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1 (1860) A - F : enthaltend zuverlässige und urkundliche Nachrichten über 9898 Adels-Geschlechter
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Ald Ale

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am 6. Juni 1738 ohne männliche Nachkommen. Er hinterließ nureine Tochter, welche im I. 1733 mit Wilhelm Grafen v. Bcntinkvermählt wurde. sJmhoff, not. proc. P. IV. cap. 9. Zedier I. 1549.

Spcncr, op. her. I. spcc. p. 916. T. 37. n. 5. Hübner I. Th. T. 216.

Gcncal. Staatshandb. Jahrg. 1827. S. 286. 392. Ganhe I. 19.Schannat, snld. Lehnhof 39. v. Meding II. S. 11. Hammclmann,de fam. cmort. v. Hst

1 Aldcndorf, Alendorf, Allendorf, Aldcndorp. Dieses Namensgab cS sicher mehrere AdclSgcschlechter in Deutschland; denn derName selbst gehört wie Altcnbnrg, Altcnheim n. s. w. zu den häu-figst vorkommenden Adclsbencnnnngcn.

1. Die v. Aldcndorf, welche einen gegitterten Schild geführthaben sollen nach Schannat, fnld. Lehnhof S. 39. Dieser Schriftstellerist der Meinung, daß dieses Geschlecht mit dem Domherrn Johannv. A. zu Würzbnrg im I. 1496 erloschen sei. Hiernach müßten zweiJohann v. A. mit verschiedenen Wappen zu gleicher Zeit in WürzbnrgDomherren gewesen, zu gleicher Zeit gestorben und zu gleicher Zeitihr Geschlecht beschlossen haben, da Biedermann, R. n. W. Taf. 372und Salvcr S. 312 gleichfalls einen 1496 gcstorb. Domherrn Johannv. Alendorf mit einer Schrot- oder Weinleiter im Wappen an-führen. Es drängt sich aber hier die sicher gegründete Vermnthungauf, daß das gegittert sein sollende Wappen ans einem Jrrthume be-ruht, indem nämlich der Kupferstecher das vielleicht undeutlich ausge-drückte Siegel der Schrotleiter d. rheinländi scheu, nachher fränki-ch en v. Alendorf für ein Gitter angesehen haben mag. Dafür sprichtvorzüglich, daß keine zwei Domherren v. A. damals im Stifte sich be-fanden, und es auch mehr als auffallend sein müßte, wenn zwei ver-schiedene Familien gleichen Namens an demselben Orte mit gleichenVornamen, in der gleichen geistlichen Stellung n. in demselben Jahregestorben und ihre Geschlechter beendiget hätten.

2. Das Geschlecht der Alendorf, welches eine Schrotleiter imWappen führte, stammt, wie erwähnt, aus der Nheingcgcnd, wendetesich nach Franken, wurde daselbst mit Ober- n. Nnterleinbachbeliehen, n. starb mit dem Domprobst Joh. v. A. im I. 1496 aus.

3. Ein Geschlecht, genannt v. Aldcndorf, führte im silbernenFelde ein rothes Schildlein, im Obcrcck ein Ring (Beizcichen). DasWappen scheint mir unzweifelhaft auf niederrheinischenUrsprnngzu deuten. Das Stammhaus soll an der Unna in der GrafschaftMark gelegen sein und ist das Geschlecht am 8. Okt. 1568 mit Wil-helm v. A. erloschen. Im Eichsfeld und am Rheine hatte sich dasGeschlecht auch seßhaft gemacht, vielleicht sogar vom Rhein ursprüng-lich ausgegangen. Hnmbracht gibt von dieser Familie S. 263 eineStammtafel. Doch schreibt er solche Allendorf, während v. SteinenII. 781 sie v. Alendorf nennt. sSiebmacher I. 116. Fahne I. 4.

Ganhe I. 13. Wolf, cichsf. Urkunden S. 9. Mannsteinst

4. Ein anderes westfälisches Geschlecht v. Aldcndorf,Aldendorp, hatte sein Stammhaus im Amte Blankenstein inder Grafschaft Mark und führte drei Bremsen im Schilde, v. SteinenII. 781 gibt einige davon an, wie er sie in jener Gegend auffand.Es soll mit Wiblerns v. A. im 1.1249 erschienen sein, wie v. Zedlitzsagt, wo übrigens alle drei Geschlechter zusammengeworfen werden.Wann die Familie erloschen ist, konnte nicht aufgefunden werden.

5. Ein fünftes Geschlecht v. Aldend orf führt v. Ledebur an,welches im 14. Jahrh. geblüht und schrägrechtS geführte Bäche imWappen geführt haben soll.

6. Aldendorp, Oldendorp de antiqua Villa, das Stamm-hans Ohlendorp im Braunschweig ischen. Dieß Geschlecht war

Stammbuch des Adels in Deutschland.

mit den v. Wehre Eines Stammes und Schildes. Es bekleidete eineZeit lang das Schenkcnamt zu HildcShcim, und kommt in dieserEigenschaft Sifridus pinccrna (de A.) 1176 zum erstenmal vor. Ei-nige Jahre früher, 1171, erscheint derselbe Sifrid de vetcri Villaohne das Schenken-Prädikat in walkenrieder Briefen. Noch 1393-1312 finde ich einen Ritter Ncinrhard v. Aldcndorf in Urkundendesselben Stiftes. Dieß Geschlecht führte den Schild ganz mitEisenhütlcin überzogen. Vielleicht ist ans Mißverständnis' darausspäter der gegitterte Schild gemacht worden, den das unter 1. aufge-führte Geschlecht geführt haben soll.

sllrk.Buch für Niedres. I. 7. 62. II. 19. III. 21. 84st

st Aldcnhoufcn, ehemalige Grafen im 13. Jahrh., deren Graf-schaft in der Mark Brandenburg außerhalb Magdeburg lag, wozudas Schloß und Städtchen Oesterburg gehörte. Markgraf Albrechtvon Brandenburg nahm solches ein n. der Erzbischof von Magdeburgverkaufte es 1371 an Albert v. Sternberg; es kam aber 1383 wie-der an daS Stift. sBrottuf, anhalt. Chron. Sa,r. Hoppenrod S. Istst Aldcnhonc», ein schon im 15. Jahrh. erloschenes jülich'schesGeschlecht. sFahne II. 2st

Aldcnroidc, s. Altenrath.

f Aldenfee. Sie gehörten zum sächsischen Adel und waren beiMeißen ansäßig. Kurfürst Moritz v. Sachsen schenkte dem OberstenGeorg v. A. das säkularisirte Kloster Gosc ck. Die Familie ist 1551,nach andern 1581 erloschen.

sMannstein, Ad. Lcr. Ganhe II. 7. Schameli, Beschreib, v. GoseckS. 91. Zedier, Univ.Ler. Suppl. B. I- 1999. v. Hst

st Aldergcst, Aldcrgast, ein schlesisches, schon zu Ende des14. Jahrh. ausgestorbenes Geschlecht. Es gehörte zu den Vasallen desHerzogs von Oels, welcher noch 1365 demselben das Dorf Stros-lawiz zu Lehen gab. sv. Zedlitz. Sinap I. 236. v. Hst

s- Aldcrspoch. Hund I. 166 sagt, sie seien ein Hcrrcngeschlechtgewesen n. hätten daS Kloster Ald er SP ach in Nicderbayern gestiftet.Ich finde aber im Fnndationsbrief sM. B. V. 353st vom I. 1139keine Erwähnung dieser Grafen.

Aldcrwcrdt. Johann Ludwig v. A., Bürger der Stadt Hattem,Herr ans Heenvlied, Nicino w. erlangte am 19. Jan. 1751 denReichsfrciherrnstand. sR. T. A. Rst

st Aldcshufc», Olkershusen, eine längst ausgestorbene zur b r e-men'schen Ritterschaft gehörig gewesene Familie. sMannstein, Ad.Ler.sjEs ist die Familie nicht mit Oldershausen zu verwechseln. Dasb r cm cn'sche Geschlecht führte einen Vogel im Wappen. S. Olkers-husen.

Aldorf, genannt Wollsfchlügcr, ein altes rheinisches Geschlecht,sv. Hattstcin I. 519st Siehe Altorf.

st Aldringcn, Altringcr, Johann, gebürtig aus Luxemburg,von geringem Stande, anfangs Lakai, schwang sich durch seine Tapfer-keit bis zum kais. Generalfeldmarschall hinauf. K. Ferdinand II. erhobdenselben zum Frhrn. v. Koschin n. Großlipma und 1627 zumGrafen; durch sein kinderloses Absterben erlosch sein Geschlecht wieder,doch ging Namen und Wappen auf die nun fürstl. Familie v. Clariüber, nachdem der kais. Generalmajor Graf Hieronymus v. Clarisich mit der Schwester des Altringer vermählt hatte.

sVehse, Gesch. des öftere. Hofes u. Adels IV. 47. Ganhe I. 265.Anh. S. 1347 n. f. v. Hst Siehe auch unten Clari.

st Alcff, Alfs, eine nied er sächsische Familie im Herzogthume

Bremen, welche im 16. Jahrh. ausgestorben ist.

sMannstein, Ad. Lee., wo auch das Wappen beschrieben ist. MußhardS. 78. v. Meding II. S. 23. v. Hst

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