Druckschrift 
1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186

Bru — Brü

-j- )U Drucke, straßburger Edellente. Heintzemann zu B.Edelknecht 1343. sMonc VIII. 393.)

Drucke», gen. Fock. Die Familie stammt aus Nied ersachsenund Westfalen, von wo sie nach Kurland und später nachPreußen gekommen ist; ein Zweig war in neuester Zeit inSchweiz en ansässig. Engclbrccht v. B. führte Volk für den deut-schen Orden nach Riga, litt Schiffbruch und rettete sich mit demFockmast; daher der Beiname. (?) Er ließ sich zuerst in Kurlandnieder und seine Nachkommen erwarben ansehnliche Güter, tratenauch zum Theil nach Preußen zurück. Das Geschlecht besizt Güterin Brandenburg, Preußen und Kurland. (Die Familiemöchte wohl mit denen v. Brüggen eines Ursprungs u. Stammessein; s. Brüggen er.) sv. Zedlitz. — v. Ledebur l. 110.)

Druckcnthol. Michael Brückner, Königsrichter des sächs.Stuhles Löschkirch in Siebenbürgen, welche Stelle auch sein Vaterschon bekleidete, wurde am 8. Juni 1724 in den Adelstand mit v. B.erhoben. Am 19. Nov. 1799 erlangte Michael v. B. den ungar.-siebenbürg. Frciherrnstand. ITaschenb. der frhrl. Häuser 1819.)

Druckenlheis , Johann Georg, kaiserl. Hofkriegsagent, erlangte1723 den Neichsadclstand. sM. v. M., Erg. 253. — v. H.)

1. Drucker, Kaspar und Lorenz, aus Mähren, wurden 1798geadelt. sN. T. A. R.)

2. Drucker, A. M., Dirigent des österr. Lloyd in Trieft,wurde 1848 in den rittcrmäß. Adelstand erhoben. sA. A. Z. 1859.)S. Bruck 4.

Bruckher ». Dcmuu. Der kais. Pens. Hauptmann B. erlangte 1799den Adelstand mit v. D. sM. v. M. 166.) Alois B. v. D. war 1836österr. Oberlieutenant im 51. Inf. Reg. sv. H.)

st Bruckluch. Nndolfus de Pruckla et sororins ejus Hertwicus1215 und 1229 in Briefen des Klosters Raus Hofen. (Diese habenkeinen Zusammenhang mit den neueren v. Prugglach.)sM. B. III. 306. 331.)

Druckmuyr aus Schorn. Johann Baptist B., bayer. Oberstlieut.a la Suite, wurde am 13. Dez. 1819 in den bayer. Adclstanderhoben, sv. Lang, Snppl. 90. — v. Hcfner, bayer. Adel S. 7l. T. 78.)

st Druckst, Brockot, aus P o l e n stammend, wendeten sich nachSchlesien in das liegnitz'sche und ölsnische Fürstenthum. Zuerstkommt Wenzel B. v. Möttich auf Kammelwitz als Hauptmanndes Fürstenthums Wolau 1565 bis 1571 vor; Hanns Kaspar aufKurzwitz war in der Mitte des 17. Jahrh. fürstl. ölsn. Forst-meister. sSinap I. 30l. II. 554. — Zedier IV. ,53t. - Gauhe I. >93.— Lucä, schles. Chronik S. 179t. — v. Ledebur I. 110. — Siebm. I. 70.)

st Drukcl v. Muggensturm, brcisgauisch. Das Stammhausbei Rastatt, führten drei, 2. 1., Sterne im Schild. „WalterBrudel ein edel knccht von Muckensturm" schenkt dem KlosterHerren alb seinen Hof zu Merklingen für ein Seelgerät 1334.sMone XVI. 216.)

Drndmnann, Rudolf, Oberst beim österr. Beschälwesen, er-langte 1858 den rittermäß. Adel. sA. A. Z. von 1858.)

Drukcrn. 'Josef v. B., österr. Oberstlieut., wurde 1771 inden Frciherrnstand erhoben; im I. 1778 erlangte derselbe auch dienngar. Freiherruwürde. Nach dem Taschenbuchs der frhrl. Häuserauf 1849 soll die Familie von ganz neuem Adel sein, was unrichtigscheint. sM. v. M., Erg. 47.) Anton Frhr. v. B. stand 1836 alsLieut. im 3. ö st e r r. Hus. Reg. Die Freiherren Samuel u. Josef v. B.wurden 1894 und 1898 kais. Kämmerer, und Theresia Frciin v. B.,

geb. Gräfin v. Praschma, war 1836 kais. Sternkreuz - Ordenö-dame. sv. H.)

Drukznoski auf Charkows, eine polnische, im GroßherzogthumePosen begüterte Familie, sv. Ledebur I. 119.)

1. st Drück, eine alte Familie in Thüringen, deren Güterjezt die Herren v. Wcrthcr bcsizen; sie waren an der Elme seßhaft.

sGauhe II. 103 im Anfange des Art.)

2. st Drück, ein adlichcs, in der Provinz Brandenburgund Sachsen begütert gewesenes Geschlecht, das zu Nicmcgk 1551seßhaft war. Wappen: In S. 3 Mohrenköpfe, sv. Ledebur I. 119.)Ob hier nicht ein Jrrthum obwaltet?

3. Drück. Der Auherr dieser Familie ist der berühmte KanzlerGregor Pontanus oder Brück, der sich nach dem StädtchenBrück bei Wittenberg nannte, aber eigentlich Heintze hieß; seinVater war in Brück Bürgermeister. Gregor B. erlangte vomKaiser einen Adels - und Wappenbrief, wohnte 1539 dem Reichstagzu Augsburg von Seiten des Kurf, von Sachsen bei, erwarbdie Güter Niemeck, Groß-Merzens, Mitzdorf, Borsten-dorf, Gräfenhaynichcn und Gräfendorf, starb 1557 undhinterließ zwei Söhne. Seine Nachfolger erkauften noch Haubitzbei Grimma. sGauhe II. 102 u. f. — v. Hcfner. sächs. Adel S. 23.)Wappen: Drei schw. Pferde in S. über einander.

4. Drück., eine in Bayern ansässige Familie, aus welcher denGebrüdern Johann Josef und Servatius Antonius v. B. am 3. Juli1747 ihr alter Adclstand bestätigt wurde. Der Kurf. Karl Theodorvon Pfalzbayern erhob dieselbe am 8. Okt. 1779 in den Freiherrn-stand. sGen. Staatshdb. von 1748. S. 327. — v. Lang 105. — Taschenb.der frhrl. Häuser 1856.) Aus dieser Familie stammt der Direktor derbayer. Verkehrsaustalten.

sv. Hefner, bayer. Adel S. 29. Taf. 25; Nachträge S. 12.)

5. st Drück , genannt Angerniünde , ein erloschenes adliches Ge-schlecht in Schlesien; Johann V.B., Angermünd genannt, saßim Rathe zuBreslau u. starb 1559. sSinap II. 300. — Gauhe

II. 103. — Sicbmacher II. 49- — v. Ledebur I. 110.)

1. st Drücken, von der B., ein um 1441 abgestorb. lüneburg.Patrizier-Geschlecht, welches um 1299 daselbst erscheint. Man glaubt,daß dasselbe aus Italien stamme u. sich vorzüglich der Einrichtungdes SalzwcsenS im Lüneburgischen gewidmet habe. Es kommt solchesauch unter den Namen van der Brügghen, de Ponte:c. vor,u. führte einen schreitenden Leoparden im oberen Theile des Schildesu. unten einen abwärts gekehrten Widerhaken. Ein ähnliches Wappenführte übrigens auch eine andere Familie von den Brüggen.

sBüttner. — v. H.)

2. Drücke», ein Patrizier-Geschlecht in Thorn. sv. Ledebur

III. 218.) (W.: Zwei Sparren von sechs Lilien beseitet.)

Drückinon» und Drückinanu-Neudstrom, ein adliches Geschlecht,

dessen Frciherrnstand sich aus dem bürg und. Hause der v. B. her-schreibt. Die Religionsunruhcn im 15. Jahrh. bewogen mehrere Mit-glieder, Schuz in Deutschland, Polen, Rußland, Lieflandu. Dänemark zu suchen, wo sie in ansehnlichen Stellen erscheinen.Die in Dänemark nennen sich Frhrn. v. B.-Rendström, vonwelcher Linie mehrere Offiziere in preuß. Diensten standen.

sv. Zedlitz. — ».Ledebur I. 110.)

1. Brückner, ein noch blühendes adliches Geschlecht, welchesauS Erfurt stammt u. sich in das Brandenburgische wendete.