Decliow — Deilem.
403
avancirten oben genannten Brüder v. D. Karl Göttlich gelangte zurWürde eines Generalmajors u. Commandanten von Frankfurt, seiner Va-terstadt, und starb im Jahre 1720. Ein Urenkel von ihm ist der wei-ter unten erwähnte Ernst Heinrich Karl. Von den NachkommenJoachims und Karl Gottliehs leben gegenwärtig nur noch Ernst Hein-rich Theodor v. I)., königl. Ingenieur-Hauptmann (Garde-Pionier-Abtheilung) lind Ernst Heinrich Karl v. D., geheimer Bergrath undProfessor an der Friedrich Wilhelms Universität zu Berlin, der aucli alsgeognostischer Schriftsteller rühmlichst bekannt ist. Das Wappen be-steht aus einem quadrirten Schilde; das hintere untere und vordereobere Feld ist weiss, worin drei grüne Kleeblätter zu sehen sind; dieandern beiden Felder aber sind blau, worin ein blau angelaufener of-fener Turnierhelm mit anhangendem Kleinod und umgewundener schwar-zer und gelber Binde angebracht ist. Auf dem Schilde steht ein freiergekrönter olfener Turnierhelm mit anhängenden Kleinodien, weiss undrothen Hehndecken und gleichfarbigen drei Straussfedern.
D c c Ii o w, die Herren von.
Ein adeliges Geschlecht in Pommern, das einen rothen, nach derlinken Seite gekehrten Hahn im silbernen Schilde führt, auf dem offe-nen Helme steht ein zweiter rother Hahn. Micrälius erwähnt dieseFamilie S. 478, Gauhe, I. S. 311. Siebmacher giebt ihr Wappen III,S. lliO. und von Medera beschreibt es 1. Th. No. 311.
Deck er, die Herren von.
Der damalige Major im Generalstabe und jetzige Obrist undBrigadier der Artillerie Karl Otto Johann Decker, ein Sohn des am1. Juli 1828 zu Carlsruhe verstorbenen Generallieutenant FriedrichWilhelm v. D., wurde am 16. Mai 1819 geadelt. Er ist als militairi-sclier Schriftsteller, so wie auch durch verschiedene belletristische undnamentlich dramatische Arbeiten bekannt, die unter dem Namen Adal-bert vom Tliale erschienen sind. Vermählt mit Amalie von Heyde-brandt, hat derselbe drei Söhne, von denen Albert und Herrmann alsLieutenants in der Armee dienen. Das Wappen zeigt ein getheiltesSchild iin rothen Felde, links einen Pelikan, der seine Jungen mitdem Blute aus seiner Brust säugt, im Felde rechts einen Eichelzweigmit drei Eicheln und Blättern. Auf dem Helme ist ein Arm, der einSchwert in der Hand halt, zwischen einem Adlerfluge.
De de low, die Herren von.
Ein alt adeliges, längst erloschenes Geschlecht in der Uckermark,ans dem Arnold v. D. 1372 Bürgermeister zu Prenzlow war. Nachdem Aussterben des Geschlechtes gelangten die Güter an die Klot-zows.
De dem, die Herren von.
Ein Major v. D. stand bis zum Jahre 1806 im Regiment v. Kleistzu Magdeburg. Er starb als pensionirter Obrist-Lieutenant im Jahre1826.
26 *