Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
448
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448 Diisterlho Dulian de Jandun.

Stendel, Wesew 11. s. w., in Pommern aber Sabow im Kreise Pyritz.Aus dem Hause Sabow war Bernhard Alexander v. D., der am 4. Jan.j770 kinderlos zu Frankfurt a. d. O. als königl. preuss. Generalmajor,Chef eines Infanterie - Regiments, General-Inspecteur der westphäli-schen Infanterie und Amtshauptmann zu Miililenbeck starb. Er war frü-her Flügeladjutant Friedrichs des Grossen gewesen. Dieser Monarchschrieb an seinen Nachfolger:Durch diesen Todesfall verliert meineArmee, und besonders sein Regiment, einen tapfern General, und eswird gewiss Mühe kosten, ihn wieder zu ersetzen."Ein solchesDenkmal setze ich seinen Verdiensten." Der Landschaftsdirectorvon Düringshofen besitzt Pinnow in der Uckermark und Balfanz imNeustettiner Kreise der Provinz Pommern. Ein Lieutenant v. D., derfrüher im Kürassierregiment vor Balliodz gestanden hatte, iiel im Jahre18l5 bei Belle-Alliance. Auch unter dem österreichischen Adel lindenwir eine gleichnamige Familie aufgeführt, die auch dasselbe Wappenführt. Die brandenburgischen v. D. führen ein quadrirtes Schild undein Herzschild. In dem ersten weissen Quartiere sieht man einen rech-ten goldenen Schrägbalken, in dem 2ten und 3ten goldenen Felde istein aufspringender, einen Pfeil in den Pranken haltender Liiwe darge-stellt, im 4ten rothen Felde erblickt man sechs nebeneinander gelegte,mit den Spitzen nach oben gekehrte silberne Pfeile. Das goldeneHerzschildlein enthält einen schwarzen Adler, und ein eben solcherist auf dem gekrönten Helme angebracht. M. s. Brüggemann lltesHptstück. In dem Wappen der österreichischen v. D., fehlen die er-wähnten Löwen und der Adler ist hier weiss angegeben. Diese Wap-pen giebt Siebmacher III. S. 141. u. S. 64., jedoch nicht nach Briig-gemanns obiger Angabe, sondern mit verschiedenen Abweichungen,z. B. statt des goldenen Balkens einen grünen Fluss.

Diisterlho, die Herren von.

Aus diesem adeligen Geschlechte haben seit langen Zeiten Mit-glieder im preuss. Heere gedient, namentlich der Major v. D., wel-cher früher im Regiment v. Pirch stand, und als Postmeister und Rit-ter des rothen Adlerordens zu Landsberg a. d. W. vor einigen Jahrenverstorben ist. Ein Anderer, der in der oberschlesischen Füsilier-brigade stand, trat im Jahre 1808 als Capitain in russische Dienste.Von dem Erstem dienen Söhne in der preussischen Armee noch ge-genwärtig.

D uIi an de Jandun, die Herren von.

Jacques Eijide v. D., der Sohn eines Gesandtschafts- und Revi-sionsrathes zu Berlin, hatte auf dem College francais daselbst diePhilosophie und Rechtsgelahrtheit studirt und wurde nach Beendigungseiner Studien Führer des Sohnes vom Feldmarschall Grafen Dohna.Er begleitete denselben im Jahre 1715 in dem Feldzuge gegen Schwe-den. Vor Stralsund lernte ihn der König Friedrich 'Wilhelm I. kennenund vertraute ihm die Erziehung und den Unterricht des Kronprin-zen Friedrich, nachmaligen Königs Friedrichs des Grossen, an. Duhanbekleidete diese Stelle vom Jahre 1716 bis 1727. Erst als sein hoherZögling das 15te Jahr zurückgelegt hatte, wurde er von seinen Ob-liegenheiten entbunden und zugleich zum Rathe beim Kammergerichteund dem französischen Consistorium ernannt. Nach Friedrichs II. Ver-suche zur Flucht wurde der ihm von ganzem Herzen zugethane D. auf