Danckclinan.
397
Graf v. T)., Legationsratli, und starb am 10. Juli 1824 auf seinemGute Osseg bei Grottkau; der zweite, Kurl, war in seinem 24. JahrePräsident der Regierung zu Kaiisch, dann Oberlandesgerichts-Chef-Präsident zu Breslau, als welcher er am 30. April 1810 starb; derjüngste, Eberhardt, war Kammerherr und starb den 13- Novbr. 1820auf seinem Gute Schön-Ellguth bei Breslau; der dritte aber war deram 30. Decbr. 1830 verstorbene Staats- und Justizminister HeinrichWilhelm August Alexrinder Graf v. D. Dieser als Mensch, so wie alsStaatsdiener, gleich ausgezeichnete Mann wurde in seinem 24. Lebens-jahre der Nachfolger seines Vaters als Regierungspräsident in Cleve,wurde dann in gleicher Eigenschaft nach Warschau, und hierauf alsOberlandesgerichtspräsident nach Glogau versetzt. Im Jahre 1800 er-hielt er den für die damalige politische Lage Preussens sehr schwie-rigen Auftrag, die Grenzverhältnisse mit dem Grossherzogthuine War-schau zu reguliren, und im Jahre 1826 wurde er zum Staats- undJustizminister ernannt. Er unterzog sich den Geschälten dieses De-partements sowohl, als denen als Präses der Gesetzrevisionscommissionmit solchem Eifer, dass seine Gesundheit völlig untergraben wurde,und er nach nur bjähriger Amtsführung einer schmerzlichen Krankheitunterlag. Sein Sohn, Heinrich Friedrich Kurl auf Gross - Peterwitz inSchlesien ist der einzige jetzt lebende Graf Danckelman.
Von den Söhnen des 1704 verstorbenen Kurl Ludolph bleiben unsnun nur noch zwei zu nennen übrig: Wilhelm Freiherr v. D., gebo-ren den 20. Mai 1741, war anfänglich in preussischen Kriegsdiensten,ging dann wegen eines Duells, worin er seinen Obersten erschoss, inDienste der holländischen Coinpagnie in Ostindien, und verunglückteim Jahre 1780 als holländischer Kronfiscal auf der Ueberfahrt von Ba-tavia nach dem Ganges. Er hinterliess zwei Söhne, von denen derältere, William Hcctor Bonaventura Freiherr v. D., geboren den 12.März 1778 zu Hugly in Bengalen, am 20. April 1833 als Major beider Landwehr und Landrath des Querfurther Kreises zu Loderslebenstarb. Die von ihm nachgelassenen noch lebenden Söhne sind: ErnstRudolph, geb. den 21. Novbr. 1806, Premier-Lieutenant und Regi-ments-Adjutant im königl. preuss. 1. Garde-Uhlanenregiment; JuliusKarl Emil, geb. den 2. Decbr. 1811, Seconde-Lieutenant im 1. Garde-Regiment zu Fuss; August Detlev, geb. den 10. Decbr. 1813, Seconde-Lieutenant im Garde-Reserveregiment, und Ludwig Emil Johann, geb.den 12. Januar 1822. — Der am 20. Decbr. 1820 verstorbene zweiteSohn Wilhelms, Adolph Freiherr v. D., war königl. sächsischer ge-heimer Legationsrath und Resident in Danzig, zuletzt in kaiserl. russ.Militairdiensten, und hat einen am 26. April 1811 gebornen Sohn, KarlFreiherr v. D., hinterlassen, der als Seconde-Lieutenant im königl.preuss. 3tsten Infanterieregiment steht. — Der fünfte jüngste SohnKarl Ludolplis war Ludwig Philipp Gottlob Freiherr v. D., geb. den 24.Novbr. 1744, zuerst Regierungsrath bei der Kriegs- und Domainen-Kammer zu Magdeburg, verliess er später den Staatsdienst, zog sichauf die väterlichen Güter zu Lodersleben zurück, und starb am 26.Januar 1S23 zu Potsdam. Er hat zwei Söhne gehabt, der ältere, Lud-wig Franz Eberhard, starb am 20. Septbr. 1817 zu Lodersleben alskönigl. preuss. Major ausser Diensten; der zweite, Cornelius JohannWilhelm Franz, geb. den 0. Octbr. 1789, ist kaiserl. österreichischerOberst und Commandeur des Uhlanenregiments Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha, und steht in Saaz in Böhmen in Garnison.
Das freiherrlich v. Danckelmansche Wappen ist quadrirt. Im er-sten und vierten silbernen Felde steht ein Kranich, der in der rechtenKlaue einen Stein hält, im zweiten und dritten schwarzen Felde sindsieben silberne Scepter, welche am untern Ende durch einen Ring mit