Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
415
Einzelbild herunterladen
 

DicekltofF

Dicinar.

415

Diccklioff, die Herren von.

König Friedrich Wilhelm I. erhob am 27. December 1728 denKriegs- und Domainenralh Dietrich tiilhehn Dieclihotr und dessenBrüder Friedrich und Ernst Ludivitj Diechhoil' in den Adelstand.

Diederichs, die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm DI. erhob am 17. Juni 1816 denwirklichen geheimen Ober-Justi/.rath, Mitglied des Staatsraths, Bit-ter u.s. w., Christoph Leopold Dicderichs, in den .Adelstand. Diese Er-hebung wurde bald darauf auf den Bruder desselben, Karl Anton ]).,Stadt-Director zu Herford, und auf seinen Mellen Bernhard Karl, derim Jahre 1822 als Präsident des Oberlandesgerichts zu Frankfurt a. d.O. verstarb, ausgedehnt. Der wirkliche geh. Ober-Justizrath Chri-stoph Leopold v. D. lebt gegenwärtig, nachdem er dem Staate über40 Jahre lang ununterbrochen treu seine Dienste gewidmet hatte, zu-rückgezogen von den Geschäften zu Charlottenburg. Sein Sohn Fried-rich Ferdinand Alexander , ist als Assessor bei der Regierung zu Düs-seldorf angestellt. Von Karl Anton v. D. leben zwei Söhne: Lndaii/,königl. Landrath des Kreises Sorau, nnvermä'hlt, und Eduard, künigl.Hauptmann im Garde-Reserve - Landwehr-Inf. - Regiment, vermähltmit Louise v. Below, aus dem Hause Salchow. Ks leben demnach ge-genwärtig vier Mitglieder des Mannesstammes dieser adeligen Fami-lie. Ein uns vorliegender Abdruck des v. D. Wappens zeigt in demder Länge nach in zwei Hälften gelheilten Schilde im rechten blauenFelde eine Lilie und im linken rothen Felde einen Schlüssel (Diete-rich). Auf dem gekrönten Turnier - Helme steht ein schwarzer Ad-lerilug.

Dicinar, die Herren von.

Eine alte thüringische und fränkische, später auch in Baiern undin Oesterreich ansässige Familie, aus welcher in verschiedenen Zeitenmehrere Mitglieder in dem preussischen Dienste gestanden haben , na-mentlich stand ein Major v. D. in dein Regiment Prinz Heinrich zuKönigsberg in der Neumark und starb 1820 im Pensionsstande. Einanderer halte als Capitain in dem Dragonerregiment von Briesewitzgestanden. Er wurde im Jahre 1820 als Major des 5ten Uhlanenregi-ments pensionirt und ist 1822 gestorben. Ein dritter v. D. stand indem Regiment v. Kalkreuth und war noch im Jahre 1828 Oberzoll-Inspector in Rügenwalde, und ein vierter v. D. Capitain im Ilten In-fanterie - Regimente, erwarb sich bei Leipzig das eiserne Kreuz 2terClasse. Friedrich Johann v. D., kur-cölnischer Kammerherr, wurdeam 2b'. Febr. 1737 zum Johanniterritter geschlagen. Ernst Hert-mann v. D. war schwedischer General. Siebmacher giebt das Wap-pen Derer v. D. unter dem fränkischen Adel. Es ist ein blaues Schild,das durch einen silbernen Querbalken in zwei Theile zerfällt. Aufdem Helme stehen zwei blaue und in der Mitte weisse Biilfelhürner,und zwischen ihnen auf einer Stange ein rother Hut. v. Meding be-schreibt dieses Wappen II. No. 182. Hier ist das Schild schwarz unddie Biiffelhörner sind mit den Balken belegt; auch bemerkt dieserSchriftsteller, dass eine Linie Pfauenfedern auf dem Helme hatte.