434
Dombrowski — Dombard.
im Jahre 1291 war Bartholomäus v. D. am Ilofe Heinrichs des Treuen,Herzogs von Glogau. Nur Muthmassung ist es, dass dieses altadeligeGeschlecht, das im Oelsischen , jetzt dem Herzoge von Braunschweiggehörige Gut Domatscliine besessen haben soll. Sinapius, II. S. 591.
Dombrowski, die Herren von.
Aus dieser alten und berühmten polnischen Familie wurde C. v.D. auf Dombrowo im Kreise Karthaus (jetzt Reg.-Bez. Danzig), imJahre 1787 königl. Kammerherr, und im Jahre 1798 erhielt ein v. 1).auf Suleczyn in Westpreussen dieselbe Hofwiirde. Ein Mitglied ausdieser Familie war 1806 Coadjutor beim Domcapitel zu Warschau, undein anderes Mitglied Canonicus des Collegiatstiftes zu Ujiiecow. Meh-rere Mitglieder derselben Linie der Familie dienten zu verschiedenenZeiten im preuss. Heere. Im Jahre 1828 stand im 17. Infanterieregi-ment ein Hauptmann v. D., der bis zum Jahre 1806 in dem RegimentKaufberg zu Danzig- gestanden hatte; ein anderer starb im Jahre 1814als Capilain in einem Garnisonbataillon. Im Monate April des Jahres1836 ist auch ein Sohn des berühmten polnischen Generallieutenantsv. D., bei der preuss. Gardeartillerie eingetreten. In Schlesien schrie-ben sich die Dombrowski aus dem Hause Irsingen im Wolauschen,und besassen auch die jetzt v. Düringsfeldschen Güter Pluskau undOstrowe im Wolauschen. Ihr Wappen aber war ganz verschieden mitdem polnischen; denn sie führten ein weisses und rothes Schild; imweissen obern Felde war ein rother Skorpion, im rothen aber einweisses Hirschgeweihe, während das Wappen der polnischen D. im ro-then Schilde eine weissgekleidete goldgekrönte Jungfrau mit Biegen-den Haaren, welche zwei Trompeten zum Blasen an den Mund ansetzt,zeigt. Dasselbe Bild wiederholt sich, jedoch ohne die Trompeten,zwischen zwei Büffelhörnern auf dem gekrönten Helme. So berichtetOkolski, 1. Till. S. 138, während von dem schlesischen v. D. Sinap.,I. S. 339, und II. S. 592, Erwähnung thut. Ein drittes vor uns lie-gendes Wappen der D. zeigt im silbernen Schilde die erwähnte Jung-frau, auf einem Bären reitend. Auf der Krone steht der verkürzte Bär,eine Blume in den Tatzen haltend, zwischen einem Hirschgeweihe.
Domkard, die Herren von.
Der König Friedrich II. erhob am 19. Juli 1771 den Kammerprä-sidenten Johann Friedrich Domhard in den Adelstand. Er selbst undseine Nachkommen besassen und besitzen noch ansehnliche Güter inPreussen, namentlich sind Sindbandeis bei Pr. Eylau, Worglitten, JVo-rinnen, Pestendorf u. s. w. von Domhardsche Güter, v. D. auf Pesten-dorf, Major der Cavallerie a. D. und früher Landstallmeister, starb am26. Decbr. 1835, 80 Jahre alt. Ein vor uns liegender Abdruck desWappens zeigt im silbernen Schilde einen aus den Wolken kommendenArm, der fünf Pfeile in der Hand hält. Aus der Krone des Helmeswächst ein Löwe, der nach der rechten Seite gerichtet ist. Ein ande-res aber ist quadrirt, und zeigt in den schwarzen Feldern 1 und 4 einegoldene Garbe, im 2. und 3. blauen Felde ein ungezügeltes, nach derlinken Seite galloppirendes Ross, das auch verkürzt auf dem Helmesteht. Ein Herzschildlein zeigt den schwarzen Adler.