Druckschrift 
1 (1842) A - D
Entstehung
Seite
378
Einzelbild herunterladen
 

378

Craatz Crailsheim.

Kin dritter Ilr. v. Courbiere stand im Jahre 1828 als Oberstlieutenantim 19. Infant. - Regiment. Ein vierter starb im Jahre 1813 an ehren-vollen Wunden, und ein fünfter war noch vor wenigen Jahren Land-rath des westpreussischen Kreises Flatow. Eine Tochter des verewig-ten Feldmarschalls war im Jahre 1806 Conventualin des Jenaschen ade-ligen Damenstiftes zu Halle.

Craatz, die Grafen und Herren von.

Der Kurfürst Friedrich Wilhelm bestätigte oder erkannte ain1. Februar 1668 die kaiserliche Erhebung des Amts-Kammerraths undAmtshauptmanns zu Ziesar, lfans Jacob Craatz, in den Adelstand an.Das Wappen, welches der Erhobene erhielt, ist in 4 Felder getheilt,die untere Hälfte ist schwarz, auf der rechten Seite derselben stehen3 Rosen, auf der linken drei silberne Kreuze. Das mittlere Feld istblau, und in demselben schreitet ein goldener Greif nach der rechtenSeite vor. Der obere Theil des Schildes ist wieder iir 2 Hälften ge-theilt. Durch das linke silberne Feld desselben läuft ein breiter, obenrunder rother, in der Mitte goldener Iiogen. Auf der linken Seitestehen drei goldene Sterne hinter einander. Die beiden mit einemBunde bedeckten Helme tragen aufrecht gegen einander stehendeGreife. Hugo Ernst v. Craatz - Scharfenstein, Freiherr v. Riesen-berg, wurde in den Grafenstand erhoben ; dieses gräfliche Haus starbaber 1721 mit Johann Philipp , dem Enkel des Erhobenen, aus.

Crailsheim, die Freiherren und Herren von.

Dieses uralte ursprünglich fränkische Geschlecht wird auch Crail-heini und Creilsheiin geschrieben. Es sind mehrere Linien desselbenin den Freiherrnstand seit langer Zeit erhoben, namentlich eine der-selben 1701, eine andere 1713. In Beziehung auf den Verband desehemaligen h. r. Reichs gehörten sie zum Canton .Steigerwald, indieses Adels-Lexikon aber, weil verschiedene Mitglieder desselben Ge-schlechts in preussischem Dienste gestanden haben, namentlich derGeneral-Major v. Creilsheim, der Oberst des 15. Infanterie-Regiments,später Commandant von Cüstrin und zuletzt Commandern' einer In-fanterie-Brigade war. Er hatte sich besonders in der Schlacht beiKylau (1807) ausgezeichnet und im Befreiungskämpfe das eiserneKreuz 1. Klasse und mehrere andere Orden erworben; er starb am1. Juli 1821 zu Havelberg. (M. s. Pantheon des preussischen Heeres.1. Bd. S. 174.) Ein Major v. Crailsheim, der in dein Regiment PrinzLouis v. Preussen gestanden hatte, starb 1818 im Pensionsstande. Dasvon Crailsheimsche Wappen zeigt im silbernen Felde einen goldenenBalken und auf dein Helme zwischen zwei schwarzen Biiffelhörnernein schwebendes, mit einer Ecke in die Hohe gestelltes Kissen in Rothmit goldenen Quasten. In einem vor uns liegenden Abdrucke desWappens, das der verstorbene preussische General v. Crailsheim ge-führt, ist das Schild schwarz angegeben. Manche Linien haben dieMündungen der Büffelhörner in Gold. Siebmacher giebt d. W. 1. Th.102, von Meding beschreibt es 1. B. No. 154. Spangenberg erwähntdie Herren v. Crailsheim im Adelspiegel II. Th., Liinig im Reichs-archiv S. 166., Seifert auf Tafel 76 78, Biedermann auf Tafel 36,Siebenkees 1. Abs. 6 II. S. 161, der Ritter von Lang im Adel desKönigreichs Baiern S. 109. v. Hellbach 1. Bd. S. 246.