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Danckcliiian.
7) Wilhelm Heinrich, geboren 1654, war königl. preuss. Geliei-merrath und Kanzler des Fiirstenthums Minden.
Diese eben genannten sieben Brüder sind vom Kaiser Leopold I.am 10. März 1695 in den Reichsfreilierrenstand erhoben und ihnen zudem bis dahin im Wappen geführten Kranich noch sieben Scepter imschwarzen Felde, welche mit dem unteren Ende an einem Hing zu-sammen stossen, ertheilt worden, „damit deren Posterität aus denen„sieben Sceptern die Urheber dieser unser ihnen ertheilten gnad und„würde alss sieben Brüder, welche gleichsamb an einen ring beysam-„ inen halten, umb so mehr abnehmen und vermerken könne." In demEingänge des Diploms heisst es ausdrücklich, dass der Kaiser denOberpräsidenten Eberhard v. D. habe in den Reichsgrafenstand erhe-ben wollen, „weilen Kr aber Unsere gnad und gnädigsten Willen nn-terthänigst abgebetten, und mit seinen Brüdern in einem stand zu blei-ben verlanget", sei ihm nur dieselbe Würde als seinen Brüdern confe-rirt worden.
Von der Descendenz der sieben Brüder, mit Ausnahme der wei-ter unten folgenden, des Nikolaus Bartholomäus, haben wir nur zuerwähnen:
Willielm Friedrich Freiherr v. D., der Sohn Wilhelm Heinrichs,des jüngsten der sieben Brüder, geb. 16S2, wurde 1722 Assessor beidem Reichskammergerichte zu Wetzlar, und trat hierauf in hessischeDienste, wo er Präsident der Hanauschen und später der CasselschenRegierung wurde. 1744 ging er in sein Vaterland Preussen zurück,war im Jahre 1745 Wahlbotschafter bei der Kaiserwahl Franz I., undstarb den 12- Juli 1746 als Staatsminister im Justiz-Departement.
Karl Ludolph Freiherr v. D., Sohn des Nikolaus Bartholomäus,geboren am 12. Octbr. 1699 zu Halle, wurde 1725 Gesammt-Oberliof-gerichtsrath zu Marburg, war von 1731 —1736 preussischer Comitial-Gesandter zu Regensburg, hernach Präsident der Grafschaft Hanau,und zuletzt preussischer geheimer Staatsminister, Chef des geistlichenDepartements und erster Präsident des evangelisch-lutherischen Ober-Consistorium und des reformirten Kircliendirectorium. Er starb am 15.Decbr. 1764 zu Berlin, nachdem er wenige Monate vorher aus demStaatsdienste getreten war. Er hinterliess fünf Söhne:
Friedrich Karl Nikolaus, geb. den 9. Septbr. 1732, der als Gehei-merrath am 16. Juni 1792 zu Berlin starb. Sein Sohn Friedrich Karl,geb. den 14. Juli 1772, war früher in russischen Diensten und lebtjetzt auf seineu Gütern in Baiern. — Karl Emil Adolph, zweiter Sollndes Karl Ludolph, geb. den 31. Januar 1735, war königl. preuss. Oberst-Lieutenant, dann Präsident der inarkgrällichen Kammer zu Schwedt,und starb den 15. Januar 1810 zu Potsdam. Sein Sohn Emil Ludolph,geboren den 22. März 1785, starb am 10. Novbr. 1828 zu Berlin alsMajor ausser Diensten und Johanniterritter. — Der dritte Sohn desKarl Ludolph, — Adolph Albrcclit Heinrich Leopold , geb. den 26. Sept.1738, ein ausgezeichneter Staatsmann, wurde 1763 Regierungspräsidentzu Cleve, 1780 geheimer Staats- und Justizminister, und Chefpräsidentder drei schlesischcn Ober-Amts-Regierungen. Als solcher empling erin Gemeinschaft mit dem Fehlmarschall Möllendorlf, im Namen desKönigs, die Huldigung in der bei der Theilung von Polen der KronePreussen zugefallenen Provinzen, bei welcher Gelegenheit ihm auchder schwarze Adler-Orden verliehen wurde. Im Jahre 1795 nahm er,fast erblindet, seine Dienstentlassung, und lebte in patriarchalischerZurückgezogenheit auf seinem Gute Gross-Peterwitz in Schlesien. Beider Huldigung in Schlesien verliehen ihm des jetzt regierenden KönigsMajestät die Grafenwürde für sich und seine Nachkommen. Er starbam 23. Juni 1807, Yon seinen vier Söhnen war der älteste, Adolph