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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Arnsb -

Gruber, Encyclop. V. 387. V.Zedlitz. Mannstein, Ad. Lex. Hübner II. 42.) Das Geschlecht führte in Blau einen silbernenAdler. sKncschke. v. H.)

2. st Arnsberg. Zn Unna in Westfalen gab es auch eine adlicheFamilie v. A., von welcher einige Schriftsteller glauben, daß dieselbevon den mächtigen Grafen v. A. abstamme, besonders weil sie eben-falls einen Adler, mit einem Angelhaken auf der Brust, im Wappenführten. Ludovicus miles de A. et Ulricus servns de Arnsbergin Kloster Walkenried er Briefen 1273, 1287 gehörten wol hieher.sUrk. Buch f. Nieders. II. 276. 321.) Nach andern erscheint zuerst um1364 Walraye v. Arnsberghe, welcher v. Grafen Dietrich v. Lim-burg mit einer Hufe zu Bönninchusen belehnt wird. Sic habensehr häusig das Bürgermeisteramt in Unna bekleidet. Im I. 1687starb in Ungarn in kaiserl. Diensten Johann Philipp v. Arnsberg,

der lczte männliche Sprosse dieses Geschlechts.

sv. Steinen XXVIII. I n. 2. II. 1098. v. Krahne II. 392. - Lucä,Grafcnsaal S. 842 u. f. v. Ledebur I. 20. v. Zedlitz, A. L. v. HI

3. st Arnsberg. Henricus de Arnsperg, advocatus in Tett-nang, steht sub anno 1562 im Todtenbuch des Klosters Weißenaubei Ravensburg. sMone VIII. 323.)

4. st Arnsberg. In Mecklenburg scheint es zwei Adelsge-schlechter dieses Namens gegeben zu haben: 1. Die v. A. mit der ge-ginnten Mauer im Schilde; sie kommen auch in der Priegnitz undin der Grafschaft Rupin vor. 2. Die v. A. mit den 2 Monden und2 Herzen im Schilde, wie v. Meding 1.12 angibt, sv. Ledebur I. 26.)

Arnsberg, s. Armansperg.

st Arnsburg, hessischer Uradel; das Stammhaus bei Hungen.Herr Ludewic v. Arnisberg Zeuge in einer badnischen Urkundevom I. 1281. sMone VI. 425.)

st Arnschnmng, ein altes bayerisches Geschlecht, führte denSchild ganz geschacht. sO. S.)

1. st Arnsdorf. Arnsdorf, jezt ein Markt, Gerichts Eggen-feld e n in Niedcrbaycrn. Wernhart deArnsdorf 1136 im KlosterFormbach'schenTraditionSkoder. Rudeger deArnnesdorf, Ulricuset Pcrtholdus filii schenken dem Kloster Aldersbach ein Gut inWieland s bcrg 1176. Thomas v. A rntorf in Briefen des Klo-sters Fürstenzell 1396. sM. B. IV. 27. V. 97. 313 ff.)

2. st Arnsbors. Dieses Namens blühte ein Geschlecht in Schle-sien. Es ist solches aber vor dem 17. Jahrh. bereits erloschen.

sv. Ledeb. I. 20. III. >83. Siebm. I. 66. Dorst, schlcs. Wppb. n.242.)

Arnshnng, Arnshag, ein uraltes, schon im 13. Jahrh. erlosche-nes Grafengeschlecht, welches seine Besizungcn in Thüringen, imjezigen Großherzogthume Sachsen hatte und seinen Namen von deran der Orla bei Neustadt gelegenen Burg herleitete. Es theiltesich ehedem in die arnshaugischen, elsterbergischen, leuch-tenbergischen, lobdaburgischcn u. burgauischcn Zweige.Sie erloschen nach und nach, der arnshaugische zulezt in derzweiten Hälfte des 13. Jahrh. (1268) Markgraf Friedr. v. Meißenheurathete die lezte Tochter und war Erbe der Grafschaft Arns-haug. sErsch u. Grubcr, Encycl. V. 39l. v. Falkenstein, thüring.Chron. II. 2. IV. 727 u. f. Siebmacher II. 18. n. ll. Mannstcin,Ad. Lex- - v. H.)

st Arnstadt, ein altes, schon um 1373 abgestorbenes erfurterPatriziergeschlecht. Werner v. A. war 1313 Rathsglied zu Erfurtund Heinrich v. A. Bürgermeister daselbst. Das Geschlecht ist vonden v. Arnstadt ganz verschieden, sv. Zedlitz V. 8 u. 9.)

Arnstadt, Almstedts ein altes meisnisches Geschlecht, welches

Stammbuch des Adels in Deutschland.

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sich nach Anhalt, Thüringen verbreitete und ursprünglich ausdem Brandenburgischen stammt. Es erscheint solches schon1159 in Urkunden, und besaß und besizt noch ansehnliche Güter.

(König, sächs. Adelshist. I- I. Seifert, Ahnent. der v. Arnstadt. -Sicbmacher I. 175. Gaupel. 28. v.Ucchtritz, dipl. Nachr. VII. 15.v. Zedlitz. Mannstcin, Ad. Lex. v. Lcdeburl. 20. III. 183. Dorst,schlcs. Wappcnb. n. 246. v. H.)

1. st Arnstein. Das Stammhaus lag in der obern Pfalz, Ge-richts Wald München. (Die Schiltl haben sich auch davon ge-schrieben.) Perchtholdus de Arnstain bereits um das I. 966 imTraditionSkoder von Nicderaltaich beim Verkauf eines Weinbergsin Spiz (Passau). Im 1.1257 erscheinen daselbst Perthuldus Conra-dus und Otto d e N. Sie schenken dem Kloster ein Gut in Spiee oderSpiz. sM. B. XI. 22. 56.)

2. st Arnstein, ein uraltes Grafengeschlecht in Meißen undThüringen; sein Stammschloß lag in der Grafschaft Mannsfeld.Schon im I. 935 kommt der Besizer des Schlosses vor. Man sagt,daß von diesen Grafen v. Arnstein die Grafen v. Millingenund Barby und die v. Lindau und Ruppin abstammen. Sieselbst sind im I. 1278 erloschen. Ihre Grafschaft kam an die Grafenv. Falkenstein im Harze n. nach mehrfachem Wechsel im 1.1787an Sachsen. lieber deren Wappen bestehen verschiedene Meinungen,so wie Siebmacher selbst dasselbe verschieden angibt. In einer Urkundedes Stifts Walkenried v. I. 1216 nennt Graf Friedrich v. Ro-tenburg den Gebhard v. Arnstein seinen Oheim. An der Urkundehängen beide Siegel (Rotenburg n. A.), leider aber sind dieselben imUrkundcnbuch für Niedersachsen II. 84, woher diese Stelle entnommenist, nicht beschrieben. - Ebendas. III. 11. kommt Gebh. v. Arn-stein als Kanonikus zu Halberstadt 1362 vor.

(Büsching, Erdbeschr. III. Th- 2. Bd. S. 3096. v. Meding III. 12. Sicbmacher II. 18. IUI. 13.) Albuins, Hist. d. Herrn u. Grafenv. Werthern S. 60. Ersch n. Grnbcr, Encycl. V. Th. Art. Arnstein.Bndäi, hist. Lex. Forts. S. 72. Pfeffingen, brannschw. Gesch. I. 633.Gauhe I. 19. V .Zedlitz. ^ Mannstein, Ad. Lex. ^ v. H.)

3. st Arnstein, ein uraltes Dinastengeschl. im Nassauischcn,wo die Burg A. an der Lahn vom Grafen Arnold (164861) er-baut wurde. Dessen Urenkel, Ludwig III. Gf. v. Arnoldstein oderArnstein, machte ans seinem Schloß ein Prämonstratenser-Kloster1139, er selbst, der Lczte seines Geschlechts, starb in einem andernvon ihm gestifteten Kloster Gummersheim 1158 als Mönch.

(Vogel, Beschr. des Herzogthums Nassau II. 198 ff.)

4. st Arnstein, ein altes niederösterr. im 11. u. 12. Jahrh.oft vorkommendes Geschlecht, welches wahrscheinlich mit Konradv. A., Bischof zu Wien um 1465 erloschen ist. Es führte im gold.Schilde einen schw. Adler auf einer dreispizigen Felsenwand stehend.Ihre Burg lag bei Mertenstein und Mariazell.

(Wisgrill I. 154 u. 156. v. H.)

5. st Arnstein, ein altes adliches Geschlecht in Franken, wel-ches von d. Grafen dieses Namens ganz verschieden ist. Ihre Stamm-burg befand sich bei Schw einsurt. Sie starben in der zweitenHälfte des 15. Jahrh. aus, u. ihre Bcsizung fiel 1464 an das Bis-thum Würzburg. (Siebmacher II. 75. v. Meding III. >2.Salvcr 304. Biedermann, R. W. Taf. 373. v. H.)

Arnstein, s. Pereira v. A.

1. Arnstciner, Arnstein. Josef Michael Arnsteiner, Bankier inWien, wurde 1783 mitEdler von" in den österr. rittermäßigenAdelstand erhoben. Michael Josef Ritter v. Arnstein (wahrschein-lich der vorstehende) erlangte 1793 die frhrl. Würde mit dem Namen

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