408
Dcmbinski — Dcnnstacdt.
Ligny das eisei ne Kreuz Ister Cl.; ein dritter starb verabschiedet zuBreslau. M. s. Biogr. Lexikon aller Helden [und Militairpersonen, 1.Tlil. S. 344. n. 345.
Demhinski, die Herren von.
Aus diesem altadeligen polnischen Geschlechte wurde Johann Ne-pomuk v. D. im Jahre 1784 in den Adelstand erhoben. In der Armeediente ein v. D. als Offizier im Regiment v. Manstein. Er nahm imJahre 1808 seinen Abschied, war im Jahre 1S31 Landrath des Wong-rowiecer Kreises im Regierungs-Bezirke Bromberg und seit dem Jahre1828 Ritter des rothen Adlerordens 3ter Classe.
Dcmritz, die Herren von.
Diese aus der Oberlausitz stammende, aber auch in Schlesien ver-breitet gewesene altadelige Familie wird auch von Dämritz und vonThemritz geschrieben. Lucae rechnet sie zum Adel der Fürstenthü-mer Schweidnitz, Jauer und Crossen. Auch war ein gleichnamigesGeschlecht in Polen, welches zu dem Hause Drzeka gehörte, und mitdem schlesischen ein und dasselbe Wappen führte. Diese polnischenv. D. vereinen ihren Stammherrn in einem tapfern Ausländer NamensAlcadius. Er brachte dem Herzoge Lesko, dem Schwarzen, bei einerstern- und mondhellen Nacht im Jahre 1279 die Botschaft, dass manihn zum Oberherrn über Polen und Schlesien erwäldt habe. AusDankbarkeit für diese angenehme Nachricht ertheilte ihm der HerzogMond und Sterne zum Wappenhilde. Die lausitzer Linie nennt Gros-ser in seinen Merkwürdigkeiten der Lausitz Thämritz. Er giebt Die-sa, ein gegenwärtig zum Rothenburger Kreise gelegenes und deinl Gra-fen v. Einsiedel gehöriges Dorf als ihr Stammhaus an. Er erzählt fer-ner von ihnen, dass sie sehr begütert gewesen, nachmals aber ver-schwunden , und der männliche Stamm dieses Geschlechtes für erlo-schen gehalten worden sei, als einige Ritter aus diesem Hause ausfremden Kriegsdiensten zurückkehrten und wieder Güter erwarben;namentlich waren sie noch im Anfange des 17. Jahrhunderts in derGegend von Hoyerswerda ansässig. In Schlesien finden wir schon im13ten Jahrhunderte einen Ritter aus diesem Geschlechte, den Rathlausv. D., der im Jahre 1287 Hofcavalier bei Herzog Heinrich IV. vonBreslau war. Das oben in Beziehung auf seinen Ursprung erwähnteWappen zeigt im blauen Schilde einen gelben Mond, dessen Spitzenin die Höhe gekehrt sind; in und über demselben ist ein Stern. Aufdem Helme sind drei Straussfedern angebracht, die mittelste ist gelb,die andern beiden blau. Die mittelste wird von den andern durchzwei mit Gold und blauen Strassen bezeichnten Fähnlein abgesondert.M. s. Siebmacher, I. S. 70. Sinapius, I. S. 332. S. 584.
Dennstaedt, die Herren von.
Diese Familie kommt schon im Jahre 1019 in der thüringischenGeschichte vor, und allem Vermuthen nach lag ihr Stammhaus da, wosich gegenwärtig das preuss. Städtchen Tennstädt, am Schambach ge-legen, im Reg.-Bez. Erfurt, erhebt. Es kommen übrigens die Mit-glieder dieser Familie grösstentheils als kursächsische und fürstl. säch-sische Hof- und Staatsbeamten vor. Hans Christoph v. D. hat sich