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Derflinger, die Freiherren und Herren von.
Gcori; Derflinger, von unbekannten und armen Kitern im Jalire1(30(5 zu Neuhofen in Oberösterreich geboren, trat, nachdem er schonin Kaiserlichen Diensten gestanden hatte, und daselbst den General-majorsrang bekleidete, 10)4 in die Dienste des grossen Kurfürsten,wurde lljäö Generallieutenant, den 50. Juni 1(357 wirklicher geheimerKriegsrath, 1058 Generalfeldzeugmeister, den 18. Febr. 1(370 Gene-ral-Feldmaischall, 1(377 Obergouverneur aller pommerschen Festun-gen und den 5(3. März 1078 Statthalter von Hinterpommern und demFürstenthuine Camin. Kr wohnte von 1(354 allen Feldzügen des gros-sen Kurfürsten hei, und erwarb sich dabei grossen Kulun. Der Toddieses merkwürdigen Mannes erfolgte den 4. Februar 1(395. Kr liegtin der schönen Kirche zu Gusow beerdigt. Iiier erinnert ein Denk-mal an den berühmten Helden, den seine Thaten schon für immerin die Tafeln der brandenburgischen Kriegsgeschichte eingeschrieben,und den noch kürzlich ein Schriftsteller den Marschall Vorwärts oderBlücher seiner Zeit nannte. Kr war zweimal vermählt, erstens mitMargarethe Tugendreich v. Schaplow aus dem Hause Gusow, undzweitens mit Barbara Kosina von Beeren. Den 10. März 1(374 erhobihn Kaiser Leopold auf Ansuchen des Kurfürsten, in den Reichsfrei-herrnstand, und der Letztere ertheille ihm darüber ein Anerkennungs-diplom, ausgestellt am 50. Juni 1074. Er hinterliess zwei Söhne undfünf Töchter,— Kurl blieb im Jahre 1(38(3 als Volontair bei den kur-lirandenburgischen Truppen vor Ofen. — Friedrich gelangte zur Wür-de eines königl. Generallieutenants und Obristen eines Regiments zuPferde. Kr besass auch die väterlichen Güter Gusow, Klattkow,Mennsdorf, Wulpin u. s, w. Seine Gemahlin war Ursula Johanna v.Osterhausen aus dem Hause Bolen bei Altenburg. Kr starb kinderloszu Gusow, und es erlosch daher wieder im Mannesstamme mit ihmdas freiherrliche Geschlecht der Derflinger. Das Vermögen aber lielan seine Schwestern, namentlich an Reale Louise, Freiin v. D., diean den Generallieutenant Kurl Ilildehrand von der Marwitz, an Louise,Freiin v. D., die an den Generallieutenant Joachim v. Dewitz, anEmilie, Freiin v. D., die an den Obristen Hans Ollo von der Marwitz,und an Charlotte, Freiin v. 1). , die an den Generalmajor v. Ziethenvermählt war. Die fünfte Schwester, Dorothea, Freiin v. D., blieb nn-vennählt. Das Schloss und Gut Gusow ist jetzt im Besitz der GrälinClementine von Schoenburg, geb. Fürstin von Schoenhurg. Das Wap-pen der Freiherren v. D. war quadrirt und mit einem Herzschildleinversehen. Im lsten und 4ten schwarzen Felde lagen die Feldmar-schallsstähe im Andreaskreuze; das zweite und dritte Feld war blau,und durch einen spitzen Schnitt, in dem in Gold der Fuss und Flügeleines schwarzen Adlers dargestellt war, getheilt. Zu beiden Seitender obern Spitze waren in den erwähnten blauen Feldern in jedemzwei Löwenküplö angebracht. Diese letztern Bilder sind aus demWappen des alten schlesischen Rittergeschlechtes Doriinger genommen.Im Herzschilde stand der preussische Adler in Silber. Auf den beidengekrönten Helmen stand rechts der Adler, links ein geharnischter Arm,der den Marschallstab hielt. Im Schlosse Gusow wurden die Familien-Papiere verwahrt.
Der seil an, die Herren von.
Kine adelige Familie, die Pretfssen und Kurland angehört. Kai-ser Rudolph 11. stellte ihr am 15. üec. 1(302 ein neues Diplom aus, und