Dewitz.
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Stadt Daber kam schon im Jahre 1352 an die von D., und ist ihnendurch Jahrhunderte bis in die Gegenwart verblieben. Aul dem ver-fallenen dasigen Schlosse, von dem der neuere Theil 1538 erbautworden, ist das Dewitzsche und Arnimsche Wappen eingehauen. Siehatten auch daselbst ihr eigenes Burggericht. Nach Herrn v. Gund-ling gehörten ausser der Stadt Daber, Wussow, Gross- und Klein-Bentz, Hohenfelde, Roggow, Voigtshagen, Weitenhagen, Kramers-dorf, Blentkow, Rüden, Schmelzdorf, Lowhagen, Salmo, Daberkowund noch viele andere Güter den D. Noch in der Gegenwart gehörtDaber dem Landschaftsdir. Leopold v. D., Wussow dein Landr. Chri-slinn Liulwii/ v. D.; Weitenhagen den Gebrüdern v. D.; Farbeziendem Landschaftsr. Stephan v. 1). u s.w. Von der mecklenb. Linie wur-de ein Ast, und namentlich die Brüder Otto und Ulrich v. D., von Kai-ser Karl IV. in den Grafenstand erhoben, und von den Herzogen vonMecklenburg mit den Aeintern Fürstenberg und Strehlitz beliehen, sieverloren aber diese Besitzungen bald darauf wieder. Unter den er-sten des Geschlechtes in der Stammreihe wird Boi/islav v. D. genannt,der als Feldobrist der Herzöge von Pommern in einem Treffen mitden Brandenburgern im Jahre 1243 fiel. — Jost v. D., Hauptmannzu Wolgast, brachte den Herzog Philipp in Pommern, dessen vertrau-tester Freund er war, dahin, sich zur Augsburgischen Confession zubekennen. In brandenburgisch-preussischen Kriegsdiensten haben sichvorzüglich ausgezeichnet: .Joachim Balthasar v. I)., geb. den 25.Febr.1030 zu Hoffelde in Pommern, Er focht bei Fehrbellin an der Seitedes grossen Kurfürsten und starb als kurfiirstl. Generallieutenant undGouverneur der Festung Colberg am 3. April 1699. Er war drei-mal vermählt, zuletzt mit Louise v. Derllinger, der Tochter des be-rühmten Feldmarschalls Georg, Freiherrn v. Derllinger. — Stephanv. D., ein Neffe des vorigen, Herr auf Dabei- und Wussow in Pom-mern, und Kelpin im Mecklenburgischen, starb ebenfalls als königl.preuss. Generallieutenant und Chef eines Cavallerie-Regiments. Erstarb am 24. April 1723 zu Berlin, wo der König Friedrich" Wilhelm I.,der ihn besonders schätzte, selbst sein Leichenbegängniss anordnete,seine Leiche wurde aber später nach Kulpin abgeführt. — AuchFriedrich Wilhelm v. D., ein jüngerer Bruder Stephans, war königl.preuss. Generallieutenant und Obrister des Leibregiments zu Pferde,auch Amtshauptmann zu Balga in Preussen. — Hennig Otlo v. D.,ein Sohn des im Jahre 1723 verstorbenen königl. dänischen General-lieutenants Ulrich Otto v. D., war Obrist des Bronikowskischen Hu-sarenregiments, musste aber seiner, in den schlesischen Feldzügen er-haltenen Wunden wegen im Monat September 1750 seinen Abschiednehmen. Er erhielt denselben als Generalmajor mit Pension, undstarb am 13. August 1772 unverehelicht zu Berlin. — Der herzoglichmecklenburgische Geheimerath Otto v. D. wurde im Jahre 1792 königl.preuss. Kammerherr. — Der gegenwärtige Besitzer der Stadt undHerrschaft Daber ist der Director der Stargardter Landschaft v. D.Am 19. März 1835 starb der Ilegierungs-Assessor v. D. zu Potsdam.Der Landratli v. D. a.D. auf Wussow erhielt im J. 1821 den rothen Ad-lerorden 3ter Classe. Der grossherzogl. mecklenburgische Geheiine-rath v. D., und Friedrich V. D. auf Kulpin im Mecklenburgischen,auch Otlo Ernst v. D. auf Krumbeck, ebendaselbst belegen, sind Rit-ter des preussischen Johanniterordens. Das v. Dewitzsche Wappengiebt Siebmacher, III. S. 160. Es zeigtim rothen Schilde 3 goldene Hum-pen oder Becher, auf dem ungekrönten Helme heben zwei geharnischteArme ebenfalls einen goldenen Humpen hoch empor. Die Decken unddas Laubwerk sind gold und roth. v. Meding beschreibt dieses WappenI. S. 177. M. s. Micräl. S. 478. Krohne, I. S. 225—43. Nachtr.