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1 (1842) A - D
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Dörnberg.

Ii

goldenem Kleinod gezierten Helme ßteigt ein links gekehrter goldenerLöwe mit gedoppeltem Schweife hervor, welcher mit beiden Vorder-pranken einen ausgerissenen Palmbaum hält. Die Helmdecken rechtssind rotli und Silber, links schwarz und Göhl.

2j Karl Heinrich v. I)., der am 18. Mai 1819 in den Adelstanderhoben worden ist. Derselbe stand als Premier-Lieutenant bis zumJahre 1823 im 12. Husarenregiment, und nahm dann als Rittmeisterden Abschied.

Dörnberg, die Freiherren und Herren von.

Aus diesem alten, Franken und Hessen angehörigen, vornehmen,zum Tlieil auch grällichen und freiherrlichen Geschlechte haben zuverschiedenen Zeiten Zweige in kurbrandenburgschen und königl. preuss.Diensten gestanden. ]l'idfi/ang Ferdinand v. D. von der hessischenLinie, früher Minister des Landgrafen von Hessen-Cassel, trat am 28.Februar 1771 in preuss. Dienste als wirklicher geheimer Staats- undJustizminister. König Friedrich 11. übertrug ihm das geistliche refor-mirte Departement und das Directorinm der Armenangelegenheiten.Auch war er Präsident des franz. Oberdirectoriums und Oberconsisto-riums, später wurde ihm auch das oberste Präsidium der drei Senatedes Kammergerichts, endlich das des Obertribunals übertragen. Nachdem Abgange des wirklichen geheimen Staats- und Justizministers,Freiherren v. Zedlitz, der sich im Jahre 1789 auf seine Güter inSchlesien zurückzog, übernahm er gemeinschaftlich mit dem Gross-kanzler, Freiherren v. Carmer, das pfälzer Coloniedepartement.Kin anderer Freiherr v. D. war 1805 Vicepräsident der Kriegs- undDomainenkamtner zu Anspach. In der Armee stand bis zum Jahre180b, und zwar als Capitain in dem Bataillon Biela der magdeburgi-schen Füsilierbrigade, der gegenwärtige königl. hannoversche General-lieutenant, ausserordentliche Gesandte und bevollmächtigte MinisterFreiherr v. D. Im preuss. Civildienste steht gegenwärtig ein Freiherrv. D. als Forst-Inspector zu Siegen, im Reg.-Bez. Arnsberg. Er erhieltim Jahre l8?ö den preuss. Johanniterorden. Die Tochter des obenerwähnten königl. hannüverschen Generallientenants v. D. ist an denpreuss. Generalmajor und Adjutanten des Kronprinzen, Grafen von derGröben vermählt. Siebmacher giebt das Wappen der Freiherren v. D.III. S. 34. Das Schild ist durch einen von der obern Rechten nach deruntern Linken gelegten silbernen Balken in zwei Hälften getheilt. Dieobere Ilälfte ist rotli, die untere blau ohne ein besonderes Bild. Aufdem Helme stellen zwei roth und blaue BiUfelhörner. Die gräfl. Li-nie, die sich auch Dörnberg-Leonberg schrieb, und deren Stammhausim Anspachschen lag, deren Güter aber mit des letzten Grafen v. Dörn-berg Erbtochter an (leren Gemahl, Friedrich Grafen v. Oeffingen, fie-len , später aber von den Markgrafen von Brandenburg wieder durchKauf erworben wurden, führte ein rothes von einem blauen Balken inzwei Hälften getheiltes Wappenschild, und auf dem Helme einenrothen, mit dem blauen Balken belegten, nach der rechten Seitegekehrten Adlerlliigel. Dieses letztere Wappen giebt Siebmacher, II.S. (I. M. s. Falkenstein, die Alterthiimer des Nordgaus, II. S. 300.Gauhe, II. S. 209. Link, histor. diplom. Nachricht von Conrad Grafenv. Dörnberg und seinem Geschlechte; ein Beitrag z. Gesch. der Reichs-landvoigtei zu Nürnberg. Nürnberg, 1789.