Düring — Diiringshofen.
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Düring, die Freiherren und Herren von.
Ein ursprünglich braunschweigisches und bremisches altadeligesGeschlecht, dessen Stammhaus Düringen im Kirchspiele Lochstede ander Lühe liegt. Seine Slammreihe beginnt mit Mushardt Dietrich v.D., der uin das Jahr 1140 lebte. Eine Linie desselben hat sichauch nach Dänemark und Schweden gewendet, und einige Mitgliedersind dort zu hohen Kriegswürden gelangt. Ein gleichnamiges altade-liges Geschlecht mit einem ganz verschiedenen Wappen ist aus Kärn-then und Krain nach Schlesien gekommen. Sinapius nennt es v. Dö-ring, Siebmacher aber Düring. Zu dem erstem Geschlechte gehörteder tapfere Dietrich v. D., ein Gefährte Königs Karl XII. auf seinemabenteuerlichen Zuge in die Türkei. In der preussischcn Armee ha-ben verschiedene Herren v. D. gestanden, und mehrere stehen nochheute in derselben. Ein Obristlieutenant v. D. und Commandern- ei-nes Grenadierbataillons blieb am 4. Juli 1745 in der Schlacht bei Ho-henfriedberg. Zwei Brüder v. D. standen bis zum Jahr 1S06 in demInfanterieregimente v. Lettow als Stabs-Capitaine; der ältere comman-dirte zuletzt als Obrist das I4te Infanterieregiment, und lebt gegenwär-tig als Generalmajor im Pensionstande. Er hatte sich in der Schlachtbei Denitewilz das eiserne Kreuz erworben. Der jüngere war Obrist-lieutenant und Commandern- des 2ten Bataill. 24sten Landwehrregi-ments und ist als Obrist mit Pension dimittirt. Er hat sich das ei-serne Kreuz bei Ligny erfochten. Ein anderer v. D., der in dem Ba-taillon v. Biela stand , trat 1807 in dänische Dienste. Ein königl. ha-növerscher Obrist, Baron v. D., erhielt im Jahre 1818 den preuss.Verdienstorden. In der Gegenwart ist ein v. I). königl. Regierungs-ratli zu Coblenz. Die obenerwähnten braunschweigischen ü. habennach Siebmacher, I. S. 185, in einem goldenen, durch einen blauenQuerbalken getheilten Schilde 8 rothe Widderköpfe und auf dem Hel-me einen vierten zwischen zwei goldenen und blauen BiifFelhörnern.Die schlesischen D. führten nach Sinap., 11. S. 593. im weissen Schil-de und auf dem Helme zwei schwarze gegen einander gestellte Flü-gel, während Siebmacher, V. S. 03- das der aus Kärnthen abstam-menden v. 1). ganz anders angiebt. Iiier ist das goldene Schild durcheinen schwarzen Querbalken, der mit einem goldenen Kanonenlaufe be-legt ist, getheilt. Auf dem unbedeckten Helme steht ein Thurm, vondessen Zinnen eine roth und silberne und eine gold und schwarzeFahne herabweht.
D iirin gsfcltl, Herr von.
Des jetzt regierenden Königs Majestät hat den damaligen Lieu-tenant im 2ten schlesischen Husarenregiment Schmidt , mit Beilegungdes Namens von Düringsfeld, nobilitirt. Derselbe erwarb sich im Jahre1812, in dem Feldzuge gegen die Russen, in Kurland den Verdienst-orden und in der Schlacht bei Leipzig das eiserne Kreuz. Er ist ge-genwärtig Major a. D., und lebt auf seinem Gute Pluskau beiHerrnstadt.
Düringsliofen, die Herren von.
Eine alte uckermärkische und pommersche Familie. In der Ucker-mark besass sie namentlich Niederlandin, Muhro, Passow, Pinnow,