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Dunkcr.
Breslau, Kaiisch und Kruszwica. Er war aus Dänemark nach Schle-sien gekommen, residirte lange Zeit auf dem Schlosse, das er sichauf dem Zobtenberge erbaut hatte, und verwendete seine unermessli-chen Reiclithiimer zur Erbauung von 77 Kirchen und mehreren Klö-stern in Schlesien und Polen. Seine Thaten und Schicksale, sein Glückund seine Leiden bis zur Blendung haben den Stolf zu vielen Erzäh-lungen und Schauspielen, die unter dem Titel: Peter Wlast erschienensind, geliefert, und in Breslau erinnern die ältesten Denkmäler der Bau-kunst an diesen merkwürdigen Mann. Mit Herzog Bolkos Nichte unddes russ. Fürsten Wladimir Tochter hinterliess er viele Kinder, unddiese wieder Nachkommen, die in mehrere Linien zerfallen, aus de-nen viele Kastellane, Woywoden, Marschälle und Bischöfe hervorge-gangen sind. Die Linie Dunin - Borkowski, deren Stifter Peter Dunin-Borkowski auf Skrzyn und Opole war, erhielt 1818 eine Bestätigungder gräflichen Würde durch den Kaiser von Oesterreich, dieselbegehört aber ihrem Besitzthume nach Galizien und dem KönigreichePolen an. Von den in den preussischen Staaten lebenden Mitgliedernnennen wir nur Se. Erzbischöil. Gnaden, den hochwürdigsten Erzbischofv. Gnesen und Posen, Martin v. Dunin, und den Landschaftsrath Franzv. Dänin auf Lecldin im Kreise Wangrowicz. Das ursprünglich Du-ninsche Wappen zeigt im rothen Schilde und auf dem gekrönten Helmeeinen weissen Schwan, daher sie auch Labenscii genannt werden, weilder Schwan auf polnisch Labencz heisst.
Dunkel', die Herren von.
Die v. D., welche in der preussischen Armee gedient haben undnoch dienen, stammen aus Schweden und waren schon frühzeitig aufder Insel Rügen ansässig, wo nach Briiggemann (Ötes Ilauptstiick)schon um das Jahr 1308 diese Familie bekannt war. Nach Heringsschon oft erwähnter Schrift mit dem Supplement: Catalog. Rangonian.in Originib. Pomeranicis ist eine Linie des Hauses schon längere Zeiterloschen. Einer v. D. , vermählt mit einer Baronesse v. Oltholf, warder Vater und Grossvater der dem preuss. Staate angehörigen v. D.Sein Sohn stand als Rittmeister bei dein Husarenregiment v. Usedom.Später war er Major und bei der 2ten Division des allgemeinen Kriegs-departements angestellt. Als Obristlieutenant trat er aus dem activenDienste und wurde als Postmeister in Oppeln versorgt. Von seinenSöhnen ist Friedrich Wilhelm , der seine militairische Laufbahn eben-falls im Usedomschen Husarenregiment begonnen hatte, später aber indem schlesischen Husarenregiment, sodann bei den schlesischen undbrandenburgischen Uhlanen diente, zuletzt aber Adjutant bei dem Her-zoge Karl v. Mecklenburg, commandirender General des Gardecorpswar, gegenwärtig Obrist und Coinmandeur des 2ten Garde-Uhlanen-Landwehrregiments zu Berlin, und Karl Leopold v. D., Rittmeisterim 3ten Uhlanenregiment. Der Erstere ist mit einer v. Galfron, derLetztere aber mit einer von Miel^cka, Tochter des Berghauptmannsv. M., vermählt. — Ein Oheim starb als schwedischer General, einanderer als Gutsbesitzer in Mecklenburg kinderlos. — Nach einemvor uns liegenden Abdruck führen die v. D. einen fast bogenförmigen,mit drei Kugeln belegten Balken, und unter demselben eine gehenkeltebrennende Granate iin Schilde.