Dobrscliütz — Döllschütz. 423
DoLrschütz (Dobcrscliütz), die Herren von.
Dieses Geschlecht kommt auch in Urkunden unter dem NamenDohritsch vor; es ist eine alte schlesische und lausitzsche Familie, diebtsomlers in den Fiirstenthiimern Oels, Oppeln und Ratibor ansehnli-che Güter besass. Auch im Krossenschen waren sie ansässig. Dereigentliche Ursprung dieses Geschlechtes soll wendisch gewesen,und ihr Name von dem Worte „ daibre , gut" herzuleiten sein. Einel.inie schrieb sich auch Dohritsch und Plaue. Im 15. Jahrhundertewaren mehrere Ritter aus diesem Geschlechte am Hofe der Fürstenzu Liegnitz, namentlich Lucas und l'ctcr v. I)., und Christoph v. D.war 1579 Hauptmann zu Parchwitz. Sie führten im rothen Schildeden umgekehrten lateinischen Ruchstaben S in Silber, mit einem bie-genden Rande in gleicher Farbe umwunden. Auf dein Helme dreiweisse Lilien mit grünen Stielen und Blättern; die Decken und dasLaubwerk ist weiss und rolh. M. s. Gauhe, II. S. 1S2. Sinap., I.S. 336. v. Meiling beschreibt das Wappen, IL No. 180.
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Dobrzynski (Dobrotlzenski), die Freiherren undHerren von.
Sie kamen aus Polen nach Schlesien, wo sie sich, so wie in Roh-men, ansässig machten. In Schlesien besassen sie Nimmersatt, Ober-Kunzendorf und Streckenbach im Schweidnitzschen Fiirstenthume. Dasfeste Bergschloss Nimmersatt, zu dem diese Güter gehören, ist dasStammhaus einer Linie der Zedlitze, während das Stammschloss derböhmischen Linie Dobrzencki, im Königsgrätzer Kreise in Böhmenliegt. Im Jahre 1616 hatte ein junger Edelmann aus dieser Familie,der Page bei dem Herzoge Johann Christian zu Brieg war, das Un-glück, mit drei anderen Holleuten jenes Fürsten, in der Nähe vonThorn in der Weichsel zu ertrinken. Die Brüder, Wenzel Peter, FranzKarl und Johann Joseph , wurden im Jahre 1744 böhmische Freiherren.Die v. D. in Schlesien führten im blauen Schilde einen weissen Storch,und auf dem gekrönten Helme einen schwarzen Flügel. M. s. Lucä'sschlesische Chronik S. 1477, Okolski, T. I. 350, Gauhe, I. S. 331.Spener, S. 220.
D o b s c Ii ii t z, die Herren von.
Die früheren schlesischen Genealogen, auch Bucelin und Schick-fuss, verschmelzen die Geschlechter Dobschiitz und Debschilz in eins,obgleich sie ganz verschieden sind. Die Dobschiitze gehören Schlesienallein an. Das Schloss Ilmenau bei Breslau wird als das Stammhausder Ilauptlinio betrachtet. Dieses Gut war lange Zeit in ihren Hän-den, ausserdem besassen sie Lobetinz im Breslauischen, Zapraschinebendaselbst, Neidichen und Wendischen im Neumärkschen, Oberpei-lau im Beichenbachschen n. s. w. Sie schrieben sich auch Dobschiitzund Plauen aus Ilmenau. Lobetinz v- D., geh am l s . Octbr. 155S,starb am 16. September 1624 als Landeshauptmann des FürstenthumsBreslau und Rathspräses der Hauptstadt Breslau. — Johann FranzAnton v. D. und Plauen, war des hohen Domstifts zu Breslau Cano-nicus. — In neuerer Zeit war Heinrich Sylvins v. T)., Herr auf Gross-SägewUz, Deputirter des Breslauischen Kreises. (Sägewitz gehört ge-genwärtig den y . Eisenhardtschen Erben.) In der preuss. Armee ha-
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