräfl. Wappen im österr. Wappenb. VII. 6, worin sich dieMauer nebst den 3 Rosen u. 3 Sternen als Stammwappen ebensobefindet, wie bei den viel später geadelten B. v. T.

2. Drunctti v. Traucnhoftii. Jgnaz Xaver B., Apotheker zu G örz,erlangte im I. 1763 den Rcichsadelstand mit v. T.

HM. v. M., Erg. 254. — Siebmacher, Suppl. XI. 8. — v. H.)

Drunch u. Licgnihlicrg. Thomas B., österr. Artilleriehauptmann,erlangte 1810 den Adelstand mit v. L. HM.v.M., Erg. 254. — v.H.)

Drmihlirßcii, Brnnhardesen. Dieses adl. Geschlecht erlosch 1480im Mannsstamme. HVarnhagen, waldertitz. Gesch. 1825. S.491. 4I9:c.)

Drunian. Johann Frhr. v. B. wurde 1693 in den Grafenstanderhoben. HR. T. A. R.)

Druningk, Doktor Johann, der Stadt Münden Abgeordneter,erlangte 1627 den Adelstand. HR. T. A. R.)

1. Drnnn, ein altes, in der Provinz Brandenburg, in der

Altmark und in WestPreußen begütertes adliches Geschlecht,welches in R. einen mit drei schw. Bärcnköpfcn belegten silb. Balkenführt. Die Familie ist nach Angabe verschiedener Schriftsteller schonim 15. Jahrh. erloschen; es scheint solches aber unrichtig zusein, daum 1786 noch zwei Personen von derselben am Leben waren, unddas Gut Bärenwalde bei Schlöchau sich noch 1834 im Bestzeder v. B. befand. Ob der um 1836 zu Grätz im Posen'schen an-gestellte Land - u. Stadtgcrichtsrath v. B. zu diesem Gcschlechte oderzu einer der anderen gleichnamigen Familien gehörte, kann ich nichtsagen, hv. d. Hagen, hist. gen. Bcschr. der v. Brunn. 4. Berlin 1753;vermehrt 1788. — v. Mcding II. n. >36. — V .Zedlitz I. 318. — V .Le-debur I. III. III. 219. — v. H.)

2. Drnnn, auch von und MI Drnniien geschrieben, ein schweizerGeschlecht, welches einen sechseckigen rothen Stern in G. und aufdem Helm einen dergleichen Stern, auf dessen Spizen sich gold. Ku-geln befinden, führt. (Stumpf, schweizer Chronik Buch VI. S. 439. —Sicbmacher III. 191. V. 183. — v. d. Hagen, Beschr. d. Gcschl. V .Brunn.4. Berlin 1753; vermehrt 1788. — v. Meding III. n. 199.)

3. s Drnnn, auch no» Dorn genannt, ein elsäss. Geschlecht,welches im silb. Schilde eine r. Fischangel und über dem Helm einedergleichen Angel führt. Ans diesem Gcschlechte stammte der BischofJohann v. B. zu Würzburg, gest. 1440 nach 29jährigerRegierung.Seine Großmutter war eine v. St aussenberg aus der Schweiz,(nicht Schenk v. Stauffenberg) und seine Mutter eine v. Nathsam-hauscn. Seine Familie begüterte sich nach seiner Erwählnng zumBischof in der Gegend von Ebern in Franken, ist aber bald dar-auf gänzlich erloschen. (Herzog, elsass. Chronik. — Sicbmacher II. 73

— Salver 269. — Ursinus, Gesch. d. Domkirche zu Meißen S. 33, woder Bischof v. Born genannt ist. — Oetter, Gesch. d. Burggrafen zu Nürn-berg, erster Versuch S. 162. 163. — v. d. Hagen, Beschr. der v. Brunn.4. Berlin 1753; Venn. 1783. S. 9. — v. Meding III. III.)

4. st Drunn, auch Drnnn genannt, ein fränk. Geschlecht, dessenStammhaus das Dorf B. bei Nürnberg ist, welches aber wolerloschen sein mag. Das Gut B. gehört in neuerer Zeit den Grafenv. Pückler auf Farnbach bei Fürth. Die Familie führte in Bl.einen gold. gewöhnlichen Galgenbrnnnen.

HEinzinger v. Einzing, baycr. Löwe II. 173. Taf. 3- — Siebm. V. 97.

— v. Meding III. n. 112. — v- d. Hagen, Beschr. des Geschl. v. Brunn.4. 1759; venu. 1788. S. 12.)

5. Drnnn zum Brunne». Diese hießen ehedem Deitinghausenoder Ettingh außen, gehören der Schweiz an u. schreiben sichvon und zum Brunnen. Der Stammvater dieses Geschlechtswar Werner ».Deitinghausen, welcher 1186 lebte. Aus seinerHinterlassenschaft erhielt der ältere Sohn, Werner, das StammhausDeitinghausen im I. 1220; der zweite Sohn, Walter, dasSchloß zum Brunnen im Kanton Schwiz am Vierwaldstätter-See, wovon derselbe den Namen angenommen. Die Familie führtin Blau einen Springbrunnen, hv. Meding III. 119. — BuccliniIV. p. 48. — Gauhe I. 137. — v. d. Hagen, Beschreibung der v. Brunn.Ausg. von 1788.)

6. si Drnnn, niederbayerisch. Heinrich und Hertwicus deBrunne 1294 in fürstenzell'scheu Briefen. HM. B. V. 292.sf

7. f Drunn. (Von S. und N. mehrmals schräggetheilt.) Hein-rich v. B., sein Gemal Maria Schcckenpürlin n. Morantv.B.,sein Sohn, stiften ein Stipendium zu Basel um 1500.

HWurstiscn 294.)

8. si Drunn. Adalhalm de Prunne in Briefen des KlostersKiemsee um 1150. Es gibt viele Orte dieses Namens in derGegend. Heinrich v. Brunne, der in einem beyhartinger