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1 (1842) A - D
Entstehung
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Dauckeliimiu

die Geschichte dieser Familie aufführt, und namentlich auch das Wap-pen, beziehen sich, mit Ausnahme des Micrälius, sämmtlich auf dieschon erwähnte Familie v. Damitz; Brüggemann aber erwähnt sie im9ten Hauptstiicke neben den v. Damitz, und besonders auch im 1. Bd.S. 153.

D.inckclnian, die Grafen und Freiherren von.

Der Ursprung dieses Geschlechtes, aus welchem eine lange Reiheberühmter Staatsmänner entsprossen ist, lässt sich mit Bestimmt-heit nicht angeben. Nach einer Familientradition hat der Stammvaterdesselben einst einem deutschen Kaiser durch treue Wachsamkeit dasLeben gerettet, und dafür von demselben mit den Worten:DankeMann", den Ritterschlag erhalten, woraus der Name Danckehnan ent-standen sein soll. Das ursprüngliche Wappenzeichen, ein Kranich,scheint für die Wahrheit der Tradition zu sprechen. Der Erste die-ses Namens, über den bestimmte Nachrichten vorhanden sind, ist Jo-hann v. Danckehnan, genannt der Kiirisser oder Ferreus, welcher 1534als kaiserlicher Oberst die Belagerung von Münster coinmandirte. Krwurde hierauf Gograf zu Bevergerne, und starb 1548. Sein Urenkel,Sylvester v. D., geb. ltiOl , war fürstlich oranischer Rath, Landrichterund Gograf der Grafschaft Lingen, und soll der Verfasser des westphä-lischen Friedensinstruments gewesen sein. Er ist der Vater von sie-ben Söhnen, welche alle zu gleicher Zeit hohe Würden in branden-burgischen und preussischen Staatsdiensten bekleidet haben, nämlich:

1) Johann, geb. 1636, gest. 1705, war Geheiinerrath, Admiralitäts-Präsident und Bevollmächtigter im westphälischen Kreise.

2) Thomas Ernst, geb. 1638, starb 1709 als preussischer Gesandteram englischen Hofe und Oberrichter der Grafschaft Lingen.

3) Sylvester Jacob, wirklicher Geheimerrath, Staatsminister, Kam-mer- und Consistorialpräsident, war geboren 1640 und starb 1695 zuBerlin.

4) Eberhard Christoph Balthasar, geboren den 23. Novbr. 1643 zuLingen, war 1676 Geheimer Regierungsrath zu Cleve und wurde dar-auf Gouverneur des Kurprinzen, nachmaligen Königs Friedrich I. Erbewies demselben bei vielen Gelegenheiten grosse Treue und Anhäng-lichkeit, und rettete ihm auch bei einer tödtlichen Krankheit, welcheden Prinzen in dem Winterfeldzuge des Jahres 1679 in Prenssen be-fallen hatte, durch aulopfernde Pilege und Anwendung eines gefährli-chen aber entscheidenden Mittels, das kein Arzt zu gebrauchen wagte,das Leben. Als Friedrich zur Regierung gelangte, belohnte er dieDienste seines ehemaligen Erziehers durch die Erhebung zu holtenStaatswürden , und endlich auch im Jahre 1695 durch die Ernennungzum Premierminister, Oberpräsidenten und Erbpostmeister. Die un-umschränkte Gewalt, welche ihm eingeräumt worden war, so wie seinunbeugsamer Charakter, machten ihm sehr viel Feinde und verbittertenihm das Staatsleben dergestalt, dass er alle seine hohen Würden auf-gab, und sich nach Neustadt an der Dosse, wo er die jetzt noch be-stehenden verschiedenen Fabriken gegründet hatte, zurückzog. Seinezahlreichen Feinde, und namentlich der Oberkämmerer v. Kolb, nach-heriger Graf von Wartenberg, wussten es jedoch dahin zu bringen, dassihn der Kurfürst arretiren, und ohne einen Prozess zu machen nachSpandau bringen liess. Später wurde dem Kurfürsten eine aus 103Punkten bestehende Klageschrift wider den Oberpräsidenten D. vorge-legt. Dieselben betrafen jedocli nur die nichtigsten Gegenstände, als:dass D. den Rang vor allen fremden Gesandten verlangt habe u.s.w.,