Diagson — Distclmcycr.
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am 55. Dec. 1807 erfolgten Tode an einen Neffen, den General vonLehsten, dessen Sohn, Kurl August v. Lehsten - Dingelstädt, sie gegen-wärtig besitzt. M. s. d. Art. v. Lehsten.
Dingson, Herr von.
Ein Hauptmann v. D. stand in dem Bataillon Rabenau der nie-dersclilesischen FüsilierBrigade, und wurde in der Scldaclit hei Jena,im Jahre 1806, von einer Kugel auf die Stirne getroffen und augen-blicklich getödtet.
Dinklage (Dincklage), die Freiherren undHerren von.
Sie gehören ursprünglich Italien an, wo sie Valentini genanntwurden. Im 15. Jahrhunderte liessen sie sich in Westphalen und na-mentlich im Stifte Münster nieder. Doch waren auch Zweige im Holsteinschen und in Dänemark verbreitet. Hr. v. Krohne erwähnt sie I.S. 546 ii. s. f., II. S. 406. Siebmacher giebt 1. Till. S. 188, und vonMeding beschreibt ihr'Wappen No. 185; auch lindet man es im däni-schen Wappenbuche. Im silbernen Schilde stehen oben in einer Reihedrei Rosen, unter denselben aber drei Kreuze oder X im Triangel.Auf dem Helme wiederholen sich in drei Fahnen Rose und Kreuz.
Dino, die Herzogin von.
M. s. den Artikel Curiänd-Sagan.
Distclmcycr, die Herren von.
Lampert Distelmeyer, von dem ein Schriftsteller sagt: „In diesemManne ist der Gedanke erwacht, der zur Grundlage der nachmaligenGrösse des brandenburgischen Hauses wurde, deshalb sollte sein Nameniemals untergehen in dem Gedächtnisse der Freunde des Vaterlandes,"war Kanzler, oder mit andern Worten, erster Staatsminister der Kur-fürsten Joachim I. und II., so wie auch Johann Georgs. Rr schlugseinem Fürsten vor, eine Belehnung mit Preussen, welche die frän-kisch-brandenburgische Linie erhalten hatte, auch auf die des branden-burgischen Hauses ausdehnen zu lassen. Zuerst sah man in diesemRntwurfe nur ungewisse Vortheile, die man mit grossen Kosten undSchwierigkeiten würde erringen müssen. Einige Räthe verwarfen so-gar diesen Plan als unausführbar; allein er war zu grossartig, um beieinem Fürsten, wie Joachim, in Vergessenheit zu kommen, sein hellerGeist fand sehr bald die Vortheile heraus, die ihm eine neue Ver-mehrung des Glanzes seines Hauses im Wege der friedlichen Unter-handlung versprachen. Herzog Albrecht wurde zuerst dafür gewonnen,und König Sigismund, der Schwager Joachims IL, nahm nur geringenAnstand, seine Zustimmung zu geben, die Stände Polens aber machtenEinwendungen, die bei dem Tode Herzogs Albrecht II. noch nichtbeseitigt waren, ohne in dem Fortgange der Sache einen wesentlichenUnterschied zu machen. Lamprccht Distelmeyer war der Vorsitzendedes im Jahre 1516 gestifteten Hof- und Kammergerichts, und somit