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1. Alcnnnni. (Stammwappen 1602: Getheilt, oben ein Löwe,nnten drei Wolfsangeln.) Am 9. März 1602 wurden 11 Alemannans magdebnrgischem Patriziergcschlechte für rechtgeborne Edellcutevon K. Rudolf It. erklärt, n. ihnen der Gebrauch des Wörtchcns „von"gestattet, welche Standeserhöhung 1699 von Kurfürst Friedrich III.von Brandenburg anerkannt wurde. K. Josef bestätigte am 30. März1711 Kaiser Rudolf's Diplom. Im 1.1715 wurde Egid v. A., knr-sächsischer Bergwerksdircktor, von K. Karl VI. in den Freiherrn-stand erhoben und das Geschlecht für uralte Edelleute erkannt. ImI. 1850, 10. Jan. erhielt der kais. österr. Generalmajor v. A. diefreiherrliche Würde; die Familie ist bei Magdeburg seßhaft.
(Manustein, Ad. Ler., wo auch das Wappen berichtiget wird. — O. S.Tyrosf I. 27t. — v. Ledebur I. 6. III. t3t. — Preust. Wappenb. II. 7l.)
Das Geschlecht soll dem Erlöschen nahe sein. fv. H.)
2. ch Aicmainl. Der am 21. Okt. 1731 in den p reuß. Adelstanderhobene Hauptmann Johann Ernst Alemann, der Sohn einesDomänenbeamtcn aus dem Ravensbergischen stammend, dessenWappen ganz verschieden von dem der vorstehenden Familie ist, bildeteeine zweite, aber 1762 erloschene Familie v. Alemann in Preußen.
(v. Zedlitz. — v. Ledebur w. I. 7. — v. H.)
Aieilmy, Benedikt, wurde 1572 geadelt. (R. T. A. R.)
Alcmbcrt, Jean le Bon d', geb. 1717, ein unehelicher Sohn desArtillcriekommissärs Destonches u. der Frau v. Tencin in Paris,ward von seiner Mutter ansgesezt und von einer armen Glasersfrauerzogen. (E. S.)
st Aicilyoii, d'. Alexander Peter d'Alengon, bergier de Bou-logne, Präsident des oranischen Parlaments, kam im Anfangedes 18. Jahrh. nach Berlin; eine gleichnamige Familie aus Metzging nach Brandenburg, von welcher ein Zweig wieder nachFrankreich zurückkehrte. fErmann, memoires des Rcfugies IX.S. 3. — v. Zedlitz, Ad.Lex.) Beide sind in Deutschland erloschen.
(v. Ledebur I. t7.)
Alendorf, Allendorf, Altendorf, Altendorff, s. Aldcndorf.
1. ch Alciikoscii (im Schild ein eckig gezogener Balken, aliasWecken aneinandergereiht), altbayerischer Adel, hatten zu Wind-bcrg (Bogen, Niederbayern) ihr Stift. Daselbst liegt Irmgard nxorHcinrici de Alenkhoven, militis, ch 1299. fHund III. 207.)
2. ch Alcnkoftn (Alukhoffen), ein anderes altbayerisches Ge-schlecht, führten ein Wagenspriet im Schild. fO. S.)
chAlcrsbnrg, kommen unter dem bayer. Adel im 12. Jahrh. vor.
(Ried, cod. dipl. ratisb. p. tgl.)
ch Alert, ein erloschenes Stadt Münster'sches Geschlecht, dasin einer Urkunde vom 9. Nov. 1554 zum angesessenen Adel gerechnetwird. (Kneschke.)
ch Ales, ein französ. Geschlecht, aus welchem zwei GrafenV. A. im preuß. Heere standen, (v. Ledebur!. 7 ohne Wapp.-Ang.)
Alcslcbcn. Hinricus de Alesleve siegelt 1363. Gumprecht 1405.(Schild getheilt, oben wachsend ein Löwe, unten drei Rosen.)
(Neue Mitth. des thüring. Vereins VI. 134.)
Alcjstnidrini v. Ueuensteiii. Der Adel wurde um 1580 dieser inTirol seßhaften Familie durch Kaiser Rudolf II. crtheilt. Neuen-st e in erwarben später die v. Tr c nti n i. (v. Hcfncr, tirol. Adel S. l .)
ch Alcmin, ein braunschweig'sches Adelsgeschlecht.
(Manccke, Schauplaz d. braunschw.-lüncb. Adels, Mspt. II. fol. 3. 6.—v. d. Knesebeck 463.)
ch Alerondri, ein braunschweig'sches Adclsgeschlecht.
(v. d. Knesebeck 463.)
- Alh
Alcrandromez, ein polnisches Geschlecht, seßhaft in Galizicn,ans welchem Stanislaus v. A. i. I. 1800 in den galizischen Grafen-stand erhoben wurde. (M. v. M., Erg. 7. — v. H.)
Alcri. Die Gebrüder Alexi auS Görz erhielten (wann?) einNeichsadelsdiplom. (R. T. A. R.)
Alcris (Illerich) v. Maina, s. Maina,ch Alcrwangcn, ein königsbcrger im 17. Jahrh. erloschenesGeschlecht, welches seinen Stammst; im Kr. Fischhansen hatte,(v. Ledebur I. 7. III. l8t. — v. Zedlitz.)
ch Alsminidc, ausgestorbener pommer'scher Adel.
(v. Zedlitz — Mannstein, Ad. Lex.)
Alfson, nach andern Alffo», k. k. Generalfeldwachtmeister, er-langte im I. 1777 den österr. Frciherrnstand.
(M. v. M., Erg. 46. - v. H.)
ch Alfter, ein altes adlicheö Geschlecht in Köln, welches daskölnische Erbmarschallamt besaß. Dasselbe führte in G. 3 r. Balkenu. mag im 14. oder 15. Jahrh. erloschen sein. Die Herrschaft Alfterund das Erbmarschallamt kamen durch Vcrheurathung mit der leztenTochter an die Wevelinghoven und von diesen abermal durch Ver-heurathung an die jezigen Fürsten v. Salm-Neifcrschcid.(Fahne I. 5. II. 2. - K.)
ch Algarotti. Friedrich der Große von Preußen erhob die beidenBrüder Franz und Bonhomme Algarotti, Söhne eines Kaufmannszu Venedig, am 20. Dez. 1740 in den Grafcnstand und machte el-fteren darauf auch zum Kammerherrn; es hatte sich derselbe durch leb-haften Geist, Wissenschaft und verschiedene Künste ganz besondersausgezeichnet; die Familie erlosch um'S Jahr 1770 wieder,(v. Zedlitz I. 36, wo auch das Wappen beschrieben ist. — v. Ledebur I. 7.)Algaq v. Lustciili». Alexander A. v. L. stand 1856 als Lieutenantin österreichischen Diensten.
ch Algcrspach, Adilgerspach, ein uraltes längst ausgestorbenesadliches Geschlecht, das in Wig. Hund, metrop. Salisb. einigemalvorkommt n. bei Wisgrill I. 63 einmal, um die Mitte des 12. Jahrh.genannt erscheint, fv. H.)
Algeshaimb, s. Poßmann v. A.
ch Algcsheim. Husc v. A. nebst ihren Kindern Clas, Conczin u.Katharina ist 1392 unter dem angesessenen Adel zu Oberingelheimaufgeführt. sMone VIII. 402.)
Algcstorp finden sich unter dem braunschw eig'schen Adel im12. Jahrh. (Falke, trad. corb. p. tl7.)
ch Merdingen (Alhartiug) kommen unter dem bayerischenAdel im 13. Jahrh. vor, führten ein Mühlrad im Schild. Diemarv. A. in Briefen des Klosters St. Nikolaus 1150; ebenso Rudolf,Albert und Uzil, Brüder v. Alhartingen 1321.
(Ried, cod. dipl. ratisb. p. 376. — M. B. IV. 247. 3SS.)
ch Alhartslicck, Allhardspeck (mit den Sternen), ein altbayer.,später auch niedcrösterr. Geschlecht. Das Stammhaus lag imGericht Tcisbach (Niederbayeru). Primi: Wilhelm u. Wernhart dieNlhartspeckhm 1351. Ultimus: Hanns Wolf A. ch 1562.(Bucelini macht von dieser Familie einige Meldung. — Wisgrill I. 64.
— v. Hefner, ch bayer. Adel S. I. Taf. l. — v. H. — Hund III. 262.)
ch Alhartspcrg, eine alte niedcrösterr. Familie, welche im12. und 13. Jahrh. in Klosterurkunden erscheint, aber im 15. Jahrh.ausgestorben sein mag. Es soll übrigens zweierlei Geschlechter diesesNamens gegeben haben, ein älteres, Alhartisberg, u. ein anderes,Alhartsb erg. (Wisgrill I. 65. - v. Hoheneck III. 553-555. — v.H.)