Dollen — Domaschin.
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Dollen, die Herren v. <1.
Von diesem sehr alten, aus der Altmark abstammenden, und späterin Mecklenburg, in der Uckermark und Pommern sehr verbreitetenGeschleckte, ist der Hauptast, der Mecklenburgsche, schon am Anfangedes 16. Jahrhunderts erloschen. Das Stammhaus derer v. D. ist dasgegenwärtige Domainenvorwerk Dolle, zum Amte Burgstall in der Alt-inark gehörig. Friedrich Bernhard v. d. D., Oberstlieutenant und Jo-hanniterritter, besass 1777 die Güter Preetzen bei Anklam in Pom-mern, und Luckow in der Uckermark. Von der diesseitigen Liniestand Wilhelm Ferdinand v. d. Dollen bis zum Jahre 1806 in demDragonerregimente der Königin; er erwarb sich im Jahre 1793 beiKheintürkheim den Verdienstorden, und starb am 22. Octbr. 1831 zuBerlin im Pensionsstande. Seine Wittwe, Tochter des am 30. Mai1836 zu Stralsund im 90. Jahre seines Lebens verstorbenen königl.preuss. Kammerherrn, Grafen v. Meilin, lebt gegenwärtig noch in Berlin.Seine Söhne, der Kittmeister und der Premierlieutenant v. d. Dollenstellen im 2. Kürassier-Uegimente zu Pasewalk. Der erstere erwarbsich bei Gross-Beeren, der letztere bei Ligny das eiserne Kreuz. Eindritter Solin heisst Oscar, ein vierter Edwin, steht als Lieutenant imim 38. Infant.-Kegim.; ein fünfter Rudolph, ist Lieut. im Keg. KaiserAlexander. Ein Fräulein v. d. Dollen war 1836 Conventualin des Stifteszu Marienlliess. Die v. D. führen im silbernen Schilde einen schwarzenAst mit drei grünen Zweigen, zwei an der rechten, einen an der lin-ken Seite des Astes, auf dem Helme drei Straussfedern (roth, gold,blau), die Helmdecken sind roth, gold, shwarz und blau.
Dölzig, die Herren von.
M. s. von Tholzig.
Domanze, die Herren von.
Ein altes Rittergeschlecht in Schlesien, das sein Stammhaus imSchweidnitzschen am Schweidnitzer "Wasser gelegen hatte, aber auchansehnliche Güter bei Frankenstein und Münsterberg, namentlich Beer-dorf, Schrebsdorf u. a. besass. Der letzte des Geschlechtes, Joachimv. Domanze, liegt mit Schild und Helm in der Pfarrkirche zu Fran-kenstein begraben, mit ihm erlosch am 6. Februar 1,090 das alte Ge-schlecht der Domanze. Das schöne Schloss Domanze kam in neuesterZeit mit den dazu gehörigen Gütern Domanze, Hohen-Poseritz, durchVerkauf aus den Händen eines v. Tschirschky an den General Gr. v.Brandenburg; die Güter bei Frankenstein aber schon vor langer Zeitan die Sauerma's. Das Wappen der Domanze zeigte im rothen Schildeeine durch zwei Linien, die in einer Spitze enden, geformte silbernePyramide. Auf dem Helme waren zwei Arme ohne Hände vorgestellt.Siebmacher giebt dieses Wappen, II. Till. S. 02. v. Meding beschreibtes, I. Bd. No. 185. Sinapius erwähnt dieses Geschlecht S. 338.
D oinascliin, die Herren von.
Eine aus Polen stammende Familie, die zu den verschiedenen alt-adeligen Geschlechtern gehörte, die ihre Abkunft von dem Hause Ja-strzembiec ableiten. (M. vergleiche Okolski Tom. I. p. 331.) Schonv. Zedlitz Adels-I.ex. I. 28