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1 (1842) A - D
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Diebitsch.

z. n. g. Handb. II. S. 140 44. Gauhe, I. S. 318 20. Scliwartz,Yersucli einer Hommerschen und rügenschen Lelinshist. S. 391.

Diebitsch, die Freiherren und Herren von.

DieseFainilie gehört zu den ältestenFamilien im Herzogth.Schlesien.Das Alter derselben verliert sich bis in die früheste Zeit. Im Jahre1404 zogen viele Mitglieder dieses Geschlechtes mit dem Herzoge Wen-zel in den preussischen Krieg, und es sind seit der Zeit Viele inPreussen, Kurland und der Mark ansässig und verbreitet gewesen. Siehesassen namentlich das Gut Liebenau im Breslauischen, und Hans v.D. auf Liebenau zeichnete sich iin Jahre 1529 bei der Vertheidigungvon Wien aus. (M. s. Löwenklau's türkische Chronik. Deutsche Aus-gabe S. 454.) Ausser dem Hause der Diebitsch- Liebenau erblühteauch das Haus Diebitsch-Nährten im Gloganischen, eigentlich Guhraui-schen, welches die Güter Ziebendorf, Mlitz im Liegnitzschen undMerzdorf im Jauerschen erwarb. Eine Zeitlang besass es auch dieStadt Stroppen. Die Liebenauer Linie erwarb Jokobskirch im Glo-ganischen, Rostersdorf im Guhrauischen, Zauche im Oelsischen undmehrere andere Güter. Aus dem Hause Nährt wurde Nildns Gotlfr.v. D. im Jahre 1732 zum böhmischen Freiherrn erhoben. In der neue-sten Zeit haben sich mehrere Mitglieder dieser Familie in der militai-rischen Laufbahn, auch in den Künsten und Wissenschaften, grossenRuhm erworben. Ganz vorzüglich aber Hans Karl Friedrich Anton,der unter dem Namen Graf Diebitsch-Sabalkanski bis zur Würde ei-nes kaiserl. russischen Generalfeldmarschalls gelangte, auch Ritter despreuss schwarzen Adlerordens mit Brillanten wurde. Derselbe gehörtezur Linie Diebitsch-Nahrten. Sein Vater II uns Ehrenfried, Freiherrvon D.-Nährten, war im Jahre 1738 geboren, wurde 17Ö5 Adjutantund Quartiermeister-Lieutenant in der Suite König Friedrichs IL;im Jahre 1792 stand er bei der oberschlesischen Füsilier-Brigade alsMajor, und trat damals mit dem Obristlieutenantsrange in kaiserl. rus-sische Dienste. Er starb im Jahre 1822 zu Tzarkola bei Petersburgals Generalmajor. Sein berühmter Sohn, der nachmalige Grafv. Diebitsch - S., wurde zu Gross -Leipe bei Trebnitz am 13. Mai 1787geboren. Ein Bruder seines Vaters, Friedrich Oswald, blieb in derRheincampagne, und die Mutter des Feldmarschalls war eine von Ra-benau. Ein russischer Generalmajor, Freiherr v. D., hat sich durchdie Herausgabe mehrerer Kartenwerke rühmlichst bekannt gemacht, undder Vater des Feldmarschalls schrieb auf Kaiser Paufs Befehl einespecielle Zeit- und Geschäftseintheilung König Friedrichs II.; eineSchrift, welche unverkennbar das Gepräge eines treuen und wohlun-terrichteten Berichterstatters trägt. In der Gegenwart besitzt der Lan-desälteste Freiherr v. D.-Narthen Gross-Wiersowitz und Kaltbort-schen im Guhrauschen; ein anderer v. D. ist Oberlandesgerichtsrath zuRatibor. Ein Major v. I). erwarb sich bei Leipzig das eiserne Kreuz2ter Ciasse. Ein Capitain v. D., der früher in dem Regiment Prinzv. Oranien gestanden hatte, blieb 1814 im 8ten Infanterie-Regiment.Das ursprünglich v. Diebitzische Wappen besteht ans einem goldenenSchilde, in dem drei Adlerflügel, oben zwei, unten einer, angebrachtsind, der letzte kehrt die Spitzen nach der linken Seite. Auf demungekrönten Helme sitzt ein nach der rechten Seite gekehrter Fuchs,der ein Huhn zwischen den Zähnen hält. Das Wappen giebt Sieb-macher, I. S. 53. M. s. Gauhe, I. S. 320. Sinap. I. S. 332 35.II. S. 385 87.