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1 (1842) A - D
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Dolfs Doliva.

und wohlhabendsten in der Provinz Preussen. Schon der Anblick derfreundlichen, wohlgebauten Dörfer, der hübschen Gärten, der trelflichbestellten Felder, der guten Schulen u. s. w., bestimmt zu dieser An-sicht, und die edlen Besitzer haben sich ein bleibendes Denkmal durchdie väterliche Fürsorge für ihre Einsassen gegründet. M. s. preuss.Landes- und Volkskunde von Preuss; Königsberg, 1835. Sodann Hiib-ner's Genealogie, Iii., Taf. 794 80?. Dienemann, S. 186. 206. Spe-ner, Histor. insign. S. 430. Bucelin, I. S. 21 28; II. S. 64 70.Mich. Langwitii Diss. de S. R. I. Burggraviis cum celebritate familiaeper tot secula inclyt. S. R. I. Burggrav. et Comit. de Dohna, Borus-siam ornantiuin etc. Elbing, 1720. Henel, Silesiogr. S. 446. Sinap., I.S. 21 28. Gauhe, I. S. 336 338; II. S. 193198. Sommersberg,Rer. Silesiacar. P. III. S. 801. Allgemeines genealog. Handbuch, I.S. 532 43. Siebmacher giebt das Wappen, I. S. 19. v. Meding be-schreibt es II. No. 189. Dänisches Wappenbuch, fol. 4.

Dolfs, die Herren von.

Ein altes westphälisches Geschlecht, welches sich zum Tlieil auchBockum, genannt v. Dolfs, schreibt. Ein Generallieutenant v. D., wel-cher das Kürassierregiment in Breslau commandirte, starb im Jahre1805; und ein Oberstlieutenant Bockum, genannt v. D., im RegimentGarde du Corps, liel auf dem Bette der Ehre in dem ehrenvollen Rei-tergefechte bei Hainau in Schlesien. Ein Herr v. D., welcher sichdurch verschiedene belletristische Arbeiten bekannt gemacht hat, schreibtsich Baron v. Dolfs -Magni. Die v. D. führen im blauen Schilde dreiim Triangel stehende weisse Lilien, in deren Mitte sich eine Rose be-findet. Die Rose wiederholt sich zwischen zwei Adlerfiiigeln auf demHelme. Eine andere Linie führt ein silbernes Schild, das von de,robern rechten zur untern linken einen mit drei Rosen belegten Balkenzeigt. Krohne, 1. Thl. S. 251.

Doliva, die Herren von.

Ein vornehmes altadeliges Haus in Schlesien, ans dem die Familiev. Koschen war, und in Polen die Brzezinski's und Glombeczki's her-vorgegangen sind. Nach Schlesien kam aus diesem berühmten undvornehmen Geschlechte Laurentius 1., Fürstbischof zu Breslau. Er hattein seiner Jugend als Kreuzritter an der Seite Herzog Heinrich desBärtigen und Theobald, Markgrafen von Mähren, wider die Ungläubi-gen in Preussen gefochten, vertauschte aber das Schwert mit demgeistlichen Gewände im Jahre 1208. Am 13. Septbr. 1244 weihete erdie Kirche zu Unserer lieben Frauen in Schweidnitz ein. Man rühmt vonihm, dass er einer der aufgeklärtesten Prälaten seiner Zeit gewesen, undsich unter ihm das Bisthum Breslau sehr gehoben habe. Er war eingrosser Freund von Büchern und Wappen, und führte viele Gebäudeauf, zu denen er selbst die Risse gezeichnet hatte. Dieser merkwür-dige Mann hatte zu Preichau bei Steinau ein Lust- und Gartenschloss,wo er sich eine seiner Lieblingsbeschäftigungen, die Cultur der Blu-men, vorzüglich der Rosen, angelegen sein liess. Die Vorliebe zu denRosen aber, welche auch das Bild seines Wappens ausmachten, wurdeVeranlassung zu seinem Tode, der, wie die unten angegebenen Schrift-steller erzählen, durch einen Schlaglluss herbeigefühlt, von dem Ein-athmen eines zu starken Rosenduftes, am 7. Juni 1232 erfolgte. M. 8.Dlugossus, in Histor. Polon. libr. 6. Lucae, Cliron. Hanckius in Siles.Alienigenis, C. 4. Henel. Silesiogr. Ren. C. VIII. p. 74.