452
Dzialinsky.
Neuliaus bei Waldenburg die Burg und Ilerrscliaft Neuhaus an einenZweig der Freiherren v. Dyhrn-Herzogswalde fiel. Nun nahm der-selbe mittelst Diplom vom 3. April 1782 den Namen von Dyhern-Czettritz und Neuhaus an, und vereinigte das Hauptbild des Czett-ritzschen Wappens mit dem seinigen. Der letzte Herr dieser ansehnli-chen Güter starb kinderlos, und sein Nelfe, der Freiherr Julius v. D.,gegenwärtig königl. preuss. Landrath und Herr auf Ober-Herzogs-walde, führt gegenwärtig den Namen Dyhrn - Czettritz-Neuliaus lautkönigl. Anerkennungsdiplom vom 14 August 1825. Gegenwärtig istder Chef des gräflichen Hauses Graf Ernst v. Dyhrn und Freiherrzu Schönau, Majoratsherr auf Reesewitz und Schönau, General-Landschaftsdirector von Schlesien , Ehrencurator des Barschauer Fräu-leinstiftes, Ritter des rothen Adlerordens Ister Classe. Derselbe hatzwei Söline, Conrad und Hermann, und eine Tochter, vermählte vonKeltscli. Graf Kurl Adolph, ein Nelfe des Vorigen, königl. preuss.Rittmeister a. D., besitzt das väterliche Gut .Gimmel. — Von denGlogauschen Linien ist Julius, Freiherr v. Dyhrn - Czettritz-Neuhausauf Ober-, Mittel- und Niederherzogswalde, Landrath des Kreises Frei-stadt und Landesältester. Er ist mit einer v. Rabenau vermählt. Dasalte ursprüngliche Wappen der Dyhrn und Dyhern besteht aus ei-nem blauen Schilde, in dem ein silberner Balken von der obernRechten zur untern Linken angebracht und mit drei Rosen belegt ist.In dein gräfl., v. Dyhrnschen Wappen ist dieses erwähnte Wappenbildblos zum Mittel- oder Herzschilde benutzt, sonst ist das Schild nochin 6 Quartiere getheilt; nämlich in 4 Hauptquartiere und in 2 kleinere,die sich über und unter dem Herzschilde befinden. Ueber demselbensieht man im weissen Felde den preussischen Adler, und unter dem-selben ein Bund Pfeile mit den Spitzen nach oben gekehrt im rothenFelde. In dem Quartiere No. 1. steht ein Passionskreuz auf grünemHügel im goldenen Felde; in No. 2. ein silberner Löwe im schwarzenFelde; in No. 3. ein aus den Wolken kommender Arm, der einSchwert hält, im rothen Felde, das 4te Quartier ist durch einenSpitzen - Schnitt getheilt und in Silber. Die linke Hälfte ist mit 3grünen Balken oder Streifen belegt. Dieses Schild ist mit 5 gekrön-ten Helmen besetzt. Der erste trägt den preussischen Adler, derzweite einen Pfauenschweif, mit drei Pfeilen belegt, der dritte odermittlere das Passionskreuz, der vierte einen schwarzen Adlerflügel, be-legt mit dem Balken, der die drei Rosen trägt, auf dem fünften er-blickt man die 7 in ein Bund fächerartig gelegten Pfeile. M. s. Sie-benkees, Bd. I. Abschn. I. S. 344. u. s. f. Tyroff, 8. 120. Bd. II.160. Gauhe, I. S. 350 — 352. Sinap., Till. I. S. 179 — 190.
Nachträglich bemerken wir, dass der erwähnte Georg Abraham,Freiherr v. Dyhrn auf Herzogswalde und Kuttlau, dem bis dahin Brziggenannten Marktflecken Dyhrnfurth a. d. O. Namen und Stadtgerech-tigkeit im Jahre 1663 verschaffte. Es wurde später zum Hauptorte ei-ner Majoratsherrschaft, welche nach dem Tode des letzten Freiherrnvon Dylir auf Dyhrnfurth an dessen Tochter, die an den geheimenStaatsminister, Grafen v. Hoym vermählt war, überging. Nach demAbleben des Letztein kam sie an die Enkelin desselben, dieGrüliuy. Maltzan, vermählte Prinzessin Biron von Curland.
Dzialinsky, die Grafen von.
Aus diesem alten vornehmen polnischen adeligen Geschlechte wur-de Xnvier v. Dz., Herr der Stadt und Herrschaft Flatow, und der Pa-koszer Güter, am 19. Febr. 1786 in den preuss. Grafenstand erhoben,