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Diezelsky — Dingclstedt.
Ober-Accis- und Zollrath zu Fordon in Westpreussen. Gauhe erwähntdie v. D. Anhang S. 1435.
Diezelsky (Dziezelsky), die Herren von.
Ein adeliges Geschlecht in Hinterpommern, welches noch gegen-wärtig Merzin, 3 Meilen von Lauenburg, und Scllimmerwitz, 1} Meilevon Lauenburg belegen, besitzt. Das erstere kam an die Familie durchSophie Göttliche v. Tauentzien, welche mit Jacob Ernst v. D. vermähltwar. Gegenwärtig sind Johann Michael und Frans Gustav v. D. Be-sitzer dieses Gutes. Schiinmerwitz Antheil D. besassen nach der Va-sallentabelle vom Jahre 1777 die Gebrüder Christian Ernst und JohannMatthias v. D. Eine lange Reihe von Edelleuten aus diesem Hausehat zu allen Zeiten im preuss. Heere gedient. Michael Ludwig v. D.starb am 10. Mai 1779 als Commandant des Invalidenhauses zu Berlin,und liegt auf dem kleinen Kirchhofe der Invaliden unter einem nachdes berühmten Bernhard Rode's Angaben verfertigten Monument. —Melchior v. D., preuss. Major, starb am 14. August 1757 in dem blu-tigen Trelfen bei Landshut, heldenmiithig die letzte Stelle verteidi-gend, an der Spitze seines Grenadierbataillons. — Zwei Brüder v. D.standen bis zum Jahre 1806 in dem Regiment Königin von BaieinDragoner. Der älteste war Oberst und Commandern - des Regiments,und starb 1814 im I'ensionsstande. Der zweite war ebenfalls Ober.-1und starb 1813. Ein dritter v. D. war Capitain in demselben Regi-ment, commandirte als Oberstlieutenant in den Feldzügen 1813 und 14das 3. kurmärksche Landwehr-Kavallerieregiment, und wurde als Oberstmit Pension verabschiedet. — Ein anderer Oberst v. D., der früher indem Infanterieregiment Rietz zn Warschau stand, starb im Jahre 1819als Oberst und Inspecteur der Invaliden in Schlesien. Einer v. D.,welcher bis zum Jahre 1806 Capitain im Regiment Herzog v. Braun-schweig war, schied im Jahre 1820 als Oberst und Commandern - einesLandwehrbataillons aus dem activen Dienste. Ein früher in dem Regi-ment v. Thiele in Warschau gestandener Staabscapitain v. D., ist imJahre 1813 an seinen Wunden gestorben. Ein anderer v. D., der frü-her in dem Regiment v. Müffling stand, starb als pensionirter Majorim Jahre 1823. Ein Capitain v. D. kommandirt die Garnisoncompagniedes 16. Infanterieregiments zu Wesel, und ist mit dem in der Schlachtbei Ligny erworbenen eisernen Kreuze I. Classe geschmückt. Nochstellen in der Gegenwart zehn Subaltern - Ofliziere dieses Namens inder Armee. — Ein vor uns liegender, mit dem Namen v. Diezelskybezeichneter, Abdruck eines Wappens zeigt im rothen Felde eineweisse Lilie, und auf dem Helme einen Pfauenschweif mit einer ebensolchen Lilie belegt.
Dingclstedt (städt), die Herren von.
Eigentlich gehört diese Familie Meklenburg an , es haben jedochverschiedene Mitglieder derselben in preuss. Diensten gestanden. —Levin August v. Dingelstedt trat 1740 in die Dienste Königs Friedrich II.,und stieg bis zum Oberst und Chef des weissen, früher v. Putkainmer-schen Husarenregiments (zuletzt Herzog Eugen v. Würteinberg). ImJahre 1762 erhielt er den nachgesuchten Abschied. Unter dem 4. April1763 ist er mit dem schlesischen Incolat versehen worden. Seine Ehemit Charlotte Sophie v. Koschenbar war kinderlos, und seine Güter beiFreistadt, Lessendorf und Altschau, fielen nach seinem im 89. Jahre