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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Aug

oberösterr. Geschlecht gleichen Namens, welches um 1496 in Urkundenerscheint; nach 1593 geschieht keine Erwähnung dieser Familie mehr.sWisgrill I. 134 u. f., wo auch das Wappen. v. H)

ch Angcrhcim (halb gespalten u. getheilt wie Schaumberg oderWesterstctten). Thurm und Ansiz A. liegt bei Mais (Mcran). Diev. A. haben das Marschallamt in Tirol innegehabt, auch SchloßNeuperg zu Obermais, so 1513 die v. Trauttmannstorff erbten;das Schloß war eine Zeit lang Ruine u. ist erst in neuester Zeitvom Grafen Josef v. Trauttmannstorf wieder erbaut u. Trautt-mannstorff genannt worden.

Angcrhcim, s. Grabmayr v. A.

Angcrheimli, s. Dorffner v. A.

1. Angmuayer. Der k. k. Hauptmann Angermaher erlangte1798 den Adel. sM. v. M. 157J

2. Angcrmaycr. Der k. k. östcrr. Staatsrathssckretär JohannAngermayer v. Rebenbcrg oder Bebenberg wurde 1844in den Ritterstand erhoben. sA. A. Z. von 1844. v. H.s

st Aligcrmiilidc. Henriens de A., ein (adlichcr) Bürger zu Stet-tin, steht in einem Briefe des Abts v. Walkenried 1263 als Zeuge,illrk. Buch für Nicdersachcu II. 236.1

Angcrii, Aengcrn, bei Magdeburg auf Seldorf seßhaft, auchin Pommern begütert. Im I. 1388 hat sich das Geschlecht beiMagdeburg niedergelassen, wohin es aus Schweden, nach andernaus Danemark gekommen sein soll. Aus dieser Familie stammte derprcuß. Kriegsmiuister Ferdinand Ludwig Friedrich v. Angern.

sMannstein, Ad. Lex. Brüggeinann I. B- 3. Hptst. v. Zedlitz.Siebmacher I. 172 unter Aengcrn. Zedier, Suppl. I. 1464. Bucelini,Germ. t. II. p. 43. v. Ledebur I. 14. u. III. 182.1

's Angcrjltiii, ein ausgegangenes preuß. Adclsgeschlecht; schonim 13. Jahrh. befanden sich die v. A. unter dem Adel des Fürsten-thums Kalenberg.iFalke, trad. corb. p. 861. v. Zedlitz. v. Ledebur I. 14. III- 182.)

Aiigrclm, s. Legrand d'A. Angrcth, s. Kempf v. A.

Anggal v. Sik ct Iik-Alioni. Karl A. v. S. et S.-A. stand 1857als Rittmeister im 4. österreichischen Husaren-Regiment.

1. st Anhalt. Ein Henricus d e Anehalt, Probst zu St. Boni-fazius in Halbcrstadt, kommt 1399 in einer walkenricder Ur-kunde als Zeuge vor. sUrk. Buch f. Nieders. III. 62.ss Es gab wahr-scheinlich ein fürstl. anhalt'scheS Ministerialen-Geschlecht gleichenNamens. Vielleicht war auch dieser Heinrich v. A. Homo spurius?

2. ch Anhalt. Die Gemahlin des Fürsten Lebrccht von Anhalt-Bernburg, Eberhardine Jakobea Wilhelmine, geborne v. Wrcde,wurde am 1. Aug. 1795 zur Reichsgräfin v. Anhalt erhoben.

sGeneal. Staatshandb. von 1758. S. 5.)

3. ch Anhalt. Die Kinder, welche der Erbprinz Wilhelm Gustavvon Anhalt-Dessau in heimlicher Ehe mit Sofie Herre, einesdessauer Brauhcrrn Tochter, erzeugt hatte, wurden nebst ihrer Muttervon Kaiser Franz I. im 1.1749 in den Grafeustand erhoben und er-hielten ein dem anhalt'schen ähnliches Wappen. Es sind jedoch dieseGrafen v. Anhalt im I. 1823 wieder ausgestorben.

sdc Marees in Ersetz u. Gruber, Enctzclop. IV. 134. (JakobiZ Europ.gen. istaatshdb. 18011. Th. 1. S. 374. Püttcr üb. Mißhenrathcn S. 259. Siebmacher, Suppl. IX. Taf. 1. n. KZ. v. Ledebur I. >4. v. H-)

4. Anhalt. Der obengenannte Erbprinz Wilhelm Gustav vonAnhalt-Dessau, geb. 1699 und gest. als Erbprinz 1737, hinter-ließ zwei natürliche, mit einer Bürgerlichen, NamenS Schardius,Tochter eines Superintendenten in Dessau, erzeugte Söhne. Derälteste erhielt den Namen Wilhelm, der jüngste den Namen Philipp,

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und beide wurden bürgerlich erzogen. Nach dem Tode ihres Vatersnahm sich der Prinz Moriz von Anhalt - Dessau der Erziehung Wil-helm's besonders an u. brachte ihn als Lieutenant in preuß. Dienste.Er wurde dem K. Friedrich II. persönlich bekannt n. auf dem Schlacht-felde von Liegnitz zum Hauptmann befördert; da König Friedrich II.seinen Ursprung kannte, rieth er ihm auch, den Namen Anhalt an-zunehmen. Die Fürsten von Anhalt gaben ihre Einwilligung dazu u.er wurde nebst seinem Bruder Karl Philipp im Febr. 1761 von KönigFriedrich II. von Preußen mit v. Anhalt geadelt. Er starb am12. Febr. 1891 als General der Infanterie auf seinem Gute beiZiesar. Der jüngste v. Anhalt stand zulczt bcim reitenden Artillerie-Corps u. wurde als Generalmajor pcnsionirt. Die Familie blüht noch.iVehsc, Gesch. des prcutz. Hofs u. Adels IV. 25. v. Zedlitz, Ad. Lex.

Tyroff, preuß. Wappenbuch. Leben des Generals Heinrich Wilhelmv. Anhalt, v. Fr. Gottschalk, in d. bernburg. Nnzeig., 1803. St. 41 w 42.

Auch im Rcichsanz. von 1803. n. 302. v. Ledebur I. >2. III. 182.)

1. 's Anhänger (drei, 2. 1., Ringe im Schild), ein altes ober-österr. Geschlecht, welches schon 1368 das Schloß Reit besessen,aber um 1469 erloschen ist. sO. S. Hund III. 213. Hoheneck II.10. 423. 474. 480. 730. Anhang 32, wo aber das Wappen der Anhängerv. Reit irrig mit dem des nachfolgenden Geschlechts verwechselt ist.)

2. -s Anhänger. (Im Schild ein Ast, daran drei Lindcnblätterhängen.) Der Stammstz dieses Geschlechts lag im Jnnviertel beiRied. Peter A., Pfleger zu Obernberg 1394. Joachim Anhain-ger, Annigcr 1492. Peter und Binzens A. 1419 fs.

sO.S. M. B. IV. 506 ff. - Hund III. 213.)

Anhnrting, altbayerisch. Eine Urkunde des Klosters A uam Inn v. 1.1326 beginnt:Ich Ulreich der Anhartingcr u. meinSun der Her Chunradt, der Ritter, und mein Sun der Bläsel, undder Ulreich, verziehen u. s. w." sM. B. I. 238.ss

Anhcr. Die.Gebrüder Hans und Michael Anh er wurden 1614in den Adelstand erhoben. sN. T. A. N.sj

s Anich (Annich) ii. Altlcchcn haben schon 1399 den FreisizAltlechcn zu Kartätsch innegehabt. Anna v. Anich, die Lezteihres Stammes, hat Güter und Wappen an den Frhrn. Franzv. Spaur durch Hcurath gebracht,sv. Maycrh., Mss. Vergl. auch Graf Spaur.)

-s Anichingcr, altbayerisch; führten im Schild drei Weckennebeneinander. sO. S.ss

-s Amörcs, ein französ. Geschlecht, das sich nach Preußenwendete, daselbst aber wieder erloschen ist. Friedrich Paul v. A. war1779 prcuß. Kammcrgerichtsrath und Friedrich Benjamin v. A.preuß. geh. Rath und Generalfiskal, bekannt als Schriftsteller,sv. Ledebur I. 14. Kncschke.)

-s Ankclnninn. Diese meiSnischc, aus Hamburg stammendeFamilie wurde 1698 in den Adclstand erhoben; die Brüder u. Vetternder Familie erlangten 1623 Adelsbestätigung. Um das Jahr 1739 istdie Familie erloschen. Geschlechtstafeln befinden sich in der Iakobi -Lindner'schen Sammlung. sMannstein, Ad.Lex. Gauhcll. 15.v. Ilcchtritz, dipl. Nachr. I- 4. v. Ledebur I. 12. III. 182. v. H.)

Aiikciiiinnid, Philipp, k.k. österr. Oberstlientenant, wurde imI. 1791 in den Freiherrnstand erhoben. sM. v. M., Erg. 4t. v. H.)

-s Ankcurcuttcr, nicht Angelreutter, kommen schon 1397 alsEdelleute in Kärnthen vor; sie wendeten sich von da nach Niedcr-österreich, wo sie mehrere Besizungen erwarben. Nach der Mittedes 15. Jahrh. kommt nichts mehr von diesem Geschlcchte vor, daheres wol erloschen sein mag. sWisgrill I. 135 n. f. v. H.)