Dörffler — Döring.
427
Gräfin v. Timm, nur Töchter hat. Das reichsgräfl. v. DönhofrscheWappen zeigt im silbernen Felde den Kopf eines wilden Ubers, undauf dem Helme einen wachsenden wilden über. M. s. Allgemein. Ge-nealog. Handb., Dd. 1. p. 528 — 531. Gaulle, II. S. 183—188. Ilart-knoclis preuss., Lucas schlesische Chronik. Dienemann, S. 349 No. 80.Siebmacher giebt das Wappen, 1. S. 18. No. 12; v. Meding beschreibtes, III. S. 165. Noch erwähnt dieses Geschlecht v. .Steinen, III. S. 14S6.Eine Stammtafel des reichsgräfl. Geschlechtes v. Dönhoff ist 1727 er-schienen. Die Biographien vieler Grafen v. D. giebt König in seinembiograph. Lexikon, aller Helden u. Militairpersonen, 1. Bd. S. 365. 66.
Dorff]er, die Herren von.
Der König Friedrich Wilhelm I. ertheilte Johann Andreas Dorff-ler, damals neumärkschem Kainmergerichtsadvocat, unter dem 13.November 1713 ein Anerkennungsdiplom über den Reichsadel, welchender Vater des erwähnten D. erhalten hatte. Diese Familie scheintwieder erloschen zu sein.
Döring, die Herren von.
1) Der Stammvater dieser Familie war der kurfiirstl. sächs. Kanz-ler Dr. David Döring. Er scldoss im Jahre 1635 den Frieden vonPrag, und wurde noch in demselben Jahre in den Reichsadelstand er-hoben. Die Familie ist seitdem in Sachsen, Baiern und Hannover be-gütert und ausgebreitet gewesen. Ein Mitglied derselben wurde alssächsischer Cadett im Lager bei Pirna gefangen und zum Eintritte inpreussische Dienste genöthigt. Längere Jahre hindurch in untergeord-neten Graden dienend, und dann erst als Oflizier bei den Invalidenangestellt, machte er keinen Gebrauch von dem Adel seiner Familie.Seine Nachkommen aber, namentlich der Enkel jenes aus sächsischenDiensten in preussische übergetretenen D., der königl. preuss. Majorim 2. Garderegiment und Ritter des eisernen Kreuzes 1. Classe u.s.w.Wilhelm v. D,, suchte, im Besitz der Urkunden, die sich auf die glei-che Abstammung mit der noch heute in Sachsen blühenden Linie be-ziehen, die Erneuerung des Adels nach, die auch in besonderen Diplo-men an die noch lebenden drei Söhne und zwei Enkel des oben er-wähnten Invalidenoffiziers, von Sr. Maj. dein Könige von Preussenverfügt wurde, und zwar im Jahre 18X7. In den darüber ausgestelltenDiplomen heisst es ausdrücklich, dass der Grund dieser Erhebung dernachgewiesene frühere Adel ist, und die Familie vorzugsweise sich „desheiligen römischen Reiches Gefreite v. D." zu schreiben, durch kai-serliche Urkunden berechtigt gewesen. Die obenerwähnten drei noch le-benden Söhne des angeführten Offiziers bei den Invaliden v. D. sind:1) Karl v. D., pensionirter Oberstlieutenant, 2) dessen Bruder, Augustv. D., Major im 27. Infanterie-Regiment; 3) Ferdinand, Major, aggreg.dem 14. Infanterieregiment, und Adjutant beim 2. Armeecorps, und diebeiden Enkel, der schon oben erwähnte Major W. v. D. und Gustavy . D., gegenwärtig Capitain im Ingenieurcorps. — Das Wappen istein quadrirtes Schild. In dem 1. und 4. schwarzen Felde ist ein ge-krönter, aufrechtstehender und einwärts gekehrter goldener Löwe mitausgeschlagener rother Zunge und gedoppeltem Schweife zu sehen; indem 2. und 3. Silber und ro.th quer gelheilten Felde befindet sich eingrünender Palmbaum, auf einem dreihügeligen Rasen stehend, dessenmittelster Hügel etwas hervorragt. Auf dem mit adeliger Krone und