Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
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Dequetlc Derentliall.

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im Anfange des 18ten Jahrhunderts durch einige theologische Schrif-ten über die Offenbarung Johannis bekannt gemacht. M. s. Gleichen-stein No. 16. Gauhe, I. S. 316. Siebmacher giebt das Wappen un-ter dem Namen von Dennstaedt oder Tennstaedt bei den Thüringi-schen I. S. 145. Das rothe Schild ist nach der Länge in zwei Hälf-ten getheilt. In der rechten zeigt sich eine silberne Pllugschaar, inder linken die Hälfte einer weissen französischen Lilie. Auf dem be-wulsteten Helme wiederholen sich diese beiden Bilder.

Dequcdc, die Herren von.

Diese adelige Familie gehört der Kunnarlc an, wo sie auch an-sässig war, namentlich gehörte ihr das Gut Deetz in der Altmark. DieGeschichte derselben gab den Stotf zu einem Aufsatze, welchen Sa-muel Lenz in den Halleschen Beiträgen, Jahrgang 1758, lieferte.Mehrere Mitglieder dieser Familie haben zu verschiedenen Zeiten impreussischen Heere gedient, namentlich in dem Regiment, das zuletztv. Renouard hiess und zu Halle garnisonirte. Das Wappen Derer v. D.zeigt im blauen Schilde drei silberne Heugabeln ohne Stiel, oben zweiund unten eine, und auf dem Helme rothe und blaue Straussfedern.Man lindet dieses Wappen in Siebmacher, III. S. 140.

Derentliall, die Freiherren und Herren von.

Aus dem alten theils adeligen, theils freiherrlichen GeschlechteDerer von Derentliall, auch Derenthaller, erhielt Daniel Ernst v. D.,königl. Kammerrath und Landrentmeister der Grafschaft Ravensbergin Westphalen, am 22. Mai 170.1 die Renovation seines Adels. EinNachkomme von ihm, der Freiherr Otto Philipp v. D., war ehemalsHofmarschall am Hofe der Prinzessin Amalie von Preussen, und starbam 31. Octbr. 1831 zu Jakobshagen in Pommern. Die im preussi-schen Staate gegenwärtig befindlichen v. D., sind die Söhne und En-kel desselben; namentlich hinterliess er ans seiner Ehe mit einer vonNormann zwei Söhne und vier Töchter: 1) Albert, Freiherr v. D. aufButow im Reg.-Bez. Stettin, welcher mit Louise von Marwitz ver-mählt ist, und zwei Söhne und eine Tochter hat. 2) Eduard v. D.,welcher sich im Monat Februar 1836 mit Helena von Arnim aus demHause Kröchendorf verlobte. Von den Töchtern ist Karoline vermähltan einen Forstmeister v. Resten, Fanny an den Landrath von derMarwitz, Ida, an den von Arnim - Suckow, und Antonie ist unvermählt.Die Wittwe, Freiin von Derentliall, eine geb. von Normann, lebt zuJakobshagen. Siebmacher giebt das Wappen mit sehr geringer Abwei-chung von dem, welches noch heute die Freiherren v. D. führen unduns von der Familie vorgelegt worden ist, unter dem Namen der De-rethaler IV. S. 45. Das Schild ist gespalten und durch einen dieLänge herab geführten Hauptschnitt getheilt. Die rechte Hälfte istroth und zeigt einen weissen Adlerlliigel mit einer rothen Rose be-legt; die linke Hälfte ist dreimal getheilt, blau, gohl und wieder blau.Auf dem Helme liegt ein rother, weisser, goldener und blauer Bund,und zwischen zwei Adlerlliigeln, von denen der rechte blau, gold undwieder blau, der linke aber weiss und mit einer rothen Rose belegt,wächst ein geharnischter Arm, der ein mit der Spitze nach oben ste-hendes Schwert hält. In den ältesten Zeiten aber und noch bis zu deroben erwähnten Renovation ihres Adels führten sie drei grüne See-blätter im silbernen Schilde.