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1 (1842) A - D
Entstehung
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422 Dittersdorf- Dokrascliowsky.

Chef der Justiz wie der Verwaltungsbehörden. Kein Regiernngsge-schäft von Wichtigkeit wurde ohne das Zuthun dieses Mannes entschie-den , alle landesherrliche Ausfertigungen gingen durch seine Hände,und das Siegel war seinem Gewahrsame anvertraut. Im Jahre 1585hing ihm der Kurfürst Johann Georg, zum Lohne seiner grossen Ver-dienste, eine goldene Kette um, darauf schlug er ihn zum Ritter. M.s. J. P. Gundlings Leben Distelmeyers. Gaulie, IJ. S. 172181, unddie Staatskräfte der preuss. Monarchie, 1. Bd. S, 25,

Dittersdorf, die Herren von.

Eine Familie in Schlesien, welche der katholischen Kirche ange-hört. Ein Herr v. D. war am Hofe des Fürstbischofs von Breslau zuJohannisberg im österreichischen Schlesien Kapellmeister, und hat sichals ein zu seiner Zeit sehr beliebter Componist, namentlich mehrererOpern, in der musikalischen Welt bekannt gemacht. Von seinen Söh-nen ist C. v. D. geistlicher Rath beim Bistliume zu Breslau, und Spiri-tual beim Alumnat oder Priesterseminar; und ein zweiter, der Dr. v. D.,ist Professor am Lyceum Ilosianuin zu Braunsberg und Regens desPriesterseminars daselbst,

Dittmar, die Herren von.

Der Obrist der Artillerie, spätere Generalmajor und Chef des ge-summten Artilleriecorps, auch Director des dritten Departements desKriegscollegiums, Johann Wilhelm Dittmar, der Sohn des Oberpredi-gers zu Kailies, wurde von dem Könige Friedrich II. am 1. Januar1786 in den Adelstand erhoben. Er starb in der Nacht vom 1. zum2. Februar 1792 nach 48jährigen treuen Diensten. Er hat aus zweiEhen zwölf Kinder, von denen Georg Gustav, Lieutenant im Dragoner-Regiment v. Voss, am 26. Juli 1796 an der Ruhr starb. MehrereBrüder desselben dienten ebenfalls in der Armee, namentlich auch ei-ner als Premier-Lieutenant beim 1. Gardebataillon, der im Jahre 1807gestorben ist. Einer stand im Regiment Prinz v. Oranien, später alsCapitain im 22. Infanterieregiment, und starb 1813 an seinen Wunden.Dieser Familie ist folgendes Wappen beigelegt worden. Das Schild istquadrirt, im 1, und 4. blauen Felde steht dort ein goldener Löwe,und hier ein silberner Schwan, die silbernen Felder 2 und 3 sind vonzwei rothen Balken durchzogen. Auf dem gekrönten Hebne stehenfünf Straussfedern (roth, weiss, blau, weiss und rothj.

D okrascliowsky (Doberscliowsky), die Herren von.

Eine uralte Familie in Schlesien, die gleiche Abstammung mit demHause Lada, und dasselbe Wappen, wie das Haus von Jastrzembic, führte,Georg v. D. wurde im Jahre 1475 Landeshauptmann zu Oels. Erführte zum Wappen ein rothes Schild, in dem ein weisses Hufeisen,in der Mitte mit einem goldenen Kreuze helegt, vorgestellt war. Ander vordem Seite dieses Hufeisens steckt ein Pfeil, an der hinternSeite desselben ein Zweizang zur Jagd dienlich. Auf dem gekröntenHebne stand ein halber aufgerichteter goldgekrönter Löwe.