Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
416
Einzelbild herunterladen
 

416

Dicpcnbroick Diericke.

Gleichensteia No. 18. Gauhe, I. S. 321, und Sinap. 11. S. 587. Ilatt-stein, II. S. 77 83.

Dicpenbroick (auck brock), die Grafen und Frci-berren von.

In frühem Zeiten -wurde dieses vornehme Geschlecht auch Die-penbeck, Diepenbroek, Diepenhruch, Depenbrock, Diepenbroich, Dey-penbrock geschrieben. Sie gehören zu dein altern Adel im Münster-lande und im Tecklenburgischen. Die Gebrüder Friedrich, AlexanderConrad Karl, Heinrich Ludwig, Bertram Friedrich Sigismund Alhrechl-wurden am 28. Juli 1740 vom König Friedrich II. in den Freiherrn-stand erhoben, und am selbigen Tage erhielt ein Freiherr v. D. Em-pel ein Grafendiplom. In der Gegenwart ist einer v. Diepenbroick-Griiter Landrath des Kreises Tecklenburg, und ein Fräulein v. D.war im Jahre 1805 Seniorin des adeligen Stiftes Leeden in der Graf-schaft Tecklenburg. Siebmacher giebt im 2ten Tbl. S. 117. unter demniederrheinländischen Adel das Wappen der Diepenbroich. Es stellt imrothen Felde zwei ins Andreaskreuz gelegte Schwerter vor, das Visierdes Turnierhelmes hat die Form einer Iiose, und auf dem Wulste, derdenselben bedeckt, stellen die erwähnten beiden Schwerter, wie imSchilde, mit dem Grille nach oben gekehrt. Das Wappen der GrafenDiepenbroich - Empel ist quadrirt und mit einem Herzschilde verse-ilen. In 1 und 4 sind drei halb rothe, halb schwarze Kugeln im gol-denen Felde dargestellt, die Felder 2 und 3 sind wieder geviertet undzwar so, dass das rechte obere Quartier silbern, die drei übrigen aberein zusammenhängendes Ganzes in Schwarz formen. Das Herzschild istebenfalls quadrirt; hier stehen im lsten und 4ten rothen Felde dieDiepenbroickschen Schwerter, in 2 und 3 aber in Blau Vögel auf ei-nem goldenen Balken. Das Schild ist mit drei ungekrönten Helmenbedeckt; der mittlere trägt auf einer grün und silbernen Wulst dieerwähnten Schwerter; der auf der rechten Seite die Pranken einesLöwen, die Kugeln haltend; der linke aber den Kopf eines goldenenStieres. Zu Schildhaltern sind zwei Löwen gewählt, von denen je-der eine Fahne trägt; die rechter Hand zeigt die Bilder des Haupt-schildes , die linker Hand die des Herzschildes, v. Meding beschreibtdas Wappen II. No. 184. v. Steinen, westphäl. Geschichte III. S.9ü9.Tyrolf, 108., Gauhe, I. S. 323.

Diericke, die Herren von.

Die Herren v. D. werden auch zuweilen von Dierecke genannt.Die Zweige dieses Hauses, welche zu verschiedenen Zeiten im preus-sischen Heere gedient haben, und deren Nachkommen noch heute indemselben dienen, stammen aus der Priegnitz ab, und zwar vonCuno Christoph Sigismund v. D. Von seinen Söhnen war einer Obrist-lieutenant der Leibgarde. Er erhielt in der Schlacht bei Leuthen tüdtliehe Wunden und starb an denselben zu Breslau, wo sein Leichnamin der Gruft der Elisabethkirche ruht, und ein Leichenstein hinterdem Altare seine Ruhestätte bezeichnet. Ein anderer seiner Söhne,Christian Friedrich v. D., war königl. preuss. Generallieutenant, Chefeines Regiments zu Fuss, Commandant zu Neisse und Herr auf Glä-sersdorf im Kreise Grottkau. Er hatte den schlesischen Feldzügen mitausgezeichnetem Mulhe beigewohnt und war bei Mollwitz verwundet