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Druffel — Drygalski.
Ilinneburg vermählt. — Aus dem oben erwähnten Hause Droste-Sen-den besitzt Maximilian, Freiherr v. Droste-Senden, gegenwärtig dieGüter. Einer seiner Briider, Edmund , Freiherr v. Droste, ist kais. k.österreichischer Kammerherr und Mentor der Söline des ErzherzogsPalatins. Das Wappen der Freiherrn v. Droste-Vischering ist einsilbernes Schild im rothen Felde; auf dem gekrönten Ilelme zwei Biif-felhörner, das zur rechten roth, zur linken Silber. Die Helmdeckensind Silber und roth. — Die Grafen v. Droste-Vischering-Nessel-rode- Reichenstein führen ein quadrirtes Schild. Die Felder 1 und 4sind weiss und darin drei schwarze Carreaux, die von der obern rech-ten Ecke sich mit den Spitzen berührend nach der linken unternEcke hinlaufen. Die Felder 2 und 3 sind gelb. Hier sind wieder injedem drei rot he Carreaux, die von der linken oberen Ecke zur un-teren linken laufen, vorgestellt. In der Mitte sind zwei Herzschilderangebracht. Das obere enthält das Droste - Yischeringsche weisseSchild im rothen Felde, das untere aber den oben viermal und untendreimal gezinkten silbernen Balken im rothen Felde, das Hauptbilddes Nesselrodeschen Wappens. M. s. Münsterscher Stiftskai. 1784. vonSteinen, III. Taf. 04. Imhof, Not. proc. mp. p. 154. Gauhe, 1. S.340. Siebenkees, I. Abschn. I. S. 330. Das Wappen giebt Siebma-cher, I. S. 180. S. 100. Tyrotf, 1. S. 291. III. Taf. 09. Das grällicheWappen findet man in Berndts rheinischem Wappenbuche; auch indemder preussischen Monarchie, wo es I. S. 31. abgebildet ist.
Druffel, die Herren von.
Des jetzt regierenden Königs Majestät erhob am 8. November1804 den geheimen Kriegs- und Domainenrath Druffel, in Münster,in den Adelstand. Derselbe erhielt als geheim. Reg.-Rath und älte-stes Mitglied des Collegiums auch Jubilar, im Jahre 1832 den rothen Ad-lerorden 3ter Classe. Gegenwärtig stehen im Staatsdienste seine dreiSöhne: der Medicinalrath Dr. v. D. zu Münster, der Criminalrichter A.v. D. zu Münster und der Landgerichtsassessor v. D. in Aachen.
Drygalski (Drigalski), die Herren von.
Von dieser polnischen und preussischen Familie haben eine sehrgrosse Anzahl von Mitgliedern zum Theil iin preuss. Civildienste ge-standen, aber grösstenteils im Heere gedient. Viele sind auch aufdem Schlachtfelde geblieben, oder an ihren Wunden gestorben. Indem Jahre 1806 zählte die preuss. Rangliste allein 13 Olliziere diesesNamens auf. Der frühere Capitain im Reg. v. Möllendorif v. D., starbals Major im 21sten Infanterie-Regiment an seinen im Jahre 1813 er-haltenen Wunden. Seine Wittwe, eine geb. von Gundlach, lebt gegen-wärtig noch zu Berlin. Ein Sohn aus dieser Ehe ist F. L. F. v. D.,Königl. Kammergerichtsrath, und seine Schwester ist Conventualin imFräuleinstift zum heiligen Grabe.— Ein anderer v. D., der früher indem Regiment v. Wedel zu Bielefeld stand, blieb als Capitain des4ten Infanterie - Regim. im Feldzuge 1813. — Ein Major v. D. istGutsbesitzer in der Gegend von Jülich. — Gegenwärtig dienen zweiObristen v. D. in der Armee, einer als Commandeur der 13ten Land-wehr-Brigade zu Münster, der andere des 32sten Infanterieregimentszu Erfurt. Der Erstere erwarb sich das eiserne Kreuz Ister Classein der Schlacht bei Leipzig, der Letztere das eiserne Kreuz 2ter Classevor Paris.