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1 (1842) A - D
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Cosscl Courliicre.

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Cosscl, die Herren von.

Der Kaiser Joseph adelte am 23. Mai 1667 den kurfürstlich-bran-denbnrgschen Kammergerichtsrath Andreas Cossel, und am 25. Juli 166Sbestätigte der Kurfürst Friedrich Wilhelm diese Ernennung. Dasv. Cosselsche Wappen besteht aus 5 Feldern und einem Mittelschilde.Das erste Feld ist schwarz, das .zweite und vierte Gold, das dritteaber silbern, das 5te Feld, welches den ganzen untern Theil desSchildes ausfüllt, ist blau. In den schwarzen und silbernen Feldern 1.und 3. liegt ein Schwert, auf dessen Spitze eine Krone steckt. Inden goldenen Feldern steht der schwarze Adler. Das Mittelschild istvon oben nach unten in ein silbernes, in ein schwarzes und in einrothes Feld getheilt. Von der Spitze desselben hängt in das blaueFeld herab ein goldener Löwe, der durch ein um den Leib gelegtesBand an einen Hing befestigt ist. Die beiden Helme, die das Schildbedecken, sind gekrönt; der rechte trägt einen Löwen, der linke ei-nen Adler.

C o 111) ii s, die Herren von.

Eine erloschene, einst sehr angesehene adelige Familie in derMark Brandenburg. Man tindet Auskunft über sie in A. B. MichaelsNachrichten vom Bisthume Lebus S. 61. Dieser Schriftsteller wollteauch Speidels handschriftliche Beschreibung und Geschichte der Fami-lie v. C. herausgeben. M. s. v. Hellbach, 1. Bd. S. 245.

Cour liiere, die Freilierrn von.

Sie stammen ursprünglich aus der Danphine, und wurden durchdie Aufhebung des Kdictes von Nantes bewogen, in den Niederlandenund Holland einen Zufluchtsort zu suchen. Hier wurde zu Groningenim Jahre 1733 das Haupt der bei uns in Preussen einheimisch ge-wordenen Familie Courbiere ( Wilhelm Jlenee, Freiherr de l'Hommev. Courbiere) geboren. Schon im 7jährigen Kriege ausgezeichnetals Führer leichter Truppen, ward er vom König Friedrich IL imJahre 1760 mit dem Verdienstorden geschmückt, und im Jahre1780 zum General-Major ernannt. Nach und nach gelangte er zuder Würde eines General- Feldmarschalls, Gouverneurs von Westpreussenund in den Besitz sämmtlicher preussischer Orden. Seine militairi-sche Laufbahn beendigte er mit der glänzenden Vertheidigung derFestung Graudenz, welche die Franzosen vom 22sten Januar 1807an bis zum Tilsiter Frieden vergeblich belagerten. Er antwortete denFeinden, die ihm sagen Hessen:Es giebt keinen König von Preussenmehr, Ihre Vertheidigung ist nutzlos;"Wohlan! so will ich Königvon Graudenz sein!" Er starb am 23. Juli 1811, 78 Jahre alt, mitdem Ruhme, neben seiner oft bewiesenen Tapferkeit, sich aucli umdas Heer durch die Vorschläge verdient gemacht zu haben, die er beidem Regierungsantritte unseres Königs in Beziehung auf den höhernSold der Armee und eine zweckmässigere Brodverpüegung gemachthat. Er war mit Sophia Magdalena v. Weiss vermählt, die ihm meh-rere Söhne und Töchter geboren hat und am 5. Februar 1809 in derFestung Graudenz im 67. Jahre ihres Alters und 44. Jahre ihrer Ehestarb. Ein Hr. v. Courbiere starb im Jahre 1814 als Major und Ba-taillons -Commandeur im 4ten schlesischen Inf. - Regim. Ein andererim Jahre 1817 als Major und Kreis - Brigadier bei der Gensd'armevie.